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Quelle: yetzt

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Auf ATV wird am Mittwoch 31.3. bei “AmPunkt” über die Sinnhaftigkeit der österreichischen Arbeitsmarktpolitik diskutiert.

Fast eine halbe Million Österreicher sind ohne Job, obwohl sie Tag für Tag beim Arbeitsamt Schlange stehen. Die Politiker gaukeln uns die heile Welt vor: „Die Krise ist bald vorbei – Und: Wir werden Arbeitsplätze schaffen“ – lauten die Durchhalteparolen. Im Hintergrund werden Statistiken schöngefärbt, Arbeitslose in oft sinnlose Kurse gesteckt, die Unmengen an Steuergeld verschlingen. Sind die Politiker selbst am Ende mit ihrem Arbeitsmarkt-Latein?

Im Am-Punkt-Blog gibt es auch ein Voting, ob AMS-Kurse abgeschafft werden sollen. Eine komische Fragestellung finde ich, denn es geht da nicht um simples Ja oder Nein, sondern eher um Fragen der Qualität und Freiwilligkeit. Das war ja hier auch schon öfter Thema.

Auf dem Weg zur DienstbotInnengesellschaft? Prekäre Zeiten – prekäre Verhältnisse ist der Titel einer Tagung im Bildunghaus St. Virgil in Salzburg am 28. und 29. April 2010.

Weltweit lässt sich eine zunehmende Auslagerung von haushaltsnahen Dienstleistungen an MigrantInnen, StudentInnen und schlecht ausgebildete Personen erkennen. Einen Großteil dieser Gruppen stellen Frauen dar. Durch diese Auslagerung setzt sich die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung im Haushalt fort, und es entstehen neue Ungleichheiten unter Frauen, die entlang von Einkommen, Ausbildung, Ethnizität und Nationalität verlaufen.

Über dieses Thema sprechen u.a. Mascha Mödorin, Mag.ª Bettina Haidinger, Mag. Christian Felber und Ao. Univ.Prof.in Mag.a Dr.in Luise Gubitzer.

Zum Detailprogramm (PDF)

ARTE brauchte am 25. März 2010 eine Reportage über die Situation prekär Beschäftigter in Portugal.

„Zwangsarbeit“ nennen Portugiesen sarkastisch ihre Arbeit, für die sie mit den so genannten „grünen Quittungen“ entlohnt werden. Sie haben dieselbe Arbeit wie Festangestellte, doch Arbeitnehmerrechte haben sie keine. Die Krise hat das Problem noch verschärft.

Die Reportage kann hier angesehen werden.

Am Dienstag, 30. März, 19.00 findet eine prominent besetzte Podiumsdiskussion im Depot Café statt:

Während ihres Studiums leisten StudentInnen im Kunstbetrieb oft unbezahlte oder unterbezahlte Arbeit in Form von Praktika. Ähnlich prekäre Arbeitssituationen gehen auch viele junge AbsolventInnen ein, mit der Hoffnung, im Kunstfeld Fuß zu fassen. Eine derartige Arbeitssituation können sich meist nur diejenigen leisten, die über einen entsprechenden finanziellen Background verfügen, über Eltern, die somit indirekt den Kunstbetrieb sponsern.

Haben prekäre Beschäftigungsverhältnisse im Kunstfeld einen systemerhaltenden Stellenwert? Wie stellt sich die Situation für ArbeitgeberInnen dar?

Am Podium:

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Am Dienstag, 6. April 2010 findet in Wien ein PrekärCafe zum Thema Gewerkschaften und undokumentiertes Arbeiten statt.

Migrant*innen, denen aufgrund ihres Aufenthaltstatus der Zugang zu den formellen Sektoren des Arbeitsmarkts versperrt ist und die sich deshalb in seinen informellen Sektoren verdingen müssen, scheinen sich in einer Grauzone aus völliger Willkür und Rechtlosigkeit zu bewegen. Formen des Widerstands und der Gegenwehr sind zwar alltäglich, werden jedoch durch ihre Positionierung in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, ebenso wie durch ihren prekären Aufenthaltsstatus massiv erschwert. Und vielfach macht es den Eindruck, als wären die „undokumentierten ArbeiterInnen“ in ihren Arbeitskämpfen zwangsläufig auf sich gestellt und isoliert von gewerkschaftlichen Strukturen der Interessenvertretung und -artikulation.

Österreich führt Hartz-IV ein schreibt heute Telepolis angesichts der Debatte um die Mindestsicherung. Alternativen hätte die Armutskonferenz parat.

Am Freitag, 26. März 2010 findet von 09:00 – 10:00 vor dem Wiener Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse, ein Flashmob statt. An diesem Tag wird der Wiener Landtag mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ einen Initiativantrag der Wiener SPÖ beschließen, der Dinge wie „verwahrlostes Auftreten“ und gewerbsmäßiges Betteln unter Strafe stellt.

Weitere Infos:
Veranstaltung auf Facebook
Hintergrund bei Santa Precaria: Bodensatz der Gesellschaft
Beitrag im Augustin
Stellungnahme der Bettellobby Wien

Lumpenpack, Überflüssige, Gesindel (oder gleich Drecksgesindel), Aussatz, Bettelmafia, … Verwahrloste. Die Praktiken der Stigmatisierung von Menschen geht immer weiter und weiter und beständig neuen Höhepunkten zu.

Die Techniken der Stigmatisierung sind immer wieder die selben: sprachliche Kategorisierung und Segregation und Enthumanisierung, Zuschreibung von Minderwertigkeit. So entsteht die Legitimation mit diesen im gleichen Atemzug pauschalisiert konstruierten Gruppen in einer Art und Weise zu verfahren, die den Menschenrechten widerspricht, dem, wie wir behandelt werden wollen und zu behandeln sind.

In das sprachliche Segregieren und Konstruieren minderwertiger „problematischer“ Gruppen greift laufend die „Verwaltung“ dieser Gruppen, dh. die: „Organisation, wie mit diesen Gruppen zu verfahren sei„.
Das ist eine „Verwaltung der Angehörigen solcher Gruppen“, die standardisiert werden will und die legitimiert werden muss. Am besten wird das bewerkstelligt, in dem die Verwaltung dieser Gruppen in gesatzes Recht gegossen wird. Damit ist das dann auch vollkommen legalisiert. Alles ist rechtens.

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fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

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