Clemens Christl schreibt in Bildpunkt, der Zeitschrift der IG Bildende Kunst, über Workfare – oder die Zurichtung der Einzelnen auf die Erfordernisse des Marktes. Ein Auszug:

Der Begriff workfare ist bei uns noch recht selten, das Konzept dahinter ist aber auch in Österreich auf dem Vormarsch – mehrheitlich unter dem Begriff „Aktivierungsmaßnahmen“. Kurz gefasst ist workfare sozusagen die Weiterentwicklung von paternalistischer welfare unter der Prämisse, dass es nur jenen gut gehen kann, die den größten Teil ihrer Zeit mit Erwerbsarbeit beschäftigt sind, im guten paternalistischen Sinn: Wer sich nicht daran hält, muss mit existenziellen Sanktionen rechnen. Wie der Begriff schon suggeriert, geht es nicht mehr zentral darum, Armut zu unterbinden oder zumindest nicht unter gewisse Grenzen fallen zu lassen (mittels welfare-Maßnahmen), sondern generell auf „Gegenleistungen“ aufzubauen.

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