Pünktlich zum Aktionstag bzw. eigentlich mit etwas Verzögerung erscheint das erste Heft der Zeitschrift KURSWECHSEL des Jahres 2008 zum Schwerpunktthema „Prekarisierung“.

Themenschwerpunktheft Prekarisierung
Das Heft mit diversen Texten zu ‚Prekarisierung‚, ‚Prekariat‚, ‚Prekarität‚ von wird erst im April ausgeliefert, die Redaktion hat uns aber jetzt vorab bereits den einleitenden Text zum Heft, das Editorial, und die Aufstellung der Beiträge zum Heft zur Verfügung gestellt.

(Dieses Inhaltsverzeichnis zum in einem Monat erscheinenden Heft folgt am Ende dieses Beitrags.)

Das Editorial des Prekarisierung-Schwerpunktheftes der Zeitschrift KURSWECHSEL markiert nun nur einen der Texte, die den Grundstock der BIBLIOTHEK «ad ‚Prekarität‘» darstellen. Diese Bibliothek ist heute als eigene Seite unseres Santa Precaria-Blogs freigeschalten worden. Zu finden ist das Textarchiv in der waagrechten Menüführung ganz rechts.

Textarchiv ad ‚Prekarität, Prekarisierung, Prekariat‘
In Zukunft will die Bibliothek freilich laufend erweitert werden. Wir zählen dazu auf die Mithilfe aller Interessierten und laden herzlich dazu ein, Texte in diese Archiv hinein zu reklamieren und Links zu posten.
In den nächsten Tagen und Wochen v.a. im Gefolge des Aktionstags werden wir den Bestand noch deutlich erweitern, aber auch darüber hinaus kann, soll und wird das Archiv weiter wachsen.

Schon jetzt enthält die Bibliothek Materialien, die sonst noch nicht oder kaum geführt und verlinkt werden, weil sie erst im Um- und Vorfeld des aktuellen Aktionstages entstanden sind. So etwa die begriffsgeschichtliche Skizze zum Ursprung der Prekaritäts-Semantik oder Aufstellungen zum Stand prekärer Beschäftigung in Österreich.
Zudem kann auch mit PowerPoint-Präsentationen aufgewartet werden und natürlich sind diese herunterladbar und zur Verbreitung gedacht.

Die Dimension ‚Flexibilität‘ und ‚Flexicurity‘
Noch nicht begonnen und noch ausständig ist die Sammlung von Texten und Materialien, die sich mit der Flexibilisierung der Arbeitswelt, des Arbeitsmarktes und der staatlichen Sicherungssysteme beschäftigt. Ohne eine solche Abteilung kann eine Bibliothek zu ‚Prekarität‚ jedoch nur einseitig unvollständig bleiben. Schließlich handelt es sich bei den Begriffen „Prekarität“ und „Flexibilität“ um komplementäre Begriffe, die vereinfacht gesprochen für zwei Perspektiven auf das gleiche Phänomen stehen.

Während die Debatten rund um die Prekaritäts-Begriffe eine deutliche Betonung der kritischen Aspekte der Transformationen von Arbeitswelt und Gesellschaftsstrukturen immer beinhalten, gehen mit den im Flexibilitäts-Jargon geführten Debatten diese kritischen Aspekte oftmals unter und eine positive und fordernde Sichtweise auf die Transformation von Strukturen liegt nahe.
Dabei geht es wie gesagt oftmals um idente Themen, Entwicklungen und Dynamiken.

Aus diesem Grunde wird unsere Bibliothek noch um eine Abteilung ‚Flexibilität‚ und ‚Flexicurity‚ erweitert werden.

Besuch also unser Textarchiv! Hilf bei der Erweiterung!

Das Inhaltsverzeichnis des KURSWECHSEL-Heftes 1/2008:

  • Christoph Reinprecht: Prekarisierung und die Re-Feudalisierung sozialer Ungleichheit
  • Maria do Mar Castro Varela: Prekarisierte Akademikerin = Undokumentierte Migrantin?
  • Bettina Haidinger: Prekarität mit Geschichte: Die Care-Ökonomie der Privathaushalte
  • Martin Schürz: Pierre Bourdieus Ungleichheitssoziologie und Amartya Sens Fähigkeitenansatz: unterschiedliche Perspektiven auf gesellschaftliches Leid
  • Barbara Eder: Prekarität, Proletarität, ,neue Unterschicht’ ? Dis/Kontinuitäten divergierender Bezeichnungspraxen im Kontext aktueller Prekarisierungsdiskurse
  • Julia Edthofer: Lernen, das Richtige im Falschen zu versuchen – politische Selbstorganisation als Teil radikaler Demokratie
  • Johanna Muckenhuber: Das Erleben überlanger Arbeitszeiten durch Solo-Selbstständige als Ergebnis eines erwerbszentrierten Deutungssystems und neoliberaler Gouvernementalität

abseits des Themenschwerpunkts:

Aktuelle Debatte: MitarbeiterInnenbeteiligung

  • Editorial
  • Heinz-J. Bontrup: Nur echte Gewinnbeteiligungen sind akzeptabel
  • Ruth Naderer, Sepp Zuckerstätter: MitarbeiterInnenbeteiligung in Österreich
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