eine Geschichte von vielen, viele werden noch folgen …

Andrej H., 36 Jahre, Soziologe mit Lehrauftrag an der Berliner Humbolt Universität. Als Forschungsschwerpunkte von Andrej H. sind Stadtsoziologie, Stadterneuerung, Auswirkungen der Privatisierung von Wohnungen, Gentrifizierung, Wohnungspolitik im internationalen Vergleich ausgewiesen.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit in diesen Bereichen ist Andrej H.’s politische Positionierung bekannt. Sie könnte vereinfachend mit links bezeichnet werden. Er engagiert sich in einem Bündnis gegen Privatisierungen und im „Netzwerk Privatisierung/Öffentliche Güter (p/ög)“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Bei Recherchen im WWW gibt Andrej H. solche Suchbegriffe wie „Gentrification“ und „Prekarisierung“ ein. Das hat ihm einige Bekanntheit eingebracht. Zuerst bei der deutschen Bundesstaatsanwaltschaft, die deswegen auf den Sozialwissenschaftler aufmerksam wurde. Später auch bei einer breiteren Öffentlichkeit, als die deutsche Bundesstaatsanwaltschaft Andrej H. wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verhaftet ließ.

Der Fall der Kriminalisierung des Sozialwissenschaftlers erzeugte einiges Aufsehen. Weltweit anerkannte WissenschaftlerInnen solidarisierten sich mit ihrem Kollegen. Medien berichteten, die Bundesstaatsanwaltschaft hatte sich lächerlich gemacht, der Bundesgerichtshof ordnete die Haftaussetzung an. Die Bundesstaatsanwaltschaft versuchte Andrej H. weiter zu kriminalisieren.
Er, seine Freundin, seine Familie werden wahrscheinlich bis heute überwacht, ihre Telefone abgehört.

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