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Eine ISW-Studie im Auftrag der AK-Oberösterreich bestätigt, was Santa PrecaristInnen wissen: Leiharbeit ist bei weitem keine „normale“ Arbeit, wie „jede(?) andere“:

Zeitarbeit ist insbesondere für  un-/ und angelernte Arbeiter/-innen, eine Beschäftigungsform mit einem beträchtlichem Prekaritätspotential. Annähernd die Hälfte aus dieser Gruppe gibt an, innerhalb der letzten zwölf Monate zumindest einmal arbeitslos gewesen zu sein. Insgesamt gibt die Hälfte aller Zeitarbeiter/-innen an, weniger als Stammbeschäftigte des gleichen Tätigkeitsbereichs zu verdienen.

54 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Einkommen nur „gerade ausreicht“ und 15 Prozent sagen sogar, dass sie mit dem erzielten Einkommen aus Leiharbeit nicht auskommen.

Am häufigsten arbeiten Menschen aus Alternativenlosigkeit in Leiharbeit (44% der Befragten), bereits 10% wurden aus der Stammbelegschaft in eine Leiharbeitsfirma ausgelagert.

Quelle: AK-Oberösterreich

Für einen Teil der Befragten scheint Leiharbeit eine Möglichkeit darzustellen, aus niedrig entlohnten (Einzelhandel, Gastronomie usw.) in Branchen mit vergleichsweise hohem Lohnniveau (Metall- und Fahrzeugindustrie usw.) zu wechseln – auf Kosten der Qualifikation, denn sie werden überwiegend als Anlernkräfte beschäftigt.

Auch scheint sich Leiharbeit zu einer Dauereinrichtung zu entwickeln: Etwa die Hälfte der Befragten arbeitet bereits mindestens vier Jahre, 17 Prozent sogar seit mehr als 10 Jahren als LeiharbeitnehmerIn.

ArbeitnehmerInnenrechte und Schutzbestimmungen werden regelmässig umgangen: 40% gaben an, zumindest ein mal eine falsche Lohnabrechnung bekommen zu haben, 37%, dass Krankenstand zur Kündigung führt, ein Fünftel, dass sie zu niedrig eingestuft seien.

Eine umfangreichere Zusammenfassung der Studie ist in den Pressekonferenzunterlagen der AK-Oberösterreich zu finden, im Detail werden die Studienergebnisse in der WISO-Ausgabe 04/2010 publiziert.

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AK WIen

Die AK Wien veranstaltet am 15. Dezember eine ganztägige Tagung zum Thema „Working Poor – Wege aus der Armut sind Wege aus der Krise“. Auftaktveranstaltung zum europäischen Jahr der Armutsbekämpfung 2010 – zum Auftakt des „Europäischen Jahres der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010“. Zur Veranstaltungsankündigung geht eshier und hier direkt zum PDF mit dem Programm.

Mit der Mindestsicherung wird jetzt das Sozialsystem armutsfest gemacht. Sagen die einen. Jetzt wird ja keiner mehr arbeiten gehen. Sagen die anderen. Nichts von beiden wird eintreten …,

beginnt eine sehr schöne Presseaussendung der Armutskonferenz, in der sie mit Mythen zur Mindestsicherung aufräumt und die unseriösen Beispiele aus dem Finanzministerium dazu kritisiert.

Mit der so genannten Mindestsicherung werden
völlig falsche Erwartungen geweckt. (…) Es wird über etwas diskutiert, das es so gar nicht gibt.

Und zur Absicht, die geplante Mindestsicherung nur 12 Mal im Jahr auszuzahlen und damit noch einmal zu reduzieren, wird ausgeführt:

Wenn nun der Finanzminister darüber streitet, ob die Sozialhilfe innerhalb eines Jahres 12 Mal oder 14 Mal ausbezahlt wird, dann heißt das auch: Es wird derzeit darüber gestritten, ob Kindern ein monatliches Sozialhilfe-Existenzminimum in der Höhe von 220 oder aber max. 257 Euro zugestanden werden soll, von dem alle anteiligen Kosten – auch die Miete – bezahlt werden müssen.

Gegen die Reduktion auf 12 x im Jahr und darüber hinaus für eine weitreichendere Grundsicherung, die u.a. auch eine Sockelung von Arbeitslosengeld und Notstandshilfe, einen Mindestlohn von 7,50 EUR und ausbau von Infrastruktur beinhaltet,  sprechen sich übrigens auch Anträge der AUGE/UG an die AK-Wien aus, über die bei der Vollversammlung am 3. November abgestimmt wird.

Santa Precaria berichtete über eine Studie zur Arbeitssituation der Handelsangestellten in Tirol. Nun gibt es eine österreichweite Studie der Arbeitskammer, die auch nicht wirklich besseres zu berichten hat:
Arbeit im Handel ist prekär.

Näheres gibts im Blog ArbeitsKlimaWandel.

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

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