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Klaudia hat mir die Doku als erste ans Herz gelegt, Andrea hat sie dann sofort eingebettet, sobald sie auf utube war, die zu den Tokio Freeters nämlich. Hiermit noch mals ans Herz gelegt, ans prekäre. Und heut ist dann ein Kommentar unter diesem Tokio Freeters Eintrag eingegangen, und ich denk mir, diese Aussendung der FAU kopieren wir hier zwecks besserer Sichtbarkeit als eigenen Eintrag rein:

Angesichts der enormen Zerstörungen durch das Erdbeben und die Tsunamisam 11. März 2011 sowie angesichts der nach wie vor drohenden nuklearen Katastrophe durch das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima I, hat die FAU-IAA beschlossen einen Hilfs- und Solidaritätsfond für prekäre ArbeiterInnen in Japan – den «Freeters Solidaritätsfond» ins Leben zu rufen. Den Rest des Beitrags lesen »

Sehenswerter Beitrag über IKEA: Kostensparen per Leiharbeit und Steuersparen per undurchsichtigem Firmenkonstrukt. Via.

Eine ISW-Studie im Auftrag der AK-Oberösterreich bestätigt, was Santa PrecaristInnen wissen: Leiharbeit ist bei weitem keine „normale“ Arbeit, wie „jede(?) andere“:

Zeitarbeit ist insbesondere für  un-/ und angelernte Arbeiter/-innen, eine Beschäftigungsform mit einem beträchtlichem Prekaritätspotential. Annähernd die Hälfte aus dieser Gruppe gibt an, innerhalb der letzten zwölf Monate zumindest einmal arbeitslos gewesen zu sein. Insgesamt gibt die Hälfte aller Zeitarbeiter/-innen an, weniger als Stammbeschäftigte des gleichen Tätigkeitsbereichs zu verdienen.

54 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Einkommen nur „gerade ausreicht“ und 15 Prozent sagen sogar, dass sie mit dem erzielten Einkommen aus Leiharbeit nicht auskommen.

Am häufigsten arbeiten Menschen aus Alternativenlosigkeit in Leiharbeit (44% der Befragten), bereits 10% wurden aus der Stammbelegschaft in eine Leiharbeitsfirma ausgelagert.

Quelle: AK-Oberösterreich

Für einen Teil der Befragten scheint Leiharbeit eine Möglichkeit darzustellen, aus niedrig entlohnten (Einzelhandel, Gastronomie usw.) in Branchen mit vergleichsweise hohem Lohnniveau (Metall- und Fahrzeugindustrie usw.) zu wechseln – auf Kosten der Qualifikation, denn sie werden überwiegend als Anlernkräfte beschäftigt.

Auch scheint sich Leiharbeit zu einer Dauereinrichtung zu entwickeln: Etwa die Hälfte der Befragten arbeitet bereits mindestens vier Jahre, 17 Prozent sogar seit mehr als 10 Jahren als LeiharbeitnehmerIn.

ArbeitnehmerInnenrechte und Schutzbestimmungen werden regelmässig umgangen: 40% gaben an, zumindest ein mal eine falsche Lohnabrechnung bekommen zu haben, 37%, dass Krankenstand zur Kündigung führt, ein Fünftel, dass sie zu niedrig eingestuft seien.

Eine umfangreichere Zusammenfassung der Studie ist in den Pressekonferenzunterlagen der AK-Oberösterreich zu finden, im Detail werden die Studienergebnisse in der WISO-Ausgabe 04/2010 publiziert.

Leiharbeit. Die Erklärmaus von Extra 3 weiß, warum nur ein freier Mitarbeiter ein guter Mitarbeiter ist und erklärt, warum sich Lohnsklaverei grad wieder lohnt.

Weniger lustig sind die Berichte der Gewerkschaft zu Schlecker. Das Magazin der GPA-djp „Kompetenz“ hat sich 2009 immer wieder mit Schlecker in Österreich befasst und einige Artikel am „Kompetenz“ – Blog auch online gestellt:

und auch mit Schlecker-Bezug:

Wieder einmal Format: In der Ausgabe vom 24. Juli 2009 findet sich ein recht differenzierter Beitrag Typisch atypisch inklusive sieben Beispielen und einem kurzem Interview mit ÖGB-Präsident Erich Folgar, das leider online nicht verfügbar ist, aber auch keine wirklich neuen Aussagen des ÖGB zum Thema bringt. Es bleibt bei der Kritik mangelnder sozialen Absicherung, die mit atypischer Beschäftigung verbunden ist – Perspektiven habe ich keine herausgelesen.

Interessant sind auch die Zahlen: Die Anzahl steigt, ob freiwillig oder nicht.
Bezeichnend finde ich es allerdings, dass bei den Einkommensunterschieden von 2000 Euro im Monat ausgegangen wird beim Vergleich von Angestellten und freien DienstnehmerInnen. Viele Atypische wären froh, wenn sie das je verdienen würden, ich kenne genügend Leute, die froh wären, wenn sie fast 100 Euro am Tag verdienen würden im Schnitt und nicht nur 20 oder 30 Euro.

Leiharbeit, auch Personalleasing oder Zeitarbeit genannt, nimmt in den letzten Jahren immer mehr zu. Während zunächst industrielle Einsatzbereiche dominierten, findet sich Leiharbeit seit geraumer Zeit auch im Dienstleistungssektor. LeiharbeiterInnen sind im Betrieben tätig, aber doch irgendwie nicht wirklich dabei. Es überrascht nicht, dass LeiharbeiterInnen jetzt in der Wirtschaftskrise, die ersten sind, die gehen müssen.

Darum hat die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung eine Unterschriften-Kampagne zur Sicherstellung der Finanzierung einer Arbeitsstiftung für LeiharbeiterInnen gestartet. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber doch sinnvoll.

Auf Ö1 gibt es am Dienstag, 14. April 2009 um 17.09 Uhr in der Sendung „Moment leben heute“ einen Einblick in die aktuelle Situation von LeiharbeiterInnen (via Mailingliste Ultraelastisch):

Zeitarbeiter, auch Leiharbeiter genannt, waren die ersten, die den Abschwung zu spüren bekamen. Als die Schlagzeilen im vergangenen Sommer noch nicht von Krise, sondern nur von Turbulenzen in den USA sprachen, verloren in Österreich die ersten Zeitarbeiter ihren Job. Inzwischen haben sie es selbst in die Schlagzeilen geschafft. Gewerkschafter und Sozialminister fordern eine Stiftung für arbeitslose Zeitarbeiter.
Derzeit sind rund 35.000 Zeitarbeiter ohne Job. Wie es sich als Leiharbeiter mit geringer Hoffnung auf Arbeit lebt.

Ein Überblick über den Stand atypischer Beschäftigung in Österreich. Der Überblick geht auf die besonders Betroffenen ein – zumeist Frauen –, nennt strukturelle Folgen atypischer Beschäftigung und zeigt Risiken auf.
Die Präsentation kann als PPT herunter geladen werden.

Weitere Daten, Fakten, Informatives und auch weitere PPT-Präsentationen sind auf unserer Seite ad ‚Prekarität‘ aufgeführt.

fair statt prekär

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das Gebet an die Schutzheilige

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