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In Deutschland, vermutlich nicht nur dort, gibts nun nach den 1-Euro-Jobbern die Null-Euro-Jobber.

In einigen Supermärkten stehen inzwischen an den Kassen Einpackhilfen, die am besten sehr freundlich zu den Kunden sein sollten. Denn: Außer Trinkgeld gibt’s nichts.

Weiterführende Infos/Quellen:
Nachdenkseiten
Netzzeitung
Impulse

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betteln

Infos für Menschen mit Vorurteilen zum Betteln gibts im Blog der Bettellobby Wien. Hier als Kopie:

Wussten Sie, dass jeder Mensch das Recht hat, den Lebensunterhalt für sich und seine Angehörigen zu verdienen, wenn nicht anders möglich auch durch betteln?

Wussten Sie, dass Betteln weder die öffentliche Ordnung oder Sicherheit noch irgendwelche anderen Rechtsgüter verletzt?

Wussten Sie, dass ein Bettelverbot, einen nicht zu rechtfertigenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte bedeutet?

Weiterlesen …

auge

Klimawandel hat viel mit prekärer Arbeit zu tun, denn es sind die, die sowieso schon wenig haben, die im Zuge der Zerstörung unserer Welt noch mehr verlieren. Die alternative Gewerkschaftsfraktion AUGE/UG hat – zeitgerecht zur Klimakonferenz in Kopenhagen – eine Broschüre zu diesem Thema herausgegeben. Ziel ist neben der Information von Interessierten auch eine stärkere Verankerung des Themas Klimawandel in den Gewerkschaften.

Download bzw. bestellen gegen Versandkosten unter auge@ug-oegb.at.

buch

Lisi aus Hohenems schreibt über Studien zur Care-Ökonomie und verlinkt eine Radiosendung mit Wide zum Thema.

Frauenarbeit. Drei Viertel der Care-Arbeit werden weltweit von Frauen geleistet, unbezahlt oder zu vergleichsweise schlechten Bedingungen. Obwohl einer der gewichtigsten Wirtschaftssektoren, wird die Care-Ökonomie von der Mainstream-Lehre, wenn überhaupt, vorwiegend als Kostenproblem angesehen.

ALGeld

Jede/r 5. ArbeitnehmerIn wird pro Jahr arbeitslos. In der Krise wird diese Zahl leider weiter steigen. Arbeitslosigkeit ist für die Betroffenen und ihre Familien eine extreme finanzielle und psychische Belastung. …. Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt und trotzdem sind viele Menschen armutsgefährdet. Das durchschnittliche Arbeitslosengeld lag 2008 bei nur EUR 806.- (Notstandshilfe EUR 603.-), das ist deutlich unter der Armutsschwelle.

Darum hat die GPA-djp eine österreichweite Aktionswoche von 23. bis 27. November gestartet – mit der zentralen Forderung nach einer bessere Absicherung der in Not geratenen Menschen, einer Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld.

Strassenaktionen werden intitiert, Solidarische können Postkarten an die Bundesregierung schicken, es gibt einen Folder (PDF) und im Blog gibt es regelmässige, fundierte Informationen zum Thema.

Volle Unterstützung durch Santa Precaria! Gute Sache!

regen

Eine Initiative in der Schweiz tritt gegen den Abbau der Arbeitslosenversicherung auf. Wie sich die Themen gleichen: auch wenn manche Details von Land zu Land verschieden sind, geht es immer ums Sparen auf Kosten derer, die sowieso schon wenig haben, und Disziplinierung.

Das gefällt Santa Precaria besser als das ganze „Licht ins Dunkel“-, „ach, tun wir was für die armen Opfer“-Gedudle zu dieser Zeit:

Menschen, die arbeiten, haben auch das Recht auf eine eigene Pension. Die „Lebenshilfe“ fordert daher einen umfassenden sozialversicherungsrechtlichen Schutz für Menschen in Behinderten-Werkstätten. Sie hätten ein Recht auf Alterspension und die Versorgung über die gesetzliche Unfall- und Krankenversicherung.

Lebenshilfe

Diese Forderung steht im Kontext der Umsetzung der UN-Behindertenrechtekonvention in Österreich:

Die Forderung der Behindertenorganisationen
anlässlich des internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember ist bekannt: Gleiche Rechte und gleiche Chancen für Menschen mit Behinderungen. Trotzdem stehen die Dinge diesmal deutlich anders. Mit der UN-Behindertenrechtskonvention liegt
erstmals eine verbindliche Rechtsgrundlage am Regierungstisch, die nicht mehr wegzuwischen ist. Durch die Ratifikation der Konvention im vorigen Jahr sind die Vorgaben innerstaatliches Recht und müssen sich in den Bundes- und Landesgesetzen wiederfinden. Dass nach wie vor klare Bekenntnisse seitens der Politik fehlen, ist unakzeptabel. Die Lebenshilfe Österreich zielt darauf ab, das Tempo zu beschleunigen und fordert einen nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Zur APA OTS
Infos auch bei

Das PrekärCafé in Wien lädt wieder ein:

Dienstag 1. Dezember 2009

Ort: Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

18 Uhr: Prekarisierung in den Wissenschaften: Konkurrenzverhältnisse aufbrechen! Diesmal werden systematische Arbeitspraktiken der Konkurrenz besprochen, sowie diskutiert, welche konkreten Schritte unternommen werden können, um diese aufzubrechen und Solidarisierung zu ermöglichen.

20 Uhr: Arbeitskämpfe bei illegalisierter Arbeit: Mit einem Lächeln auf den Lippen„. Dokumentarfilm von Anne Frisius in Zusammenarbeit mit Nadja Damm und Mónica Orjeda (2008, 57min). Anschließend Diskussion zu Arbeitskämpfen bei illegalisierter Arbeit

Zum Film: Eine Hausarbeiterin ohne Papiere zieht vor das Hamburger Arbeitsgericht: „Ich dachte, ohne Papiere hätte ich keine Chance. Als sie mir sagten, dass ich auch ohne Papiere mein Recht einfordern kann, war das für mich ganz neu“. Vertreten durch die Gewerkschaft ver.di und gemeinsam unterstützt durch anti-rassistische Initiativen und Organisationen sowie Freund*innen, beschließt Ana S. nach drei Jahren unterbezahlter Hausarbeit bei einer Hamburger Familie, dass sie einen angemessenen Arbeitslohn vor Gericht einklagen will …

Im PrekärCafé sollen Fragen zu Erfahrungen mit Arbeitskämpfen bei illegalisierter Arbeit gestellt werden: Welche Aktionsformen und andere Unterstützungsmöglichkeiten sind möglich? Welche Unterstützungsstrukturen sind notwendig, um Arbeitsrechte für alle – unabhängig vom Aufenthaltsstatus – durchsetzen zu können?

In Deutschland haben antirassistische Initiativen, Organisationen und die Gewerkschaft ver.di arbeitsrechtliche Anlaufstellen für Migrant*innen ohne Papiere aufgebaut. Im Hamburg und Berlin sind entsprechende Beratungsstellen in Gewerkschaftshäusern von ver.di eingerichtet. Denn, so ist auf dem Folder des „AK undokumentiertes Arbeiten“ zu lesen: „Die Gewerkschaft ver.di unterstützt alle Arbeitnehmerinnen!“

AK WIen

Die AK Wien veranstaltet am 15. Dezember eine ganztägige Tagung zum Thema „Working Poor – Wege aus der Armut sind Wege aus der Krise“. Auftaktveranstaltung zum europäischen Jahr der Armutsbekämpfung 2010 – zum Auftakt des „Europäischen Jahres der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010“. Zur Veranstaltungsankündigung geht eshier und hier direkt zum PDF mit dem Programm.

Graz

Eine Aktion, die Santa Precaria sehr gut gefällt: Als Tiere und sonstwie verkleidet haben sich JG, FSG und VSStÖ in Graz aufgemacht, um faire Bedingungen besonders für Pflichtpraktikant_innen zu fordern. Wenns denn auch die SPÖ auch hören würde!

Mehr zum Inhalt im Video bzw. im Blogeintrag zur Pressekonferenz:

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

Heiligenbild