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Klaudia hat mir die Doku als erste ans Herz gelegt, Andrea hat sie dann sofort eingebettet, sobald sie auf utube war, die zu den Tokio Freeters nämlich. Hiermit noch mals ans Herz gelegt, ans prekäre. Und heut ist dann ein Kommentar unter diesem Tokio Freeters Eintrag eingegangen, und ich denk mir, diese Aussendung der FAU kopieren wir hier zwecks besserer Sichtbarkeit als eigenen Eintrag rein:

Angesichts der enormen Zerstörungen durch das Erdbeben und die Tsunamisam 11. März 2011 sowie angesichts der nach wie vor drohenden nuklearen Katastrophe durch das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima I, hat die FAU-IAA beschlossen einen Hilfs- und Solidaritätsfond für prekäre ArbeiterInnen in Japan – den «Freeters Solidaritätsfond» ins Leben zu rufen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Es gibt Sozialhilfemissbrauch und dieser Mißbrauch der Sozialhilfe kostet „uns alle“ pures Geld. Blanke Penunze, Kohle, Kröten, Schotter, der uns allen gehört, dem Gemeinwesen. Unser Geld Geld Geld.

Steuerhinterziehung kostet „uns alle“ ebenfalls, entzieht uns allen – dem Gemeinwesen – Geld Geld Geld.

Interessant und – mensch möchte meinen – relevant ist natürlich das Verhältnis. Zahlen für Deutschland berechnen dieses Verhältnis, und es kommt für 2009 auf 1 zu 1.400. Auf einen Euro, der dem Gemeinwesen also durch Sozialhilfemissbrauch entgeht, kommen Euro 1.400,-, die durch hinterzogene Steuern „uns allen“ entgehen.

Nein, das wiederum ist freilich keine Überraschung. Und ja, das wird Politiker_innen und Medien nicht davon abbringen, ihre Kampagnen gegen die „Schmarotzer“ in der „sozialen Hängematte“ weiter zu fahren. Ist ja schließlich eine wichtige Front im KlassenkampfDen Rest des Beitrags lesen »

… und Bettler verjagn am Markt … ♪ ♫ ♪ ♬ ♬

Nein, Betteln ist selbstverständlich keine Arbeit, Betteln ist Faulheit. Stundenlang in kniender Position am Asphalt, da mach ich ja etwas ähnliches, aber auf einer Matte und nicht stundenlang, im Yoga-Raum des Fitness-Clubs. Und das ist schließlich auch Freizeit, oder?

Gewerbsmäßiges Betteln.
Das ist ein Gewerbe? Dann müssten die doch Vertretung in der WKO haben, ist das denn kein geschützter Beruf?

Nein, die WKO hat etwas gegen dieses Gewerbe, dieses Gewerbe vertritt die WKO nicht. Die WKO vertritt lieber die Ansicht, dass die Leut, die nix zum tun haben, lieber Hutstriegeln sollten. Das ist innovativ und damit kann mensch sicher auch sein Auskommen bestreiten. Das Hutstriegelgewerbe sozusagen, das vertreten wir: Weiterlesen …

In der neuesten migrazine, einem mehrsprachigen Online-Magazin von Migrantinnen für alle, herausgegeben von der autonomen Migrantinnen-Selbstorganisation maiz in Linz, finden sich mehrere interessante Beiträge.

Luzenir Caixeta schreibt über Prekarität und die bezahlte sexuelle Dienstleistung:

Die Rolle und Anzahl von Migrantinnen im prekarisierten Bereich nehmen rasant zu. Bestehende Arbeitsverhältnisse sind dabei überwiegend im Kontinuum „Sex – Fürsorge – Pflegearbeit“ angesiedelt. Die Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen ist ein Produkt sowohl diskursiver als auch rechtlicher und wirtschaftlicher Faktoren. De-Industrialisierung, immaterielle Produktion, Feminisierung der Arbeit, transnationale Migration und die Mobilität von Kapitalinvestitionen spielen in den Produktionsprozessen in den postfordistischen Gesellschaften eine prägende Rolle. Die neoliberale Umgestaltung dieser Prozesse, die unter den Stichwörtern Flexibilisierung, Deregulierung usw. die gesellschaftspolitischen Debatten beherrschen, brachte eine Vielfalt prekärer Arbeits- und Lebensbedingungen mit sich.

Katharina Ludwig berichtet über Lohn ohne Zettel:

Undokumentierte Arbeit von MigrantInnen dokumentieren und deren Rechte einfordern – die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat sich für illegalisierte Arbeitende geöffnet.

… und noch viel mehr unter http://www.migrazine.at/

Heimat, fremde Heimat dokumentiert das Vorgehen des Innenministeriums mit Schutzbefohlenen:

Sans Papiers, dh. „keine Papiere“, das sind Menschen, die zu den Schwächsten und Prekarisiertesten in unserer Gesellschaft gehören. Der Begriff kommt von der Bewegung der sans papiers in Frankreich. In Wien gibt es seit Jahren das Projekt einer Fussballmannschaft FC Sans Papiers. Die Spieler dieser Mannschaft sind nicht „irgendwelche Migranten“ sondern Flüchtlinge. Sie suchen in Österreich um Asyl an, berichten, dass sie in ihren Heimatländern mit schweren Repressionen zu rechnen haben und verfolgt werden. Weiterlesen …

Lumpenpack, Überflüssige, Gesindel (oder gleich Drecksgesindel), Aussatz, Bettelmafia, … Verwahrloste. Die Praktiken der Stigmatisierung von Menschen geht immer weiter und weiter und beständig neuen Höhepunkten zu.

Die Techniken der Stigmatisierung sind immer wieder die selben: sprachliche Kategorisierung und Segregation und Enthumanisierung, Zuschreibung von Minderwertigkeit. So entsteht die Legitimation mit diesen im gleichen Atemzug pauschalisiert konstruierten Gruppen in einer Art und Weise zu verfahren, die den Menschenrechten widerspricht, dem, wie wir behandelt werden wollen und zu behandeln sind.

In das sprachliche Segregieren und Konstruieren minderwertiger „problematischer“ Gruppen greift laufend die „Verwaltung“ dieser Gruppen, dh. die: „Organisation, wie mit diesen Gruppen zu verfahren sei„.
Das ist eine „Verwaltung der Angehörigen solcher Gruppen“, die standardisiert werden will und die legitimiert werden muss. Am besten wird das bewerkstelligt, in dem die Verwaltung dieser Gruppen in gesatzes Recht gegossen wird. Damit ist das dann auch vollkommen legalisiert. Alles ist rechtens.

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Eine Podiumsdiskussion und Benefizveranstaltung wider die Weihnachtsmärchen der behaupteten Armutsbekämpfung.

In der Fachbuchhandlung des ÖGB-Verlags erörtern DiskutantInnen wie Michaela Moser von der Armutskonferenz und der Sozialexperte Bernhard Achitz vom ÖGB konkrete Antworten zu brennenden sozialen Fragen wie

  • Wie sieht es tatsächlich mit der Armut in Österreich aus?
  • Welche Bevölkerungsgruppen sind besonders gefährdet?
  • Wo ist der ganze Reichtum, der uns zu einem der zehn reichsten Länder der Erde macht?
  • Wer sorgt dafür, dass fair geteilt wird – und welche konkreten Ansätze werden dazu verfolgt?

weitere Informationen gibt s hier beim ÖGB Verlag.

Sexworker News berichtet, dass bloggende Sexworker, internetvernetzte Prostituierte und Sexwork-Aktivisten auf der Blogger Conference Germany bcg2009.deKonferenz der unabhängigen Medien“ nicht als sichtbar verlinkter Blog und Website erwünscht sind.

Aus dubiosen Gründen werden politisch aktive Sexworker offenbar im Netzwerk der sonst so freiheitsliebenden BloggerInnen- und Internetszene ausgeschlossen.
Sexworker.at schreibt:

Die Computer-Nerds, Internet-Programmierer und Medien-Aktivisten des digitalen Zeitalters hegen diffuse Berührungsängste zu ihren Schwestern und Brüdern im ‘ältesten’ Gewerbe. Ihre Bemühungen sich mit Internet-Anwendungen für die Anerkennung gleicher Bürgerrechte und nichtkriminalisierter Berufsausübung einsetzen und gegen hegemoniale Falschdarstellungen in Öffentlichkeit und Massenmedien, ihre oft tabuisierte, ungehörte eigene Sichtweise mitzuteilen werden vom Veranstalter der Blogger Konferenz Berlin im Vorfeld ersteinmal ausgeblendet.
Der Weg zu einer digitalen Avantgarde scheint noch weit. Bisher scheint man lieber selektiv und distanziert statt gemeinsam für Demokratie und Freiheit einzutreten.

Dem kann ich mich nur anschließen. „Double Standards“ und Scheinmoral sind das, sonst nichts. 😳

In dieStandard findet sich ein interessanter Beitrag über Sexarbeit, die Dienstleistung ohne Rechte, aber mit vielen Pflichten. 85 – 90 Prozent der Sexarbeiterinnen in Österreich sind Migrantinnen. Der dieStandard-Text analysiert den Opferdiskurs, der bei diesem Thema immer schnell, viel zu schnell aufkommt. Mehr zum Thema findet sich im Blog Sexworker News (der sich neu nun auch auf der Blogroll der Santa Precaria findet) und authentische Positionen der Sexarbeiterinnen bietet, die in Mainstream-Medien kaum vorkommen. Sexworker.at ist übrigens die größte deutschsprachige Community zum Thema Sexarbeit.

Anlässlich des internationalen Tages der Pflege- und Betreuungsberufe am 12. Mai 2009 dokumentieren wir hier eine Aussendung von maiz – Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen aus Linz.

Weltweit wurde gestern, am 12. Mai der Internationale Tag der Pflege-und Betreuungsberufe gefeiert. Dieser Tag soll an „den wertvollen Beitrag, den PflegerInnen für die Gesellschaft leisten“ erinnern.
Wir nehmen diesen Tag zum Anlass um den Fokus auf die globale Frage der Situation von Migrantinnen zu lenken und beziehen uns dabei auf einen noch viel breiter gefassten Begriff der Pflege. Pflege schließt vor allem für Migrantinnen eine reihe weiterer bezahlter Dienstleistungen mitein, die im aktuellen Kontext der Globalisierung von (prekären) Arbeitsverhältnissen stark beeinflusst und großteils Ergebnis der vielfältigen Umgestaltung des Produktionsprozesses in postfordistischen Gesellschaften sind. Mit der Vielfalt prekärer Existenzen nehmen auch Rolle und Anzahl von Migrantinnen in diesem Bereich rasant zu. Bestehende Arbeitsverhältnisse sind dabei überwiegend im Kontinuum „Sex-Fürsorge-Pflegearbeit“ angesiedelt.

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fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
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das Gebet an die Schutzheilige

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