You are currently browsing the monthly archive for Juni 2010.

Wie auch hier schon öfter zu lesen war: prekär sind nicht nur ‚atypische‘ Beschäftigungsverhältnisse, sondern mitunter auch ganz ’normale‘ – etwa in der sozialen Arbeit. Und mit ihnen werden auch die Lebensverhältnisse ihrer KlientInnen immer prekärer …

Daher rufen BetriebsrätInnen aus dem Sozialbereich zur Kundgebung auf:

Für eine Sozialmilliarde

Gegen Budgetkürzungen im Gesundheits- und Sozialbereich

Dienstag, 29. Juni 2010, 9.30 Uhr

vor dem Bundeskanzleramt, Ballhausplatz, 1010 Wien

Details

Weitersagen, hinkommen und gemeinsam ein Zeichen setzen!

Mehr Informationen und Kommentare, sowie einen Bericht über die bereits stattgefundene Kundgebung der Beschäftigten bei NEUSTART (Bewährungshilfe), findet ihr am Sozialmilliarde-Blog.

Advertisements

8. Jahrgang der Evangelischen Journalistenschule, Jebensstraße 3, 10623 Berlin, Kontakt: dauer@praktikant.de

An
Die Medien
Fernsehstraße 1
11111 Radiohausen

Betreff: Praktikum Berlin, 3. März 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind sehr inspiriert von Ihrer Anzeige für eine drei- bis sechsmonatige Mitarbeit in Ihrem jungen, dynamischen Team.

Und das bringen wir mit: ein abgeschlossenes Hochschulstudium, ein Volontariat und Praktika in allen journalistischen Bereichen. Wir sprechen nicht nur fließend Englisch und Französisch, sondern auch Spanisch und Russisch; wir haben mehrere Auslandsaufenthalte hinter uns. Was uns gegenüber anderen Bewerbern besonders auszeichnet? Innerhalb kürzester Zeit finden wir Experten und Protagonisten für eine Geschichte und wechseln währenddessen problemlos mindestens zweimal unseren Arbeitsplatz. Selbstverständlich erledigen wir nebenbei die gleiche Arbeit wie ihre festangestellten Redakteure – bloß schneller.
Außerdem haben wir vielseitige Erfahrungen im Umgang mit Betriebssystemen von Kaffee- und Spülmaschinen.

Wir sind äußerst teamfähig und – aufgrund jahrelanger Erfahrungen – darin geübt, den Platz als unterstes Glied in Redaktionshierarchien einzunehmen. Wir stehen gerne für Fehler der Redaktion gerade und halten in Konferenzen unseren Mund. Wir sprühen vor Tatendrang und Ideen, die wir gerne in die Redaktion einbringen würden. Gerne dürfen Sie oder Kollegen sich damit vor Chefredakteuren oder Ressortleitern profilieren. Wir legen nicht viel Wert darauf, mit unserem Namen angesprochen zu werden, Sie dürfen uns der Einfachheit halber mit „Praktikant“ anreden. Selbstverständlich übernehmen wir alle Fahrtkosten selbst, die uns im Zusammenhang mit Auftragsarbeiten entstehen. Mit großem Interesse haben wir gelesen, dass Sie die Stelle Vollzeit und unentgeltlich anbieten. Dies kommt uns sehr entgegen: Denn unsere Eltern wissen gar nicht, wohin mit ihrem Geld – und wir wissen nicht, wohin mit unserer Zeit.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns zu Ihrem dreitägigen Auswahlverfahren einladen würden.
Mit ergebenen Grüßen

Ihre Praktikanten

Text (ohne Copyright): Lilith Becker und Vera Pache

Entdeckt via wystrach auf Einloggen13 (hier als PDF)

In der neuesten migrazine, einem mehrsprachigen Online-Magazin von Migrantinnen für alle, herausgegeben von der autonomen Migrantinnen-Selbstorganisation maiz in Linz, finden sich mehrere interessante Beiträge.

Luzenir Caixeta schreibt über Prekarität und die bezahlte sexuelle Dienstleistung:

Die Rolle und Anzahl von Migrantinnen im prekarisierten Bereich nehmen rasant zu. Bestehende Arbeitsverhältnisse sind dabei überwiegend im Kontinuum „Sex – Fürsorge – Pflegearbeit“ angesiedelt. Die Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen ist ein Produkt sowohl diskursiver als auch rechtlicher und wirtschaftlicher Faktoren. De-Industrialisierung, immaterielle Produktion, Feminisierung der Arbeit, transnationale Migration und die Mobilität von Kapitalinvestitionen spielen in den Produktionsprozessen in den postfordistischen Gesellschaften eine prägende Rolle. Die neoliberale Umgestaltung dieser Prozesse, die unter den Stichwörtern Flexibilisierung, Deregulierung usw. die gesellschaftspolitischen Debatten beherrschen, brachte eine Vielfalt prekärer Arbeits- und Lebensbedingungen mit sich.

Katharina Ludwig berichtet über Lohn ohne Zettel:

Undokumentierte Arbeit von MigrantInnen dokumentieren und deren Rechte einfordern – die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat sich für illegalisierte Arbeitende geöffnet.

… und noch viel mehr unter http://www.migrazine.at/

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

Heiligenbild