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und wenn hier von Kröt€n geschrieben und gesprochen wird, so sind nicht etwa Almosen, milde Gaben und Gnadenakte an die Prekarisierten gemeint. Nein, wir reden ernsthaft von Kröt€n, die da jetzt endlich wandern sollen. Unseren Kröt€n, damit das klar ist, die schon lang und längst wandern müssten und hätten sollen und zu wandern haben.

Wir reden zehnstellig, klar?

Kröt€n her

Kröt€n her

Wir reden von zehnstelligen Kröt€nbeträgen, von Beträgen, Plural, verstanden?

Her mit der Sozialmilliarde!

Her mit der Bildungsmilliarde!

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Das Video ist im Rahmen des Sozialstammtisches am 20. April in Linz entstanden. Was meint die SantaPrecaria Community?

Erstveröffentlichung auf ThemaTisch.at

Heute ist mir eine Werbung ins Haus geflattert: „Täglich frisch von Montag bis Sonntag. Lebensmittel zu Supermarktpreisen“. Das gibt es im Tankstellenshop in der Linzer Innenstadt von 0 – 24 Uhr, rund um die Uhr, als Kooperation der Handelkette Spar mit einer Tankstellenkette.

Spar ist auch damit bekannt geworden, dass sie die Filiale am Linzer Hauptbahnhof Sonntag offen halten wollten. Sie sind aber an einem breiten Bündnis von Gewerkschaften, Kirchen und anderen zivilgesellschaften Organisationen gescheitert, der Allianz für den freien Sonntag. Also werden offenbar neue Strategien entwickelt, um das Verbot der Sonntagsöffnung zu umgehen und noch dazu rund um die Uhr offen zu halten. Denn längst gibt es in den Tankstellenshops mehr als Reiseproviant und die Shop-Flächen werden immer größer. An sechs Tankstellen in Linz, Salzburg und Graz richtet Spar und die Welser Doppler-Gruppe „Spar express Tankstellenshops“ mit 1500 Artikeln ein (OÖN).

Spar ist aber nicht alleine, schon seit 2007 gibt es Tankstellenshops der US-Gruppe ConocoPhillips in Kooperation mit der Handelskette Billa (OÖN). Spar toppt dieses Konzept nun damit, dass die Lebensmittel zu Supermarktpreisen angeboten werden und damit auch kein preislicher Unterschied mehr besteht zum Einkaufen zu den normalen Öffnungszeiten, die ja sowieso nicht gerade wenig sind, am Samstag bis 18.00 Uhr Einkaufen ist schon lange Alltag geworden.

Gehts nicht direkt, haben sich die Handelsketten offenbar für den Umweg entschieden. Ähnliche Wege gehen auch die Bäckereien: Immer mehr kombinieren das Geschäft mit einem Cafe und dürfen so Sonntag offenhalten. Das Ergebnis ist das gleiche: Der gemeinsame freie Tag, der Sonntag, wird ausgehöhlt und MitarbeiterInnen werden zu Arbeitszeiten genötigt, die auf Dauer zerstörerisch auf das Zusammenleben und auch die eigene Gesundheit wirken. Das ist wohl gerade angesichts der Wirtschaftskrise besonders dringlich, denn Angestellte, die so nicht arbeiten wollen, sind schnell ersetzt. Ein Anruf beim AMS genügt. Also braucht es generelle Regelungen, denn der/die Einzelne hat da oftmals nicht viel Chance.

Niemand kann mir ernsthaft erzählen, dass Einkaufen 365/24/7 wirklich notwendig ist – und eigentlich bezweifle ich das auch mit dem Tanken. Es gibt ja doch sowieso Selbstbedienungstankstellen, die mit Bankomatkarte funktionieren. Was anderes sind Arbeitsplätze z.B. im Krankenhaus – ja, da ist Arbeit 365/24/7 notwendig – aber sicher nicht dort, wo der Gang zur Nachbarin ausreicht, wenn ich wirklich mal vergessen habe sollte für den Sonntag genügend Milch einzukaufen oder spontan einen Kuchen machen will und nicht genügend Eier da sind.

„Der Sabbath wurde für den Menschen geschaffen“ Markus-Evangelium 2,27

Kind Karriere

Über eine interessante Studie berichtet das Blog Lisi’s Merkzettel: Für Frauen mit Kindern kann der Zeitvorteil einer Teilzeitbeschäftigung die Nachteile (schlechtere Bezahlung, weniger interessante Arbeit, verringerte Aufstiegschancen) nicht aufwiegen. Mütter mit Teilzeitbeschäftigung sind zwar zufriedener als jene, die nicht erwerbstätig sind. Aber es zeigt sich auch, dass es den Müttern, denen es gelingt Vollzeit erwerbstätig zu sein, am besten geht.

Dieses Ergebnis liefern Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), einer repräsentativen Umfrage aus der BRD.

Als Santa Precaria Bloggerin muss ich immer aufpassen, dass ich nicht völlig abrutsche in eine depressive Stimmung, denn viel Gutes gibt es von Schutzbefohlenen der Santa Precaria nicht zu berichten.
Heute habe ich wenigstens gelesen, dass Frauen in der britischen Spieleindustrie besser verdienen als Männer. Na, wenigstens irgendwo.

SchleckerFrauen sind es aber auch, die primär von den Arbeitsbedingungen im Einzelhandel betroffen sind.
Im Blog ArbeitsKlimaWandel findet sich eine Zusammenfassung einer Umfrage der GPA-djp zu den Arbeitsbedingungen bei Schlecker, die mit geordneten Arbeitsverhältnissen eigentlich gar nichts mehr zu tun haben.
Und: 76% der Befragten geben an, dass sie beim Verlassen der Filiale kontrolliert werden.

Betroffene können sich in der von der GPA-djp eingerichteten Erfahrungsbörse austauschen.

Eine Studie der AK Tirol „Handel im Wandel“ (telefonische Befragung von 500 Personen) belegt, dass im Handel viel Gratisarbeit geleistet wird:
Kartonfestival

Denn jeder Zwanzigste Handelsangestellte erhält die von ihm geleisteten Mehr- und Überstunden überhaupt nicht bezahlt und beinahe 30 Prozent jener Beschäftigten, bei denen Mehr- und Überstunden dem Grunde nach abgegolten werden, geben an, dass bei ihnen keine Zuschläge berechnet werden. Dazu kommt noch, dass nur bei 60 Prozent der Befragten, die Vor- und Abschlussarbeiten überhaupt zur Arbeitszeit gerechnet werden. Umgekehrt formuliert:
Bei gut einem Drittel der Befragten werden die Vor- und Abschlussarbeiten gesetzwidrig als reine Gratisarbeit betrachtet.

Die AK Tirol zieht daraus den Schluss, dass im Handel sich zuallererst nicht die Frage nach einer „fairen“ Entlohnung stellt, sondern es geht zunächst einmal um die Bezahlung des rechtlich zustehenden Gehalts.

Weitere Fakten aus der Studie:
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Zur hier im Blog angekündigten Veranstaltung „Prekäre Zeiten für Frauen“ findet sich auf Kathweb eine Zusammenfassung, in der es u.a. heisst:

Christine Riegler, Koordinatorin der „Allianz für den freien Sonntag“, erläuterte die für prekäre Beschäftigung kennzeichnenden Faktoren – besonders auch jene, die den Umgang mit Zeit betreffen. Riegler nannte permanenten Zeitdruck bzw. zeitweilige Unterbeschäftigung, ständige Verfügbarkeit, Vermischung von Arbeitsplatz und Privatbereich und mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Von prekären Zeiten müsse auch im Hinblick auf die Lebensarbeitszeit gesprochen werden: Für viele Frauen existiere schlichtweg keine längerfristige Möglichkeit der Lebensplanung, so Riegler.

LesenDas im Rahmen dieser Veranstaltung präsentierte Dossier der Katholischen Sozialakademie in Zusammenarbeit mit der Allianz für den freien Sonntag zum Thema ist sehr lesenswert, aber leider nicht online verfügbar. Bestellungen sind möglich unter Tel.: 01-310.51.59 oder E-mail: office@ksoe.at (Euro 4,50 zuzüglich Porto).

Foto: Axel V

'Prekare Zeiten'

Einladung zur Enquete: Prekäre Zeiten (pdf)

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fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

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