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Wie auch hier schon öfter zu lesen war: prekär sind nicht nur ‚atypische‘ Beschäftigungsverhältnisse, sondern mitunter auch ganz ’normale‘ – etwa in der sozialen Arbeit. Und mit ihnen werden auch die Lebensverhältnisse ihrer KlientInnen immer prekärer …

Daher rufen BetriebsrätInnen aus dem Sozialbereich zur Kundgebung auf:

Für eine Sozialmilliarde

Gegen Budgetkürzungen im Gesundheits- und Sozialbereich

Dienstag, 29. Juni 2010, 9.30 Uhr

vor dem Bundeskanzleramt, Ballhausplatz, 1010 Wien

Details

Weitersagen, hinkommen und gemeinsam ein Zeichen setzen!

Mehr Informationen und Kommentare, sowie einen Bericht über die bereits stattgefundene Kundgebung der Beschäftigten bei NEUSTART (Bewährungshilfe), findet ihr am Sozialmilliarde-Blog.

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aktion

Eine Kampagne von deutschen NGOs und Gewerkschaften macht mobil gegen die Macht der grossen Supermarktketten.

Immer weniger Supermarktketten haben immer mehr Macht!
Den hohen Preis- und Leistungsdruck, dem die Lieferanten dadurch ausgesetzt sind, geben sie entlang der Lieferkette weiter. Leidtragende sind die ArbeiterInnen in den Fabriken und auf den Plantagen in den südlichen Produktionsländern ebenso wie die Angestellten in Deutschland. Deshalb fordert die Supermarktinitiative die kontrollierte Einhaltung sozialer und ökologischer Standards entlang der gesamten Lieferkette sowie eine sektorweite kartellrechtliche Untersuchung der Marktmacht der fünf größten Supermarktketten.

Weiterlesen …

Mit der Mindestsicherung wird jetzt das Sozialsystem armutsfest gemacht. Sagen die einen. Jetzt wird ja keiner mehr arbeiten gehen. Sagen die anderen. Nichts von beiden wird eintreten …,

beginnt eine sehr schöne Presseaussendung der Armutskonferenz, in der sie mit Mythen zur Mindestsicherung aufräumt und die unseriösen Beispiele aus dem Finanzministerium dazu kritisiert.

Mit der so genannten Mindestsicherung werden
völlig falsche Erwartungen geweckt. (…) Es wird über etwas diskutiert, das es so gar nicht gibt.

Und zur Absicht, die geplante Mindestsicherung nur 12 Mal im Jahr auszuzahlen und damit noch einmal zu reduzieren, wird ausgeführt:

Wenn nun der Finanzminister darüber streitet, ob die Sozialhilfe innerhalb eines Jahres 12 Mal oder 14 Mal ausbezahlt wird, dann heißt das auch: Es wird derzeit darüber gestritten, ob Kindern ein monatliches Sozialhilfe-Existenzminimum in der Höhe von 220 oder aber max. 257 Euro zugestanden werden soll, von dem alle anteiligen Kosten – auch die Miete – bezahlt werden müssen.

Gegen die Reduktion auf 12 x im Jahr und darüber hinaus für eine weitreichendere Grundsicherung, die u.a. auch eine Sockelung von Arbeitslosengeld und Notstandshilfe, einen Mindestlohn von 7,50 EUR und ausbau von Infrastruktur beinhaltet,  sprechen sich übrigens auch Anträge der AUGE/UG an die AK-Wien aus, über die bei der Vollversammlung am 3. November abgestimmt wird.

Für „SpezialistInnen“ nicht viel Neues, aber eine schöne Zusammenfassung bringt der Husch-Husch-Blog (den ich auch sonst zwar sehr unübersichtlich, aber ganz interessant finde) mit der Veröffentlichung eines Beitrags Prekarität – Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts und Möglichkeiten zu ihrer Politisierung von Klaus Dörre.

Klaus Dörre ist Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Globalisierung, prekäre Beschäftigung, Arbeitsbeziehungen, Rechtspopulismus.

Auch ein drohender Arbeitsplatz-Verlust ist ganz schön prekär. Der Hälfte der Siemens SIS-Beschäftigten in Österreich, etwa 900 Leuten, droht ein solcher.  Daher rufen sie für Dienstag, 23. Juni, 14.00 Uhr, zu einer Demonstration vor dem Parlament auf.

Mehr Infos dazu gibts am Belvederegassen-Blog, unter Netzwerk IT (eine offenen Plattform für Beschäftigte und Erwerbslose in Deutschland) und auf facebook.

So, 26.4.2009,  ab 10 Uhr

AUGE/UG – Filmmatinee: „It s a free world“

im Admiral-Kino, 7., Burggasse 119

AUGE/UG und die Grünen Wien laden ein zur Filmmatinee  zum Auftakt der Filmtage im Vorfeld des Tags der Arbeitslosen am 30.4.

Programm:

Kaum einem Regisseur gelingt es zur Zeit so konsequent, in seinen Geschichten die Strukturen einer Welt offenzulegen, in der Verantwortung und Solidarität verschwunden sind. Packend und eindringlich erzählt Ken Loach ein hervorragend besetztes Drama zwischen Wirtschaftskrimi und Familiengeschichte.

  • im Anschluss:  Diskussion unter dem Thema „Mehr Gerechtigkeit im Börsel“ mit:

Kathrin Pelzer (Frauensolidarität)
Klaudia Paiha (AUGE/UG)
Karl Öllinger (Grüne, Abg.  zum Nationalrat)
David Ellensohn (Grüne, Stadtrat Wien)

Eintritt frei!

Im Nationalrat hatte der Sozialminister vor gut zwei Monaten noch zugestanden, dass „eine Erhöhung der Netto-Ersatzrate, die in Österreich bei 55 % liege, wünschenswert wäre„. Aber schon da hatte er gleichzeitig abgewinkt, „weil die Budgetmittel dafür aber nicht vorhanden seien„.

Jetzt lautet die Begründung anders und zu der sagt Klaudia Paiha in einer Presseaussendung,

„Sozialminister Hundstorfers heutige Absage an eine generelle Erhöhung des Arbeitslosengeldes ist zutiefst zynisch,“

Anders kann wohl Sozialminister Hundstorfers Aussage zur Höhe des Arbeitslosengeldes beim Ö1-Morgenjournal am 23.4.09 nicht bezeichnet werden:
Auf Nachfrage des Journalisten meinte er, eine Erhöhung der Netto-Ersatzrate beim Arbeitslosengeld auf 60% sei nicht notwendig, weil die BezieherInnen von niedrigen Einkommen ohnehin schon auf diese Höhe kämen.

Bei einem durchschnittlichen Arbeitslosengeld von Euro 756,-/Monat (2008) und einer durchschnittliche Notstandshilfe von Euro 588,-/Monat kann das ja wohl nur zynisch sein.

Der Herr Minister hat wohl monatlich ein bisschen mehr zum Leben … 👿

Hürden

Der ÖGB macht ja in den letzten Jahren in der Prekaritäts-Szene auf sich aufmerksam durch interessante und wichtige Angebote. So bietet die Interessensgemeinschaft work@flex der GPA-djp wirklich relevante Informationen und vertritt politisch engagierte Positionen, die (bis auf weniges) auch meiner Position entsprechen. Nun dachte ich mir, ich werde Gewerkschaftsmitglied – damit stärke ich genau jene in den Gewerkschaften, die begriffen haben, dass die Realität vieler Menschen heute weit weg ist von „Normalarbeitsverhältnissen“ und dass es angesichts des Abbaus sozialer Rechte und der Umverteilung von unten nach oben Zeit für demokratische und kämpferische Gewerkschaften ist. Und frau muss sich ja nicht dem Mainstream, dem Totreden der Gewerkschaft, anschließen.

Beschlossen, getan. Aber so einfach ist das nicht!

STEP 1: Ich habe Anfang November das Anmeldeformular auf der GPA-Seite (das da aus Sicherheitsgründen https statt http angeraten wäre, ist eine andere Frage, der ich mich hier nicht widmen will) ausgefüllt und mich dabei schon geärgert, dass ich nicht angeben kann, dass ich gleichzeitig einen Werkvertrag habe und „dzt. ohne Beschäftigung“ bin. Als Arbeitgeber habe ich das AMS eingetragen, woher derzeit der Großteil meines Geldes daher kommt, weil ich in einer Stiftung bin und eine Weiterbildung mache.
STEP 2: Eine nette Dame von der GPA OÖ hat mich angerufen und gefragt, ob ich nicht zu einer anderen Fachgewerkschaft gehöre, wenn das AMS mein Dienstgeber ist und ich dort angestellt bin. Nach einer längeren Erklärung waren wir uns dann einig, dass ich doch zur GPA gehöre und sie hat mir sehr freundlich auch versichert, dass ich mich da offenbar besser auskenne mit atyischer Beschäftigung als sie.
STEP 3: Da die Online-Anmeldung noch nicht genug war, ist dann ein Papier-Formular per Post gekommen, wo ich die gleichen Daten, die ich schön brav ins Internet getippt hatte, nochmals ausfüllen durfte. Abgeschickt.
STEP 4: Heute hat wieder ein netter Herr von der GPA OÖ angerufen, der irritiert war wegen des von der ersten Dame vorschlagenen Mitgliedsbeitrages (für atypisch Beschäftigte gibt es einen reduzierten Beitrag, steht im übrigen auch nirgendswo bei der Onlineanmeldung). Und was ich denn sei, denn ich habe ja mehr angekreuzt am Formular. „Ich bin das alles“ war meine Antwort, aber dann beim Stichwort „atyisch“ hat er sich dann doch ausgekannt und konnte die passende Schublade für mich finden.

Ich bin gespannt, ob da noch ein weiterer Schritt folgt – oder ob ich es jetzt wirklich geschafft habe, Gewerkschaftsmitglied zu werden.

Mein Resümee:

  • Offenbar wollen die Gewerkschaften atypisch, prekär Beschäftigte doch nicht so recht – oder nur so halb, nicht so richtig, so irgendwie doch, na, wir wissen nicht, vielleicht haben wir doch andere Sorgen, …
  • Der Großteil der GewerkschaftsmitarbeiterInnen, die für die Mitgliederbetreuung zuständig sind, hat offenbar keine Ahnung wie atypische Beschäftigung funktioniert. Da ist der Mix von Arbeitsformen typisch und nicht schubladisierbar. Aber freundlich sind sie! Ob das ausreicht für die Zukunft?
  • Die Gewerkschaft ist offenbar noch nicht mal wirklich im Web 1.0 angekommen, von Web 2.0 ganz zu schweigen

Unter dem Motto «„Fair statt Prekär“ – Wir bringen Wärme in die Kälte der Arbeitswelt» finden die oberösterreichischen Veranstaltungen zum Aktionstag gegen Prekarisierung am Linzer

Taubenmarkt

statt.

Wann: Freitag, den 29. Februar ’08 von 10.00 – 13.00 Uhr

Wo: —– Taubenmarkt

Was: —-Ausschank von heißem Tee, Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz und Dr. Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer OÖ stehen für Fragen zur Verfügung (10.00 bis 11.00), musikalische Untermalung durch das Gegentonorchester, Informationsmaterial und das in natura nachgestellte Bild der „Santa Precaria“, sowie mehrere Pappfiguren mit Kurzbiografien von prekär Beschäftigten..

Fair statt Prekär!
Setzen wir unsicheren Lebensverhältnissen ein Ende

Aussendung der KAB & Betriebsseelsorge OÖ:
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fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

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