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gute Aktion, schönes Video:

Auszug:

Hiermit erstatten wir, die Unterzeichner, Strafanzeige gegen alle
Mitglieder der amtierenden Bundesregierung und gegen Unbekannt, da auch
andere Außenstehende an den aktuellen Vorgängen beteiligt sind. Den Rest des Beitrags lesen »

… und Bettler verjagn am Markt … ♪ ♫ ♪ ♬ ♬

Nein, Betteln ist selbstverständlich keine Arbeit, Betteln ist Faulheit. Stundenlang in kniender Position am Asphalt, da mach ich ja etwas ähnliches, aber auf einer Matte und nicht stundenlang, im Yoga-Raum des Fitness-Clubs. Und das ist schließlich auch Freizeit, oder?

Gewerbsmäßiges Betteln.
Das ist ein Gewerbe? Dann müssten die doch Vertretung in der WKO haben, ist das denn kein geschützter Beruf?

Nein, die WKO hat etwas gegen dieses Gewerbe, dieses Gewerbe vertritt die WKO nicht. Die WKO vertritt lieber die Ansicht, dass die Leut, die nix zum tun haben, lieber Hutstriegeln sollten. Das ist innovativ und damit kann mensch sicher auch sein Auskommen bestreiten. Das Hutstriegelgewerbe sozusagen, das vertreten wir: Weiterlesen …

Heimat, fremde Heimat dokumentiert das Vorgehen des Innenministeriums mit Schutzbefohlenen:

Sans Papiers, dh. „keine Papiere“, das sind Menschen, die zu den Schwächsten und Prekarisiertesten in unserer Gesellschaft gehören. Der Begriff kommt von der Bewegung der sans papiers in Frankreich. In Wien gibt es seit Jahren das Projekt einer Fussballmannschaft FC Sans Papiers. Die Spieler dieser Mannschaft sind nicht „irgendwelche Migranten“ sondern Flüchtlinge. Sie suchen in Österreich um Asyl an, berichten, dass sie in ihren Heimatländern mit schweren Repressionen zu rechnen haben und verfolgt werden. Weiterlesen …

Ein neues Buch der GPA-Expertin für atypische Beschäftigung Eva Scherz informiert über Werkverträge und freie Dienstverhältnisse.

Wie funktioniert die soziale Absicherung im Krankheitsfall? Sind freie Dienstnehmer arbeitslosenversichert? Wer ist für die Anmeldung zur Sozialversicherung zuständig? Wie und wann muss das Einkommen versteuert werden? Gibt es Kündigungsfristen für „atypisch“ Beschäftigte?

Die 96 Seiten kosten € 19,50. Das Buch ist erhältlich im gut sortierten Fachhandel sowie bei lexisnexis (PDF) (bestellung@lexisnexis.at).

Zum gleichen Thema sei auch der Leitfaden „Der Paragraphendschungel 2010“ der GPA-Interessengemeinschaft work@flex empfohlen. Dieser ist gratis zu bekommen (leider etwas kompliziert die Website).

Lumpenpack, Überflüssige, Gesindel (oder gleich Drecksgesindel), Aussatz, Bettelmafia, … Verwahrloste. Die Praktiken der Stigmatisierung von Menschen geht immer weiter und weiter und beständig neuen Höhepunkten zu.

Die Techniken der Stigmatisierung sind immer wieder die selben: sprachliche Kategorisierung und Segregation und Enthumanisierung, Zuschreibung von Minderwertigkeit. So entsteht die Legitimation mit diesen im gleichen Atemzug pauschalisiert konstruierten Gruppen in einer Art und Weise zu verfahren, die den Menschenrechten widerspricht, dem, wie wir behandelt werden wollen und zu behandeln sind.

In das sprachliche Segregieren und Konstruieren minderwertiger „problematischer“ Gruppen greift laufend die „Verwaltung“ dieser Gruppen, dh. die: „Organisation, wie mit diesen Gruppen zu verfahren sei„.
Das ist eine „Verwaltung der Angehörigen solcher Gruppen“, die standardisiert werden will und die legitimiert werden muss. Am besten wird das bewerkstelligt, in dem die Verwaltung dieser Gruppen in gesatzes Recht gegossen wird. Damit ist das dann auch vollkommen legalisiert. Alles ist rechtens.

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Das PrekärCafé in Wien lädt wieder ein:

Dienstag 1. Dezember 2009

Ort: Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

18 Uhr: Prekarisierung in den Wissenschaften: Konkurrenzverhältnisse aufbrechen! Diesmal werden systematische Arbeitspraktiken der Konkurrenz besprochen, sowie diskutiert, welche konkreten Schritte unternommen werden können, um diese aufzubrechen und Solidarisierung zu ermöglichen.

20 Uhr: Arbeitskämpfe bei illegalisierter Arbeit: Mit einem Lächeln auf den Lippen„. Dokumentarfilm von Anne Frisius in Zusammenarbeit mit Nadja Damm und Mónica Orjeda (2008, 57min). Anschließend Diskussion zu Arbeitskämpfen bei illegalisierter Arbeit

Zum Film: Eine Hausarbeiterin ohne Papiere zieht vor das Hamburger Arbeitsgericht: „Ich dachte, ohne Papiere hätte ich keine Chance. Als sie mir sagten, dass ich auch ohne Papiere mein Recht einfordern kann, war das für mich ganz neu“. Vertreten durch die Gewerkschaft ver.di und gemeinsam unterstützt durch anti-rassistische Initiativen und Organisationen sowie Freund*innen, beschließt Ana S. nach drei Jahren unterbezahlter Hausarbeit bei einer Hamburger Familie, dass sie einen angemessenen Arbeitslohn vor Gericht einklagen will …

Im PrekärCafé sollen Fragen zu Erfahrungen mit Arbeitskämpfen bei illegalisierter Arbeit gestellt werden: Welche Aktionsformen und andere Unterstützungsmöglichkeiten sind möglich? Welche Unterstützungsstrukturen sind notwendig, um Arbeitsrechte für alle – unabhängig vom Aufenthaltsstatus – durchsetzen zu können?

In Deutschland haben antirassistische Initiativen, Organisationen und die Gewerkschaft ver.di arbeitsrechtliche Anlaufstellen für Migrant*innen ohne Papiere aufgebaut. Im Hamburg und Berlin sind entsprechende Beratungsstellen in Gewerkschaftshäusern von ver.di eingerichtet. Denn, so ist auf dem Folder des „AK undokumentiertes Arbeiten“ zu lesen: „Die Gewerkschaft ver.di unterstützt alle Arbeitnehmerinnen!“

Die Interessensgemeinschaft work@education bietet zwei neue Broschüren für Lehrende, Vortragende, Trainer_innen an, die besonders auch für prekär Beschäftigte in diesem Feld von Interesse sind:

Honorarbarometer 2009

Zum vierten Mal konnten uns TrainerInnen, Vortragende und Lehrende ihre Honorar- und Vertragsbedingungen anonym per Online-Befragung zur Verfügung stellen. Diese Daten wurden in den Bereichen Einkommensentwicklung, Vertragsbedingungen, AMS-Maßnahmen… ausgewertet. […] Das Honorarbarometer 2009 zeigt erneut auf, dass die Honorare stagnieren bzw. real sinken, der Trend zum einheitlichen Stundenhonorar weiter geht, Erfahrung bei der Höhe der Honorare keine Rolle spielt und vieles mehr

Broschüre zur Beschäftigung in privaten Bildungseinrichtungen: Rechtsgrundlagen – Vertragsarten – Einkommen.2009

Wir, als GPA-djp, stehen und treten für arbeits-, sozialversicherungs- und steuerrechtlich korrekte Rechtsverhältnisse ein. In den letzten Monaten wurde viel über dieses Thema diskutiert und einige Fragen sind aufgetaucht. Mit unserer Informationszeitung wollen wir die vielen, teils stark
verunsicherten, KollegInnen über die rechtlichen Rahmenbedingungen aufklären und zur Diskussion über die unterschiedlichen Verträge und Mindestnormen einen -rechtlich- korrekten Beitrag leisten.

Beide Broschüren können bei der GPA-djp Interessensgemeinschaft work@education leider ziemlich umständlich bestellt werden.

Im neuen Blog Leitfaden für faire Forschungsverträge, nach Selbstdefinition ein Diskussionsarchiv & -forum zu den Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsfeld, finden sich praktische Beiträge über Arbeitsformen. Diese sind sicher nicht nur für WissenschaftlerInnen von Interesse (via eBetriebsrat).

Wissenschaftliche Tätigkeit per Werkvertrag
Wissenschaftliche Tätigkeit mit freiem Dienstvertrag
Wissenschaftliche Tätigkeit mit Arbeitsvertrag

Wer weitere praktische Hilfe als prekär Beschäftigte braucht, findet Unterstützung bei den Arbeiterkammern (einfach anrufen und fragen, wer sich zuständig fühlt) und bei der GPA – work@flex. Dort gibts es auch einen Leitfaden durch den Paragraphendschungel, der sich hier etwas umständlich bestellen lässt.

Der Kulturrat Österreich präsentierte heute die Arbeitsergebnisse zum Thema Arbeitslosenversicherung im ersten Halbjahr 2009. Kunst-, Kultur und Medienschaffende sind am AMS in aller Regel komplizierte Einzelfälle. Nur häufen sich diese Einzelfälle, dass erwerbsarbeitslose Menschen aus der Versicherungsleistung herausfallen. Die Sachlage ist kompliziert, die Betroffenen müssen einstweilen halt mit den Wirrnissen leben (oder auch nicht), die Details sind beim Kulturrat nachzulesen.

Im folgenden dokumentieren wir eine Pressemitteilung des Kulturrat Österreichs, des Dachverbands der österreichischen Kulturschaffenden zu einer Diskussionsveranstaltung.
Santa Precaria hat über das Thema schon berichtet.

Die Regierungsparteien unisono: Es wird keine Sofortmaßnahmen geben

Kulturrat Österreich hat VertreterInnen der Regierungsparteien zu einer Podiumsdiskussion über die (Nicht)Vereinbarkeit von selbstständiger/unselbstständiger Arbeit und Arbeitslosenversicherung eingeladen.

Weiterlesen der Stellungnahme des Kulturrats

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

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