Kreuz

Das ArbeiterInnen-BegegnungsZentrum ABZ in Salzburg lädt am 30.April, dem Tag der Arbeitslosen, ab 18.00 Uhr zu einem Fest ein. Das Arbeitslosen-Kreuz an der Außenwand des ABZ in Itzling ist ein Mahnmal der Solidarität. Aus der Einladung:

Die Arbeitslosigkeit explodiert. Im März waren in Österreich offiziell 271.127 Personen arbeitslos. Dem stehen 27.439 offene Stellen gegenüber. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,5%. 62.880 Personen sind in Schulungen. In Salzburg stieg die Arbeitslosenquote von 3,2% im Vorjahr heuer auf 5,2%.

Pensionsvorschussbezieherinnen, Arbeitslose mit Bezugssperre und im Krankenstand werden nach wie vor statistisch nicht hinzugezählt. Darüber hinaus werden nicht berücksichtigt: Personen mit Sozialhilfebezug ohne Einkommen, Schul- und UniversitätsabgängerInnen, entmutigte Personen die keine Arbeit mehr suchen, nicht arbeitslosenversicherte geringfügig Beschäftigte, Personen mit freiem Dienstvertrag, WiedereinsteigerInnen und sonstige Arbeitssuchende ohne Anspruch auf AMS – Leistungen.

„Die realen Arbeitslosenzahlen liegen demnach um mindestens zwei Prozent höher“, sagt Franz Borstner. Die Krise sei in Wahrheit schlimmer als offiziell verlautbart wird. Dringend notwendig wäre darum laut ABZ eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes oder eine erwebsunabhängige Mindestsicherung. Längst überfällig sei auch eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung oder zumindest eine gerechte Verteilung der vorhandenen bezahlten Arbeit. „Es darf keine Frage des Glücks oder der vornehmen Abstammung sein, ob ein Mensch in Österreich genügend Mittel zum Überleben erhält“, stellt Borstner fest.

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