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Der Blog Arbeitsvertrag berichtet, dass das Europäische Parlament sich gegen unbezahlte Praktika stark macht.

In einer am Dienstag im Plenum angenommenen Resolution spricht sich die Straßburger Volksvertretung für die Schaffung einer Europäischen Qualitätscharta mit Mindestanforderungen für Praktika aus, darunter auch eine “Mindestzuwendung basierend auf den Lebenshaltungskosten am Praktikumsort”. Verfasst wurde der Bericht von der jüngsten EU-Abgeordneten, der 26-jährigen dänischen Grünen Emilie Turunen.

Praktikanten sollen zudem einen Versicherungsschutz und Sozialleistungen erhalten. Praktika sollen Teil der Ausbildung sein “und keine realen Arbeitsplätze ersetzen”, heißt es in der Resolution weiter. Daher sollten sie zeitlich begrenzt sein, die Tätigkeit und die zu erwerbenden Qualifikationen sollen klar ersichtlich sein.

Besonders interessant ist auch, dass die EU im eigenen Bereich anfangen und die eigene Praxis, unbezahlte Praktika in den EU abstellen will. Na, da bin ich mal gespannt, ob das bei schönen Worten bleiben wird oder ob hier verbildliche Regelungen folgen …

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Auf mokant.at findet sich ein interessanter Beitrag zu unbezahlten Praktika, auch im öffentlichen Dienst: Service oder Ausbeutung?

Vor dem Deckmantel einer Ausbildung beschäftigen Unternehmen vielfach schlecht bezahlte Praktikanten als Ersatz für Vollzeitarbeitskräfte.

So argumentiert auch das Aussenministerium.

8. Jahrgang der Evangelischen Journalistenschule, Jebensstraße 3, 10623 Berlin, Kontakt: dauer@praktikant.de

An
Die Medien
Fernsehstraße 1
11111 Radiohausen

Betreff: Praktikum Berlin, 3. März 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind sehr inspiriert von Ihrer Anzeige für eine drei- bis sechsmonatige Mitarbeit in Ihrem jungen, dynamischen Team.

Und das bringen wir mit: ein abgeschlossenes Hochschulstudium, ein Volontariat und Praktika in allen journalistischen Bereichen. Wir sprechen nicht nur fließend Englisch und Französisch, sondern auch Spanisch und Russisch; wir haben mehrere Auslandsaufenthalte hinter uns. Was uns gegenüber anderen Bewerbern besonders auszeichnet? Innerhalb kürzester Zeit finden wir Experten und Protagonisten für eine Geschichte und wechseln währenddessen problemlos mindestens zweimal unseren Arbeitsplatz. Selbstverständlich erledigen wir nebenbei die gleiche Arbeit wie ihre festangestellten Redakteure – bloß schneller.
Außerdem haben wir vielseitige Erfahrungen im Umgang mit Betriebssystemen von Kaffee- und Spülmaschinen.

Wir sind äußerst teamfähig und – aufgrund jahrelanger Erfahrungen – darin geübt, den Platz als unterstes Glied in Redaktionshierarchien einzunehmen. Wir stehen gerne für Fehler der Redaktion gerade und halten in Konferenzen unseren Mund. Wir sprühen vor Tatendrang und Ideen, die wir gerne in die Redaktion einbringen würden. Gerne dürfen Sie oder Kollegen sich damit vor Chefredakteuren oder Ressortleitern profilieren. Wir legen nicht viel Wert darauf, mit unserem Namen angesprochen zu werden, Sie dürfen uns der Einfachheit halber mit „Praktikant“ anreden. Selbstverständlich übernehmen wir alle Fahrtkosten selbst, die uns im Zusammenhang mit Auftragsarbeiten entstehen. Mit großem Interesse haben wir gelesen, dass Sie die Stelle Vollzeit und unentgeltlich anbieten. Dies kommt uns sehr entgegen: Denn unsere Eltern wissen gar nicht, wohin mit ihrem Geld – und wir wissen nicht, wohin mit unserer Zeit.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns zu Ihrem dreitägigen Auswahlverfahren einladen würden.
Mit ergebenen Grüßen

Ihre Praktikanten

Text (ohne Copyright): Lilith Becker und Vera Pache

Entdeckt via wystrach auf Einloggen13 (hier als PDF)

Die GPA-Student_innen bieten eine neue Broschüre Ferienjob, Praktikum & Co an. Scheint nicht nur für Student_innen sehr praktisch zu sein, im Blog lässt sich diese auch gleich direkt durchblättern.

Am Dienstag, 30. März, 19.00 findet eine prominent besetzte Podiumsdiskussion im Depot Café statt:

Während ihres Studiums leisten StudentInnen im Kunstbetrieb oft unbezahlte oder unterbezahlte Arbeit in Form von Praktika. Ähnlich prekäre Arbeitssituationen gehen auch viele junge AbsolventInnen ein, mit der Hoffnung, im Kunstfeld Fuß zu fassen. Eine derartige Arbeitssituation können sich meist nur diejenigen leisten, die über einen entsprechenden finanziellen Background verfügen, über Eltern, die somit indirekt den Kunstbetrieb sponsern.

Haben prekäre Beschäftigungsverhältnisse im Kunstfeld einen systemerhaltenden Stellenwert? Wie stellt sich die Situation für ArbeitgeberInnen dar?

Am Podium:

Weiterlesen …

Die Broschüre “Werkvertrag & Co” der GPA-djp bietet einen Überblick über die verschiedenen atypischen Beschäftigungsformen und gibt somit Hilfestellung für sozial- und arbeitsrechtliche Fragen. Diese sind ja nicht immer einfach, darum ist das ein feines Angebot für die Orientierung im „Dschungel“.

Die Broschüre kann hier bestellt werden. Mitglieder der GPA-djp können die Broschüre hier downloaden.

Via Blog Arbeitsvertrag, wo es auch gleich eine praktische Voransicht gibt.

Neuerdings war ja in einem Kommentar die Rede davon, dass hier soviele negative Dinge berichtet werden. Heute gibt es erfreuliches zu berichten: Die Gewerkschaft GPA-DJP schreibt ein ordentlich bezahltes Praktikum im Bereich Öffentlichkeitsarbeit aus – eine feine Aktion gegen den Superpraktikantenschmäh der ÖVP.

Mit einem Besuch des Jägerballes können wir nicht aufwarten. Dafür mit dem hautnahen Erleben der Politik in einer großen Interessenvertretung.
Viele Unternehmen – und in jüngster Zeit auch Politiker – missbrauchen PraktikantInnen oft als billige Arbeitskräfte. Dabei erhalten die Betroffenen weder ein entsprechendes Entgelt noch kommen sie in den Genuss kollektivvertraglicher Rechte. Das muss sich ändern!

Mehr davon!

Eine berechtigte Frage! Doch keine Antwort unseres Herrn Vizekanzlers ….

Mehr zum Thema auf Santa Precaria

Die deutsche Kulturpolitische Gesellschaft startet eine neue Initiative „Faires Praktikum“ – darüber berichtet das Kulturmanagement Blog. Zudem gibts es einen Aufruf, diese Initiative via Unterschrift zu unterstützen.

Nachahmenswert auch in Österreich!

Der Superpraktikant der ÖVP geht in die nächste Runde. Die Anfangsphase des Votings ist beendet, jetzt geht es darum, wer Erwin Pröll an die Seite gestellt wird. Wer bis 15. jänner unter den ersten fünf gereiht ist, kommt in die „Final-Show“ im Privatsender ATV. Voten ist wieder täglich möglich!

Santa Precaria empfiehlt:
Martin Habacher will Pröll zeigen, wie der Perspektivenwechsel aus dem Rollstuhl aus auschaut.
Klaus Werner-Lobo bietet sich als Hofnarr für den Vizekanzler an.
Barbara Toth will als Falterjournalistin hinter die Kulissen blicken. (Update: Bewerbung zurückgezogen)
Niko Alm ist der Mann fürs Grobe, besonders wenn es um Maria Fekter geht.
Christoph Heshmatpour, das Ausländerkind, das es zu etwas bringt.

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
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das Gebet an die Schutzheilige

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