kulturrat broschüreDer Kulturrat Österreich hat eine Infobroschüre für KünstlerInnen und andere prekär Tätige herausgegeben.

Aufmerksame BeobachterInnen werden es wissen: Mit 1. 1. 2011 treten einige Änderungen im Sozialversicherungssystem in Kraft, die als erster legistischer „Erfolg“ der interministeriellen Arbeitsgruppen zur Verbesserung der sozialen Lage von Kunstschaffenden (initiiert vom bm:ukk) anzusehen sind. Nach der Verabschiedung des KünstlerInnen-Sozialversicherungsstrukturgesetz (KSVSG) im Herbst dieses Jahres ist nun auch einigermaßen klar, wie die Umsetzung dieses Gesetzes praktisch aussehen wird. Um es vorwegzunehmen: Gesetze allein ändern nicht viel – eine vernünftige Umsetzung muss erst erkämpft werden!

Die informative 44-seitige Broschüre kann hier heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Sachen gibts, die gibts eigentlich nicht. Leider doch. Das Land Steiermark vergibt Reisekostenzuschüsse für Wissenschaftler_innen und hat nun beschlossen, dass ausgerechnet Wissenschaftler_innen, die in prekären Verhältnissen (Werkverträge, externe Lektor_innen, ….) arbeiten, diese nicht mehr bekommen sollen. Wer das auch mehr als absurd findet, kann hier dagegen unterschreiben.

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Am 29. Februar 2004 in Milano ist San Precario erstmals erschienen. Er ist der Schutzheilige der Prekären.
Via San Precario auf Facebook.

zass

Der Kettelerpreis: Die deutsche Stiftung ZASS sucht Projekte, Initiativen und Personen, die mit ihrem Engagement Wege aus der Prekarisierung der Arbeit suchen, vorschlagen und erreichen. Eine Einreichung ist bis 15. April möglich, alles notwendigen Informationen gibt es hier.

am Donnerstag, 2. Dezember 2010, 19:00 im Depot in Wien, eine Veranstaltung des Gender Initiativ Kollegs mit einem Vortrag von Isabell Lorey, Gastprofessorin am Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien:

Gouvernementale Prekarisierung und existentielle Verletzbarkeit

In welchem Verhältnis steht soziale, ökonomische und politische Prekarisierung zur existenziellen Verletzbarkeit eines jeden Lebens? Was kann Judith Butler mit ihren Ausführungen über grundlegende Gefährdetheit zur aktuellen Problematisierung von Prekarisierung beitragen? In wiefern ist diese Prekarisierung als ein neoliberales Regierungsinstrument zwischen Gehorsam und politischer Handlungsfähigkeit zu verstehen? Wie kann Selbstregierung zu einer widerständigen Praxis werden?

Und gleich noch was Praktisches: Die KUPFakademie bietet im Jänner einen Workshop zum Steuerrecht für selbständige Kulturschaffende in Linz an. Orientierung im prekären Lebens- und Arbeitsdschungel also.Mehr Infos gibt es hier.

Logo KUPFakademie

Die IG Freie Theaterarbeit lädt österreichweit unter dem Titel professionell prekär? zur Informations- und Diskussionsveranstaltungen ein. Weitere Informationen auf der Website der IG Freie Theater.

Es gibt Sozialhilfemissbrauch und dieser Mißbrauch der Sozialhilfe kostet „uns alle“ pures Geld. Blanke Penunze, Kohle, Kröten, Schotter, der uns allen gehört, dem Gemeinwesen. Unser Geld Geld Geld.

Steuerhinterziehung kostet „uns alle“ ebenfalls, entzieht uns allen – dem Gemeinwesen – Geld Geld Geld.

Interessant und – mensch möchte meinen – relevant ist natürlich das Verhältnis. Zahlen für Deutschland berechnen dieses Verhältnis, und es kommt für 2009 auf 1 zu 1.400. Auf einen Euro, der dem Gemeinwesen also durch Sozialhilfemissbrauch entgeht, kommen Euro 1.400,-, die durch hinterzogene Steuern „uns allen“ entgehen.

Nein, das wiederum ist freilich keine Überraschung. Und ja, das wird Politiker_innen und Medien nicht davon abbringen, ihre Kampagnen gegen die „Schmarotzer“ in der „sozialen Hängematte“ weiter zu fahren. Ist ja schließlich eine wichtige Front im KlassenkampfDen Rest des Beitrags lesen »

Im Rahmen der Veranstaltung Lichtblicke – Perspektiven für eine gerechte Gesellschaft – gestaltete die Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung OÖ eine Station unter dem Motto „Menschen vor Profit“ und thematisierte dabei u.a. prekäre Arbeit.

== Santa Precaria Orginaltextservice ==

(12.11.2010, Pressemitteilung) Kulturrat Österreich begrüßt erste Maßnahmen und fordert grundsätzliche Verbesserungen zur sozialen Lage von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden ein!

Wie der Name – KünstlerInnensozialversicherungs-Strukturgesetz (KSVSG) – schon suggeriert: Unkomplizierter wird es nicht. Dafür kompatibler. Eine grundsätzliche Verbesserung der sozialen Lage von Kunstschaffenden in Österreich bringt dieses Gesetz nicht. Aber es ist ein Anfang.

Im Kern beinhaltet dieses Gesetz zweierlei: Die Einrichtung eines Servicezentrums für Sozialversicherungsangelegenheiten von KünstlerInnen, sowie die Möglichkeit, auch als „neue selbstständige“ KünstlerIn die selbstständige Tätigkeit ruhend zu stellen (mit dem gewünschten Effekt, dass in Zeiten der Ruhend-Meldung ein Bezug von Arbeitslosengeld möglich ist, sofern ein Anspruch besteht). Beides wird ab 1.1.2011 Realität.

 

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fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
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das Gebet an die Schutzheilige

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