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Ein wunderbares Projekt – Superheroes (seit 2004 und anhaltend) – zeigt Migrant_innen aus Mexiko bei ihrer Arbeit in der Welthauptstadt des Kapitalismus New York. Jedes Fotoportrait ist von der Beschriftung begleitet, die den Namen der Arbeiter_in, ihren Heimatort in Mexiko und den Arbeitsplatz und die Tätigkeit enthält, sowie die Summe an Geld, die von der Arbeiter_in monatlich an die Familie in Mexiko geschickt wird:

Migrant_innen als Superhelden

Paulino Cardozo aus Guerrero arbeitet für einen Gemüsehändler, belädt LKWs. Er schickt $300 pro Woche nach Mexiko.

Hier geht es zu einem Artikel auf Wired.com mit weiteren Fotoportraits von Superhelden und Informationen zu dem Projekt des mexikanischen Fotografen Dulce Pinzon.

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In der neuesten migrazine, einem mehrsprachigen Online-Magazin von Migrantinnen für alle, herausgegeben von der autonomen Migrantinnen-Selbstorganisation maiz in Linz, finden sich mehrere interessante Beiträge.

Luzenir Caixeta schreibt über Prekarität und die bezahlte sexuelle Dienstleistung:

Die Rolle und Anzahl von Migrantinnen im prekarisierten Bereich nehmen rasant zu. Bestehende Arbeitsverhältnisse sind dabei überwiegend im Kontinuum „Sex – Fürsorge – Pflegearbeit“ angesiedelt. Die Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen ist ein Produkt sowohl diskursiver als auch rechtlicher und wirtschaftlicher Faktoren. De-Industrialisierung, immaterielle Produktion, Feminisierung der Arbeit, transnationale Migration und die Mobilität von Kapitalinvestitionen spielen in den Produktionsprozessen in den postfordistischen Gesellschaften eine prägende Rolle. Die neoliberale Umgestaltung dieser Prozesse, die unter den Stichwörtern Flexibilisierung, Deregulierung usw. die gesellschaftspolitischen Debatten beherrschen, brachte eine Vielfalt prekärer Arbeits- und Lebensbedingungen mit sich.

Katharina Ludwig berichtet über Lohn ohne Zettel:

Undokumentierte Arbeit von MigrantInnen dokumentieren und deren Rechte einfordern – die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat sich für illegalisierte Arbeitende geöffnet.

… und noch viel mehr unter http://www.migrazine.at/

Almut Bachinger hat ihre politikwissenschaftliche Disseration über „Der irreguläre Pflegearbeitsmarkt. Zum Transformationsprozess von unbezahlter in bezahlte Arbeit durch die 24-Stunden-Pflege“ geschrieben. Darin geht sie auf die Veränderungen seit der Verrechtlichung dieses Bereichs ab 2006 ein und beschreibt, dass eine Auslagerung aus dem Familien in Richtung bezahlter, aber stark prekärer Arbeit stattfindet. Überdurchschnittliche viele Migrantinnen arbeiten in diesem Bereich.

Die Disseration kann hier im Volltext downgeloadet (PDF) werden, in der Presse gibt einen Text dazu.

Foto: valentin.d

Dieses Video habe ich via Prekär Cafe entdeckt. Damit wird die Veranstaltung am 4. Mai 2010 in Wien beworben: Den Rest des Beitrags lesen »

Das PrekärCafé in Wien lädt wieder ein:

Dienstag 1. Dezember 2009

Ort: Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

18 Uhr: Prekarisierung in den Wissenschaften: Konkurrenzverhältnisse aufbrechen! Diesmal werden systematische Arbeitspraktiken der Konkurrenz besprochen, sowie diskutiert, welche konkreten Schritte unternommen werden können, um diese aufzubrechen und Solidarisierung zu ermöglichen.

20 Uhr: Arbeitskämpfe bei illegalisierter Arbeit: Mit einem Lächeln auf den Lippen„. Dokumentarfilm von Anne Frisius in Zusammenarbeit mit Nadja Damm und Mónica Orjeda (2008, 57min). Anschließend Diskussion zu Arbeitskämpfen bei illegalisierter Arbeit

Zum Film: Eine Hausarbeiterin ohne Papiere zieht vor das Hamburger Arbeitsgericht: „Ich dachte, ohne Papiere hätte ich keine Chance. Als sie mir sagten, dass ich auch ohne Papiere mein Recht einfordern kann, war das für mich ganz neu“. Vertreten durch die Gewerkschaft ver.di und gemeinsam unterstützt durch anti-rassistische Initiativen und Organisationen sowie Freund*innen, beschließt Ana S. nach drei Jahren unterbezahlter Hausarbeit bei einer Hamburger Familie, dass sie einen angemessenen Arbeitslohn vor Gericht einklagen will …

Im PrekärCafé sollen Fragen zu Erfahrungen mit Arbeitskämpfen bei illegalisierter Arbeit gestellt werden: Welche Aktionsformen und andere Unterstützungsmöglichkeiten sind möglich? Welche Unterstützungsstrukturen sind notwendig, um Arbeitsrechte für alle – unabhängig vom Aufenthaltsstatus – durchsetzen zu können?

In Deutschland haben antirassistische Initiativen, Organisationen und die Gewerkschaft ver.di arbeitsrechtliche Anlaufstellen für Migrant*innen ohne Papiere aufgebaut. Im Hamburg und Berlin sind entsprechende Beratungsstellen in Gewerkschaftshäusern von ver.di eingerichtet. Denn, so ist auf dem Folder des „AK undokumentiertes Arbeiten“ zu lesen: „Die Gewerkschaft ver.di unterstützt alle Arbeitnehmerinnen!“

Anlässlich des internationalen Tages der Pflege- und Betreuungsberufe am 12. Mai 2009 dokumentieren wir hier eine Aussendung von maiz – Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen aus Linz.

Weltweit wurde gestern, am 12. Mai der Internationale Tag der Pflege-und Betreuungsberufe gefeiert. Dieser Tag soll an „den wertvollen Beitrag, den PflegerInnen für die Gesellschaft leisten“ erinnern.
Wir nehmen diesen Tag zum Anlass um den Fokus auf die globale Frage der Situation von Migrantinnen zu lenken und beziehen uns dabei auf einen noch viel breiter gefassten Begriff der Pflege. Pflege schließt vor allem für Migrantinnen eine reihe weiterer bezahlter Dienstleistungen mitein, die im aktuellen Kontext der Globalisierung von (prekären) Arbeitsverhältnissen stark beeinflusst und großteils Ergebnis der vielfältigen Umgestaltung des Produktionsprozesses in postfordistischen Gesellschaften sind. Mit der Vielfalt prekärer Existenzen nehmen auch Rolle und Anzahl von Migrantinnen in diesem Bereich rasant zu. Bestehende Arbeitsverhältnisse sind dabei überwiegend im Kontinuum „Sex-Fürsorge-Pflegearbeit“ angesiedelt.

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Allzweckreinigerinnen

Das Kunstprojekt Allzweckreinigerinnen der Linzer Künstlerin Elke Punkt Fleisch fand seinen Ausgangspunkt in der Aussage einer Studienkollegin nach einem verschütteten Kaffee „Den Rest macht hoffentlich die Putzfrau!“. Die Keramikarbeiten machen unter Verwendung von realer Putzutensilien die vielfach unbeachtete Arbeit von Frauen, von Migrantinnen, in beeindruckender Weise sichtbar.
Dieses Projekt wurde eben mit dem St. Leopold Friedenspreis 2008 des Stiftes Klosterneuburg ausgezeichnet.
Santa Precaria gratuliert herzlich zum verdienten Preis!

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
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das Gebet an die Schutzheilige

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