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freiheit und prekarität
Letztes Wochenende ging die Verstaltung „Freiheit und Prekarität“, auf die ich in diesem Blogbeitrag hingewiesen habe, über die Bühne. Am Vernetzungstag kulturschaffender Frauen und beim Symposium der feministischen Wissenschaftlerinnen ging es um die aktuelle Lebensituation von Frauen in Kunst, Kultur und Wisssenschaft, die weitreichend von Prekarität geprägt ist.
Alle, die nicht dabei waren, können die Ergebnisse bei den Freien Radios nachhören; das ergibt eine kräftige Podcast-Füllung zum Thema:

Eine schriftliche Dokumentation stellen die VeranstalterInnen für Frühjahr 2009 in Aussicht.

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zuerst zum 2. Dezember. Da findet das Symposium

Prekarisierung – Veränderungen in der Arbeitswelt

Dienstag, 2. Dezember 2008, 9.00 Uhr
AK Bildungszentrum, Großer Saal

Diese Veranstaltung gibt Menschen, die sich in der ArbeitnehmerInnenvertretung, in der Arbeitswelt und in der Wissenschaft mit dem Thema Prekarisierung beschäftigen, Raum für Diskussion, Gedankenaustausch und Vernetzung.
Ziel der Veranstaltung ist, konkrete politische Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Das Programm (pdf) gibt es hier herunter zu laden. Anmeldungen sollten bis zum Di, 25.11. eingehen.

Zwei Tage darauf, am Do, 6.12. gibt es dann eine interessante Buchpräsentation in der ÖGB-Fachbuchhandlung:

Zwischen Wischmopp und Laptop

kommt bekannt vor? Jup, das Buch geht auf eine Veranstaltung zurück und von der wurde hier schon berichtet.

Weitere Informationen zur Buchpräsentation gibt es im Blog der Gewerkschaftsschule Wien!

Faymann

Eine Volltextsuche nach den Stichworten „prekär“, „Prekarität“ und „atypisch“ im 263 Seiten starken Regierungsprogramm hat ergeben, dass offenbar Prekarisierung von Arbeit kein Thema für unsere neue Bundesregierung ist.

„Atypisch“ kommt einmal vor – aber im Zusammenhang von atyischen Frauenberufen. „Flexibiliät“ ist schon öfter zu lesen, aber nur im Kontext mit der Verwaltungsreform.

Wer sich selbst von diesen traurigen Tatsachen überzeugen will, kann das Programm von SPÖ und ÖVP beim Standard downloaden.

Die in diesem Blogeintrag erwähnte Studie des BMUKK zur sozialen Lage der KünstlerInnen wurde nun auch offiziell seitens des Ministeriums bekanntgegeben und kann auf der Website der BMUKK heruntergeladen werden. Mehr zu diesem Thema auch in meinem Blog.

Ein Hinweis auf ein schon länger abgeschlossenes Projekt: flexible@art.
Ich denke es ist, trotzdem für manche Fans der Santa Precaria von Interesse.

Beim Forschungsprojekt flexible@art der Kunstuniversität Linz ging es um das Spannungsverhältnis zwischen Flexibilität und Prekarität bei den Arbeitsbedingungen und -verhältnissen von KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen. KooperationspartnerInnen waren das Institut für bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz, die Kupf – Kulturplattform OÖ, das Forum Freunde und AbsolventInnen der Kunstuniversität Linz, FIFTITU% – Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur, LIquA – Linzer Institut für qualitative Analysen, die ÖH an der Kunstuniversität Linz, das Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik an der Johannes Kepler Universität, Radio FRO und die Abteilung für Kunst- und Kultursoziologie – Stabstelle für Projektkoordination Kunst- und Forschungsförderung an der Universität für Angewandte Kunst Wien.

Näheres ist auf der Projekthomepage nachzulesen. Interessant ist da sicher das Glossar zum Thema. Restexemplare der flexible@art Publikation (Foto) können bei der Kunstuniversität Linz angefordert werden.

Im Zuge dieses Projekts wurde als nachhaltiges Ergebnis auch die Website http://www.kultur-jobs.at entwickelt, die über aktuelle Stellenausschreibungen (keine prekären Jobs, unbezahlte Praktika etc.) und Aktivitäten in Oberösterreich im Kontext des Themas Kultur und Arbeit informiert.

Präsentation der AUGE/UG-Broschüre “STOPP BURN-OUT” nun auch in Niederösterreich!

Donnerstag, 20. November 2008, 19:00 Uhr – ca. 21.00 Uhr
Ort: Arbeiterkammer St. Pölten
3100 St. Pölten (gleich hinter dem Bahnhof), Gewerkschaftsplatz 1

Es informieren und diskutieren:

Christian Aichmayr, Mitautor der Broschüre STOPP BURN-OUT
Mag.a Margit Burger, Psychologin, Interwork
Mag.a Irene Wladar, Psychologin, Institut für berufliche Integration (IBI) NÖ

Veranstalterinnen:
AUGE/UG Niederösterreich
Katholische ArbeitnehmerInnen-Bewegung
Betriebsseelsorge St. Pölten


Hier können Sie die Einladung herunterladen.

Die Gratis-Broschüre STOPP BURN-OUT kann ab SOFORT unter auge@ug-oegb bestellt werden.

Kulturrat Österreich

Noch vor den Neuwahlen gelang es dem Kulturrat Österreich im Rahmen einer Pressekonferenz eine vom BMUKK unter Verschluss gehaltene Studie zu veröffentlichen:

Die vom bm:ukk in Auftrag gegebene Studie zur sozialen Lage der KünstlerInnen offenbart eine dramatische Armut: 37% leben von einem Jahresgesamteinkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze. Die Zahlen und Fakten des Rohberichts sind alarmierend und zeigen dringenden Handlungsbedarf statt Stillschweigen über die Ergebnisse der Studie.
Der Kulturrat Österreich ruft die verantwortlichen PolitikerInnen auf, Position zu beziehen und endlich mit der längst überfälligen Arbeit an der Verbesserung der sozialen und ökonomischen Lage von Kunstschaffen zu beginnen – unter Einbeziehung der Interessenvertretungen!

Daniela Koweindl, Sprecherin der IG Bildende Kunst, schreibt dazu weiter in der KUPF-Zeitung:

Auf 12.400 Euro beläuft sich das so genannte jährliche Äquivalenzeinkommen von KünstlerInnen. Damit ist die Armutsgefährdungsquote von Kunstschaffenden dreimal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung und fünfmal so hoch wie jene der Erwerbstätigen in Österreich.
Dazu kommt: das Gesamteinkommen von Künstlerinnen ist im Schnitt um 30% niedriger als jenes von Künstlern (und entspricht der geschlechtsspezifischen Einkommensdifferenz in der Gesamtbevölkerung). Die Einkommensdifferenz aus künstlerischer Tätigkeit liegt sogar bei 35%. 10% der StudienteilnehmerInnen erzielen gar kein Einkommen aus der künstlerischen Tätigkeit, 55,3% weniger als 5.000 Euro jährlich und insgesamt 74,9% bleiben immer noch unter 10.000 Euro. Doch KünstlerInnen leben nicht vom künstlerischen Einkommen allein: Gut drei Viertel sind mehrfach beschäftigt und gehen zumindest einer weiteren (kunstnahen und/oder kunstfernen) Beschäftigung nach. Lediglich 24% sind ausschließlich künstlerisch tätig.

Angesichts dieser Tatsachen ist klar, wie dringend da der Handlungsbedarf ist. Das sagen allerdings die Intessensvertretungen der Kulturschaffenden schon lange. Offenbar will niemand zu hören – ob das jetzt, nach der Neuwahl, besser wird?

Freiheit und Prekarität

Die Prekarisierung von Arbeit und Leben nimmt zu. Materielle Verarmung, Vereinzelung und Spaltung der Gesellschaft sind (absehbare) Folgen dieser Entwicklung und machen eine Vernetzung von Initiativen und Handlungsansätzen notwendig.

Die zweitägige Veranstaltung Freiheit und Prekarität will Forum sein und Raum bieten für Reflexionen und Strategien zwischen Ökonomie, Gesellschaftspolitik und Philosophie, für Diskussionen, für Ergebnis und Nachhaltigkeit, für Praxis und Erfahrung.
Ziel ist ein wissenschaftlicher, künstlerischer, kultureller, zivilgesellschaftlicher, politischer und in jedem Fall feministischer Austausch zwischen AkteurInnen, Berufsgruppen und Regionen, um auf dieser Basis handlungsorientierte Konsequenzen ziehen zu können.

Programm:
Freitag, 21. November 2008
Bundesvernetzung von Frauen in Kunst und Kultur, Filmabend und Party
Samstag, 22. November 2008
Symposium des Verbands feministischer Wissenschafterinnen
Genaues Programm als PDF

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fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
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das Gebet an die Schutzheilige

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