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Gabi Stockmann Schöne neue Arbeitswelt Prekariat20 Menschen, die um wenig Geld, zeitlich befristet oder (schein)selbständig arbeiten müssen, erzählen in längeren biografischen Interviews vom Leben am Rand der Armut – denn das haben sie alle gemeinsam – und von ihren Hoffnungen und ihrer Realität, von ihren Kämpfen, Ängsten und Enttäuschungen.

Die Journalistin Gabi Stockmann hat die Interviews geführt und die Geschichten und Interviews in ein Buch zusammengefasst:

Schöne neue Arbeitswelt?
20 Interviews aus dem Prekariat

Zur Buchpräsentation lud die Arbeiterkammer Niederösterreich am 3. Mai in die Vöslauer Startbahn südlich von Wien. Publikum kam in Scharen, das Thema brennt immer mehr Menschen unter den Nägeln. Gabi Stockmann erszählte im Interview mit ihrem Verleger Hans Michael Salvesberger vom Werdegang des Buches. Als Journalistin hat sie der Blick hinter die Fassaden und auf die tatsächlichen Biografien, Leben und Interpretationen der in prekären Verhältnissen arbeitenden Betroffenen interessiert.

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In paar Wochen ist es wieder so weit: Mit der fünften MayDay-Parade in Wien sagen wir dem Prozess der Prekarisierung spielerisch den Kampf an!

Matt setzen lässt sich die Prekarität allerdings schon jetzt mit dem soeben erschienen Mobilisierungsplakat zur Parade: Über 40 Felder hinweg können berühmt-berüchtigte Magistratsabteilungen aus-, das AMS an die Wand und auch sonst so manch riskante Situation durchgespielt werden.

Deshalb: Go for it! Noch zu warten ist Wahnsinn!

auch der Papst unterstützt diesen Aufruf:

Aufruf zur MayDay «Atomisierung WegBassen» Parade in Wien … 😉

via schuldenhilfswerk.at

Die einen erwartet “Karoshi” – Tod durch Überarbeiten, die anderen können sich als “Freeters” im Internet-Café gerade noch eine Schlafbox leisten – das ganz normale Arbeitsleben in Japan …

“Freeter”, eine Wortschöpfung aus dem englischen “freetime” und der Endung des deutschen Wortes “Arbeiter”, bezeichnete laut ARTE in den 90er Jahren Aussteiger, die nicht – wie in Japan üblich – ihr ganzes Leben einer Firma widmen wollten, sondern sich lieber mit Minijobs durchschlugen, um mehr Zeit zur freien Verfügung zu haben. Heute benennt es (hauptsächlich) junges Jobpräkariat, das in der japanischen Leistungsgesellschaft auch zu extrem hohen Selbstmordraten unter jungen Leuten führt. Einfach “zu verweichlichte Jugend”, wie es ein Japaner in der Dokumentation “Tokyo Freeters” meint?

Via ArbeitsKlimaWandel. Weitere Videos.

Sachen gibts, die gibts eigentlich nicht. Leider doch. Das Land Steiermark vergibt Reisekostenzuschüsse für Wissenschaftler_innen und hat nun beschlossen, dass ausgerechnet Wissenschaftler_innen, die in prekären Verhältnissen (Werkverträge, externe Lektor_innen, ….) arbeiten, diese nicht mehr bekommen sollen. Wer das auch mehr als absurd findet, kann hier dagegen unterschreiben.

Unterschreiben

am Donnerstag, 2. Dezember 2010, 19:00 im Depot in Wien, eine Veranstaltung des Gender Initiativ Kollegs mit einem Vortrag von Isabell Lorey, Gastprofessorin am Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien:

Gouvernementale Prekarisierung und existentielle Verletzbarkeit

In welchem Verhältnis steht soziale, ökonomische und politische Prekarisierung zur existenziellen Verletzbarkeit eines jeden Lebens? Was kann Judith Butler mit ihren Ausführungen über grundlegende Gefährdetheit zur aktuellen Problematisierung von Prekarisierung beitragen? In wiefern ist diese Prekarisierung als ein neoliberales Regierungsinstrument zwischen Gehorsam und politischer Handlungsfähigkeit zu verstehen? Wie kann Selbstregierung zu einer widerständigen Praxis werden?

gute Aktion, schönes Video:

Auszug:

Hiermit erstatten wir, die Unterzeichner, Strafanzeige gegen alle
Mitglieder der amtierenden Bundesregierung und gegen Unbekannt, da auch
andere Außenstehende an den aktuellen Vorgängen beteiligt sind. Den Rest des Beitrags lesen »

und wenn hier von Kröt€n geschrieben und gesprochen wird, so sind nicht etwa Almosen, milde Gaben und Gnadenakte an die Prekarisierten gemeint. Nein, wir reden ernsthaft von Kröt€n, die da jetzt endlich wandern sollen. Unseren Kröt€n, damit das klar ist, die schon lang und längst wandern müssten und hätten sollen und zu wandern haben.

Wir reden zehnstellig, klar?

Kröt€n her

Kröt€n her

Wir reden von zehnstelligen Kröt€nbeträgen, von Beträgen, Plural, verstanden?

Her mit der Sozialmilliarde!

Her mit der Bildungsmilliarde!

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Eine ISW-Studie im Auftrag der AK-Oberösterreich bestätigt, was Santa PrecaristInnen wissen: Leiharbeit ist bei weitem keine „normale“ Arbeit, wie „jede(?) andere“:

Zeitarbeit ist insbesondere für  un-/ und angelernte Arbeiter/-innen, eine Beschäftigungsform mit einem beträchtlichem Prekaritätspotential. Annähernd die Hälfte aus dieser Gruppe gibt an, innerhalb der letzten zwölf Monate zumindest einmal arbeitslos gewesen zu sein. Insgesamt gibt die Hälfte aller Zeitarbeiter/-innen an, weniger als Stammbeschäftigte des gleichen Tätigkeitsbereichs zu verdienen.

54 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Einkommen nur „gerade ausreicht“ und 15 Prozent sagen sogar, dass sie mit dem erzielten Einkommen aus Leiharbeit nicht auskommen.

Am häufigsten arbeiten Menschen aus Alternativenlosigkeit in Leiharbeit (44% der Befragten), bereits 10% wurden aus der Stammbelegschaft in eine Leiharbeitsfirma ausgelagert.

Quelle: AK-Oberösterreich

Für einen Teil der Befragten scheint Leiharbeit eine Möglichkeit darzustellen, aus niedrig entlohnten (Einzelhandel, Gastronomie usw.) in Branchen mit vergleichsweise hohem Lohnniveau (Metall- und Fahrzeugindustrie usw.) zu wechseln – auf Kosten der Qualifikation, denn sie werden überwiegend als Anlernkräfte beschäftigt.

Auch scheint sich Leiharbeit zu einer Dauereinrichtung zu entwickeln: Etwa die Hälfte der Befragten arbeitet bereits mindestens vier Jahre, 17 Prozent sogar seit mehr als 10 Jahren als LeiharbeitnehmerIn.

ArbeitnehmerInnenrechte und Schutzbestimmungen werden regelmässig umgangen: 40% gaben an, zumindest ein mal eine falsche Lohnabrechnung bekommen zu haben, 37%, dass Krankenstand zur Kündigung führt, ein Fünftel, dass sie zu niedrig eingestuft seien.

Eine umfangreichere Zusammenfassung der Studie ist in den Pressekonferenzunterlagen der AK-Oberösterreich zu finden, im Detail werden die Studienergebnisse in der WISO-Ausgabe 04/2010 publiziert.

fair statt prekär

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das Gebet an die Schutzheilige

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