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Kunst hilft durch die Krise! Der französische Künstler The Wa hat den Slogan „Bewerbung im öffentlichen Raum“ jetzt in Marseille wortwörtlich genommen, die Citylight-Plakate entfernt und durch reale Lebensläufe von Arbeitsuchenden ersetzt. (via rebel:art)

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Die Stellungnahme der Armutskonferenz zur Mindestsicherung wurde auf SantaPrecaria schon vor einigen Tagen veröffentlicht. Sehr empfehlenswert für alle, die es genauer wissen wollen, ist die Argumentationshilfe der Armutskonferenz: Mythen und Wahrheit zur Mindestsicherung.

Mittlerweile gibt es weitere kritische Stellungnahmen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit 😉 – wer ab ganz viel haben will zum Thema, liest einfach die APA-OTS.

Kommentar der Ceiberweiber: Nicht im Mindesten eine Mindestsicherung?

AK-Präsident Kalliauer fordert Erhöhung und raschere Einführung der Mindestsicherung

„Mindestsicherung“: Caritas enttäuscht über Verschiebung

Stellungnahme der katholischen Sozialakademie: Bundesregierung beschließt „Ent-Sicherung“

KPÖ kritisiert Hundstorfers Pseudo-Mindestsicherung. Statt für Banken Geld für Armutsgefährdete locker mache

Auf Facebook gibt es mittlerweile eine von Alexandra Bader gegründete Gruppe, die eine echte Mindestsicherung fordert. Join!

Die Zeitschrift Jungle World berichtet in deutlichen Worten über Strafen und Sparen (via klausenerplatz):

In den Jobcentern wird immer öfter sanktioniert. Die Sanktionen dienen nicht nur zur Disziplinierung der Erwerbslosen, sondern helfen den Jobcentern auch, Sparvorgaben zu erfüllen.

Armutskonferenz an Finanzministerium:

“Was soll noch alles wegverhandelt werden?“

Angesichts der sich abzeichnenden sozialen Folgen der Finanzkrise löst die Kürzung von 14 auf 12 Bezugsmonate in der Armutskonferenz Kopfschütteln aus. Arme müssen für die Krise zahlen. Das bedeutet in mindestens fünf Bundesländern eine Verschlechterung zum Status Quo.

In der jetzigen Sozialhilfe ist die Summe der sozialen Teilleistungen höher als die pauschale Leistung der Mindestsicherung. Im Finanzministerium ist offensichtlich für alles Geld da, nur nicht für die Absicherung gegen Armut. „Was soll in den angekündigten Arbeitsgruppen noch alles wegverhandelt werden?“, fragt sich die Armutskonferenz.

Als Sozialhilfereform mit Mindestsicherungselementen“, bezeichnet das Anti-Armutsnetzwerk die vorliegenden Eckpunkte und „Die neue Mindestsicherung ist im Wesentlichen die alte Sozialhilfe“:

weiterlesen der Aussendung …

via Tagebuch einer (Pseudo-)Arbeitslosen

Der Kulturrat Österreich präsentierte heute die Arbeitsergebnisse zum Thema Arbeitslosenversicherung im ersten Halbjahr 2009. Kunst-, Kultur und Medienschaffende sind am AMS in aller Regel komplizierte Einzelfälle. Nur häufen sich diese Einzelfälle, dass erwerbsarbeitslose Menschen aus der Versicherungsleistung herausfallen. Die Sachlage ist kompliziert, die Betroffenen müssen einstweilen halt mit den Wirrnissen leben (oder auch nicht), die Details sind beim Kulturrat nachzulesen.

Besorgt zeigt sich arbeitslosennetzwerk.org über die Ankündigungen von Sozialminister Hundstorfer, eine Aktion 4000 einführen zu wollen. Angedacht ist dabei, dass erwerbsarbeitslose 4000 Menschen in Gemeinden, aber auch bei kirchlichen oder caritativen Einrichtungen zu beschäftigen. Die Assoziation mit der „Aktion 8000“ in den 1980ern dürfte gewollt sein. Die Arbeitsloseninitiative fürchtet, dass es dabei keine Wahlfreiheit und auch keine gerechte Bezahlung geben wird: „Verpflichtende „gemeinnützige Arbeit“ für Langzeitsarbeitslose wurde früher von der FPÖ gefordert und von den Sozialdemokraten und der Gewerkschaft stets als Zwangsarbeit, die an die „ordentliche Beschäftgiungspolitik“ des „Dritten Reichs“ erinnere abgelehnt“. In der Steiermark gibt es derzeit mit der „Aktion Gemeinde“ schon ein ähnliches Projekt.

Ein Video des Kollektiv-Kaffeemaschine (Philipp Seifried, Patrick Sturm und Joachim Techt) von 2004. Also schon älter, aber nichts desto trotz sehr sehenswert!


Foto: amunivers

Nochmal eine andere Seite der Medaille: In einem Beitrag in der Berliner Morgenpost wird berichtet, dass in Norddeutschland TierhalterInnen ihre Hunde, Katzen oder sonstige Kleintiere ins Tierheim geben, weil sie sich diese aufgrund ihrer prekären Lebenssituation nicht mehr leisten können. Besonders schwierig ist es, Tierarztkosten zu finanzieren. Logischerweise klagen die Tierheime über Kapazitätsengpässe, auch weil gleichzeitig die Spenden zurückgehen.

Ja, da muss wohl viel passieren, dass die kleinen oder größeren Lieblinge so im Tierheim landen müssen. Ich kenne viele Menschen mit Haustieren und bin mir sicher, dass niemand seine Tiere unüberlegt weggibt.


Foto: Mario’s Planet

Auf die andere Seite der Medaille der unzureichenden sozialen Absicherung vieler JournalistInnen (wie z.B. hier am Beispiel des Onlinejournalismus erörtert) verweist Stefan Niggemeier in seinem Blogeintrag “Journalisten” im Auftrag der INSM.

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

Heiligenbild