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OTS-Presseaussendung der Armutskonferenz:

Sozialhilfe: 43.600 Kinder und Jugendliche betroffen. Anstieg bei Kindern um 20 %. Armutskonferenz: Wir können etwas tun. Armut ist kein zu bestaunendes Naturereignis.

“43 600 Kinder und Jugendliche müssen unter Sozialhilfe-Bedingungen leben”, betont die Armutskonferenz und weist auf eingeschränkte Zukunftschancen hin. Das ist ein Anstieg um 20%! (Anstieg von 2006 auf 2007. Die heute publizierte Sozialhilfestatistik weist Zahlen noch vor der Finanzkrise aus.)

“Wir können etwas tun”, so Sozialexperte Martin Schenk. ” Es gibt genügend Instrumente und Möglichkeiten im Vollzug der Sozialhilfe, in der Schule, beim Wohnen und mit sozialen Dienstleitungen gegenzusteuern. Armut ist kein Naturereignis, das es mit jeder neuen Statistik zu bestaunen gilt.”

“Die Gründe für den Anstieg Hilfesuchender in der Sozialhilfe sind die zunehmende Zahl an “working poor”, nichtexistenzsichernde Arbeitslosen- und Notstandshilfeleistungen, Arbeitslosigkeit, der Anstieg an psychischen Erkrankungen und gestiegene Lebenshaltungskosten beim Wohnen “, analysiert Sozialexperte Schenk.

Weiterlesen zu Mindestsicherung und mehr …

bei der Firma Joblife in Berlin; via dem YouTube Channel des Erwerbslosen-Forums.

Via ihdl habe ich gerade gelesen, dass es den Film “Prekär, frei und Spaß dabei!” (hier der Blogeintrag) die nächsten paar Tage auch online bei ARTE gibt. Sehenswert!

Heute, Donnerstag, 25. Juni 2009 um 22:20 Uhr gibts auf ARTE die Dokumentation

“Prekär, frei und Spaß dabei!”

Diese Dokumentation zeigt künstlerisches Handeln als verantwortungsbewusste Verbindung zwischen Kunst, Gesellschaftskritik und Politik.
Wiederholungen: 8.07.2009 um 01:35 Uhr und 13.07.2009 um 09:55 Uhr. Regie: Marita Neher.

Gemeinsam ist allen Beteiligten, dass sie aus ihrer persönlichen Situation heraus, jenseits vorgegebener Doktrinen, eine Kunstform entwickeln, in der sie die eigene Prekarität thematisieren und gleichzeitig nach einer Form von solidarischer Gemeinschaft suchen.

weiterlesen …

Dazu später hier mehr, sowieso die Empfehlung des UG-Novelle Diskussionsarchiv und jetzt aktuell nur dieser ganz aktuelle Hinweis:

Stoppt UG Novelle

Stoppt UG Novelle

Wieder mal ein Hinweis auf einen interessanten Blogeintrag mit einem Bericht aus dem realen Leben. Claudia berichtet von ihrem Leben als MAE-Jobberin (bekannt als Ein-Euro-Jobs) und reflektiert übers Alter als Kriterium am Arbeitsmarkt. Leseempfehlung!

Auch ein drohender Arbeitsplatz-Verlust ist ganz schön prekär. Der Hälfte der Siemens SIS-Beschäftigten in Österreich, etwa 900 Leuten, droht ein solcher.  Daher rufen sie für Dienstag, 23. Juni, 14.00 Uhr, zu einer Demonstration vor dem Parlament auf.

Mehr Infos dazu gibts am Belvederegassen-Blog, unter Netzwerk IT (eine offenen Plattform für Beschäftigte und Erwerbslose in Deutschland) und auf facebook.

Einladung

Zu einer Enquete am 30. Juni 2009, 14.00 – 18.00 Uhr im Wissensturm in Linz lädt die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung. Gemeinsam mit Expert_innen (Mag.a Margit Appel, Prim. Dr. Werner Schöny, Univ.Prof. DDDr. Clemens Sedmak) werden Arbeitslosigkeit und psychische Belastungen diskutiert.

Aus der Einladung:

Arbeit ist trotz des Wandels der Erwerbsarbeitsgesellschaft das zentrale Instrument für die materielle und soziale Existenzsicherung, für Teilhabe und Integration, für Selbstwert und Wohlergehen. Mit einem Wort: für ein selbstständiges Leben. Arbeit stiftet individuell Sinn und Identität, ermöglicht Erfüllung. In der Gesellschaft definiert sie den Wert der Leistung und teilt den Status zu. Statt wie im Sprichwort ist die Arbeit nicht mehr nur das halbe Leben, sondern dominiert zunehmend das ganze Leben.

Doch seit Jahrzehnten und aktuell ganz besonders zeigt sich, dass nicht genügend Arbeitsplätze, von denen auch gut zu leben ist, für alle Menschen zur Verfügung stehen. Arbeitslosigkeit sowie die Anzahl der „Working Poor” und prekär Beschäftigten steigen rapide.

Diese zentrale Bedeutung der Erwerbsarbeit und hohe eigene und gesellschaftliche Erwartungen verursachen einen enormen Druck, unter dem längere Zeit arbeitslose Menschen besonders leiden. Das Selbstvertrauen sinkt, die Hoffnungslosigkeit steigt, je länger die vergebliche Arbeitssuche dauert. Gesellschaftliche Diskussionen über Zumutbarkeitsbestimmungen, Erwartungen im persönlichen Umfeld oder Enttäuschungen bei Ämtern und Behörden können sich zu einer Problemlage kumulieren, die für einzelne Menschen kaum mehr bewältigbar ist.

Kindergartenaufstand

Bei diestandard.at findet sich ein sehr interessantes Interview zu den Arbeitsbedingungen in den Wiener Kindergärten. Gefordert wird von den engagierten Kindergartenpädagog_innen

mehr Personal in den Gruppen, kleinere Kindergruppengrößen, mehr Lohn, mehr Vorbereitungszeit, beispielsweise angeglichen an die Vorbereitungszeiten der LehrerInnen, regelmäßige Supervision, Unterstützung der Arbeit durch Fachkräfte aus dem Sonderpädagogischen Bereich und am Besten eine groß angelegte Imagekampagne!

und auch kein Dumping durch pekäre Bedingungen für pädagogische Hilfskräfte.

Die Initiativ-Gruppe Kindergartenaufstand ist unter kindergartenaufstand@gmx.at zu erreichen. Nächstes Vernetzungstreffen am Dienstag, 16. Juni – Ort und Zeit unter E-Mail zu erfragen.

Report Mainz Bericht: Praktika bei Firmen sind die Tarnung dafür, dass HartzIV-EmpfängerInnen gratis arbeiten müssen. (via)

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

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