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Zu einer ungewöhnlichen Protestform griffen heute Aktivisten der Grazer Arbeitslosenmafia: Sie strippten vor dem AMS, um darauf aufmerksam zu machen, was das AMS von arbeitslosen Menschen einfordert, damit jemand als „arbeitswillig“ gilt. Das Video:

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talSeit mehr als 10 Jahren begehen AUGE/UG und Wiener Grüne am Tag vor dem „Tag der Arbeit“, also am 30.4., ihren mittlerweile traditionellen „Tag der Arbeitslosen“, u.a. mit einem

politischen Straßenfest

* 30.04.2009, ab 15:00 Uhr
* Keplerplatz, 1100 Wien

Das Programm:

  • 15:00 Uhr: Begrüßung
  • 15:05 Uhr: Polit-talk mit Klaudia Paiha (AUGE/UG-Spitzenkandidatin zu den Wiener AK-Wahlen) und NR Karl Öllinger
  • 15:30 Uhr: VASCO VAQUERO (Country aus den Prärien von Favoriten)
  • 16:00 Uhr: Reverend Billy!
    Der Schauspieler und Performancekünstler „missioniert“ bei seinen „Einkaufsinterventionen des Stop Shopping“ in New York, wo er in Cafeterias, Disneyläden und an anderen öffentlichen Orten des Konsums gegen den Einkaufswahn auftritt.
    Der Globalisierungsgegner verbindet in seiner Arbeit Ideen des sozialen und politischen Wandels mit verschiedenen Konzepten von Straßentheater. Reverend Billy wird – von der Green Party unterstützt – als New Yorker Bürgermeister kandidieren.
  • 16:30 Uhr: Polit-talk mit StRin Monika Vana und NRin Ulrike Lunacek, Klaudia Paiha und SR David Ellensohn
  • 17:00 Uhr: STERZINGER solo – gesang accordeon storytelling
  • 17:45 Uhr: Polit-talk
  • 18:05 Uhr: KURDEKI & JIYAN (hiphop)
  • 18:30 Uhr: BLACK OUT (hiphop)
  • 20:00 Uhr: IT’S A FREE WORLD im KEPLERKINO

In den letzten Monaten häufen sich Erfahrungen und Erzählungen wie diese:

Ich bin vom AMS gekommen, das Möbelhaus brauche dringend viele neue MitarbeiterInnen. Nach 3 bis maximal 5 Minuten Vorstellungsgespräch wurde schon ein „Schnuppertag“ angeboten. Da kann man auch die Firma kennen lernen und sehen, ob es mir hier gefällt, ob die Arbeit etwas für mich ist. Und man lerne auch die Bewerber besser einzuschätzen.

So, gut und schön. Nur das es sich um ganzes MitarbeiterInnen-Casting gehandelt hat. Wir waren wohl an die hundert, hauptsächlich Frauen. Einige sind vom AMS geschickt worden. Den Meisten von uns hat man die Schnuppertage angeboten, so dass es bald nur mehr um die Einteilungen ging, wer von uns BewerberInnen wann einen Schnuppertag machen sollte.
(Manche haben dann übrigens mehrere gemacht,)

Interessanter Weise hat dann NIEMAND eine Anstellung bekommen!!
Aber klar, das Unternehmen hat alles zusammen viele Arbeitstage des Regal Schlichtens, der Lagerarbeiten, des Aufräumens bekommen, ganz gratis. Das ist doch Betrug!

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Am 30. April, dem Tag der Arbeitslosen, erhebt auch heuer wieder die Veranstaltungs-Gemeinschaft „Tag der Arbeitslosen“ (TdAL) am Linzer Taubenmarkt die Stimme für Arbeitslose – und für jene, die nicht in der AMS-Statistik aufscheinen. Verteilt werden „Arbeitsplätzchen“ (siehe Foto). Die Forderungen

– Erhöhung des Arbeitslosengeldes
– Ausbildung mit Berufsabschluss statt endlose Bewerbungstrainings
– Abschaffung ungerechtfertigter Bezugssperren
– Faire Verteilung der vorhandenen bezahlten Arbeit
– Schluss mit Vorurteilen und Diskriminierung.

betreffen besonders Menschen in prekären Verhältnissen.

Mehr Informationen

oder

Die (Nicht)Vereinbarkeit von selbstständiger/unselbstständiger Arbeit und Arbeitslosenversicherung

Dienstag 12.5.2009, 19 Uhr
Literaturhaus Wien Seidengasse 13, 1070 Wien

Am Podium (angefragt):

  • Rudolf Hundstorfer (Sozialminister)
  • Daniela Koweindl (Kulturrat Österreich)
  • Reinhold Mitterlehner (Wirtschaftsminister)
  • Claudia Schmied (Unterrichtsministerin)

Statt der angekündigten besseren Vereinbarkeit von selbstständiger und unselbstständiger Arbeit verursachen Änderungen in der Arbeitslosengesetzgebung (und in den AMS-Richtlinien) das Gegenteil: Aktuelle Strukturmaßnahmen bewirken Anspruchsverluste trotz aufrechter Versicherung, sowie potentielle Rückzahlungen, verhindern bezahlte Arbeit und fördern Armut. Mehr …

Gespräch mit den politisch Verantwortlichen über Hintergründe, Ziele und weitere Reformvorhaben zum ALVG.

Eine Veranstaltung des Kulturrat Österreich.

Kreuz

Das ArbeiterInnen-BegegnungsZentrum ABZ in Salzburg lädt am 30.April, dem Tag der Arbeitslosen, ab 18.00 Uhr zu einem Fest ein. Das Arbeitslosen-Kreuz an der Außenwand des ABZ in Itzling ist ein Mahnmal der Solidarität. Aus der Einladung:

Die Arbeitslosigkeit explodiert. Im März waren in Österreich offiziell 271.127 Personen arbeitslos. Dem stehen 27.439 offene Stellen gegenüber. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,5%. 62.880 Personen sind in Schulungen. In Salzburg stieg die Arbeitslosenquote von 3,2% im Vorjahr heuer auf 5,2%.

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Die auf diesem blog angekündigte Diskussion derStand.punkt widmete sich diesmal dem Thema „Endstation Armut – Sozialstaat in der Krise?“

Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. Und dennoch leben eine Million Menschen trotz Erwerbstätigkeit an oder unter der Armutsgefährdungsschwelle. Fast eine halbe Million Menschen leben in manifester Armut. „Ist etwas faul im Sozialstaate Österreich?“ Diese Fragen stellten sich Moderatorin Anita Zielina und ihre Gäste bei der dritten Diskussionsrunde von derStand.punkt auf okto und derStandard.at.

Einen Bericht der Veranstaltung mit Video findet ihr hier.

So, 26.4.2009,  ab 10 Uhr

AUGE/UG – Filmmatinee: „It s a free world“

im Admiral-Kino, 7., Burggasse 119

AUGE/UG und die Grünen Wien laden ein zur Filmmatinee  zum Auftakt der Filmtage im Vorfeld des Tags der Arbeitslosen am 30.4.

Programm:

Kaum einem Regisseur gelingt es zur Zeit so konsequent, in seinen Geschichten die Strukturen einer Welt offenzulegen, in der Verantwortung und Solidarität verschwunden sind. Packend und eindringlich erzählt Ken Loach ein hervorragend besetztes Drama zwischen Wirtschaftskrimi und Familiengeschichte.

  • im Anschluss:  Diskussion unter dem Thema „Mehr Gerechtigkeit im Börsel“ mit:

Kathrin Pelzer (Frauensolidarität)
Klaudia Paiha (AUGE/UG)
Karl Öllinger (Grüne, Abg.  zum Nationalrat)
David Ellensohn (Grüne, Stadtrat Wien)

Eintritt frei!

Logo

joe_arbeitslos, Josef Naderer, ein 44-jähriger Unternehmensberater ist arbeitslos und dokumentiert im Blog Joe und Job-TransFair seine Vermittlung durch das AMS zu einem privaten Job-Dienstleiter:

Dies ist ein Blog über meine Vermittlung zum privaten Dienstleister „Job-Transfair“ und die daraus gewonnenen Erkenntnisse. Da sich ja Mythen um diese Dienstleister ranken und die Rechtssituation ungeklärt ist (darf das AMS zu diesen Organisationen zuweisen, ist das alles „gewollt“ bzw „abgesprochen“). Nun wir werden sehen, was das nächste Monat bringt.

Aktuell ist die Dokumentation bei Tag 5 – der Blog gewährt Einblicke in eine Welt von Skurrilitäten, die sich arbeitslose Menschen in Österreich mitmachen müssen.

Im Nationalrat hatte der Sozialminister vor gut zwei Monaten noch zugestanden, dass „eine Erhöhung der Netto-Ersatzrate, die in Österreich bei 55 % liege, wünschenswert wäre„. Aber schon da hatte er gleichzeitig abgewinkt, „weil die Budgetmittel dafür aber nicht vorhanden seien„.

Jetzt lautet die Begründung anders und zu der sagt Klaudia Paiha in einer Presseaussendung,

„Sozialminister Hundstorfers heutige Absage an eine generelle Erhöhung des Arbeitslosengeldes ist zutiefst zynisch,“

Anders kann wohl Sozialminister Hundstorfers Aussage zur Höhe des Arbeitslosengeldes beim Ö1-Morgenjournal am 23.4.09 nicht bezeichnet werden:
Auf Nachfrage des Journalisten meinte er, eine Erhöhung der Netto-Ersatzrate beim Arbeitslosengeld auf 60% sei nicht notwendig, weil die BezieherInnen von niedrigen Einkommen ohnehin schon auf diese Höhe kämen.

Bei einem durchschnittlichen Arbeitslosengeld von Euro 756,-/Monat (2008) und einer durchschnittliche Notstandshilfe von Euro 588,-/Monat kann das ja wohl nur zynisch sein.

Der Herr Minister hat wohl monatlich ein bisschen mehr zum Leben … 👿

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
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das Gebet an die Schutzheilige

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