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Eine neue Facebook-Gruppe fordert Ausstellungshonorare für bildende KünstlerInnen. Nicht zufällig, denn meist sind es die KünstlerInnen, die nichts bezahlt bekommen.

Selten erhalten bildende Künstler ein Ausstellungshonorar. Es ist vielmehr üblich, dass Sie ihre Werke noch selbst anliefern, aufbauen und abbauen – selbstverständlich ohne Bezahlung! Oftmals werden die Investitionskosten nicht gedeckt, wenn sich für das Werk kein Käufer findet.

Viele KünstlerInnen sitzen in diesem Topos am kürzeren Hebel. Sie sind auf die gebotenen Ausstellungsmöglichkeiten die ihnen der Kunstmarkt bietet angewiesen. Oft diktieren die Ausstellungsmacher die Bedingungen und sprechen von Reputation und Marktchancen und stellen diese Argumente über eine angemessene (Geld) Honorierung.

Dies muss sich ändern, die Nutzung von Werken der Bildenden Kunst im Rahmen von Ausstellungen müssen eine angemessene Vergütung erfahren!

Der Tatort Kulturpolitik ist wohl auch der Tatort Prekarisierung. Darum hier der Hinweis auf zwei Veranstaltungen des Österreichischen Kulturrats in Wien:

Bei Flatrate = Filesharing + Einkommen aus künstlerischer Arbeit? oder Wie gelingt eine neue Verteilungsgerechtigkeit geht es um die Sicherung künstlerischer Existenzen in Zeiten, wo das “alte” UrheberInnenrecht angesicht der technischen Entwicklung längst nicht mehr zeitgemäß ist. Bei Sozialversicherung für KünstlerInnen! wird dieses in Östereich wohl never-ending Thema wieder mal auf Tapet gebracht. Das Rufzeichen bezieht sich darauf, dass das was heute unter diesem Namen läuft, diesen eigentlich nicht verdient hat.

Eine interessante Veranstaltung, besonders für im Kulturbereich Beschäftigte:

“Freie Dienstverträge und andere Arbeitsverhältnisse im Kulturbereich”
Montag, 16. November 2009 , 17.00 GPA (Gewerkschaft der Privatangestellten), GPA-djp-Service-Center, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 Wien

In der Kunstvermittlung gibt es wenig fixe Anstellungsverhältnisse. Die meisten VermittlerInnen arbeiten als freie DienstnehmerInnen. Bei diesen Dienstverhältnissen tauchen oft Fragen bezüglich Versicherung und Abgaben auf. Der Verband für Kulturvermittlung bietet daher einen Gratis-Info-Termin für alle freien DienstvertragsnehmerInnen an.

Anmeldung bei Brigitte Hauptner: b.hauptner@belvedere.at

via Kunstvermittlungs-Blog

Die Vorträge der Konferenz “Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich” (Ankündigung bei Santa Precaria) sind nun vom BMUKK online gestellt worden (via Das Kulturmanagement Blog). Hintergrund dieser Konferenz ist eine Studie zum Thema, die die desaströse Situation deutlich macht. Was folgt? Wann wird auf die Forderungen der Interessensvertretungen der Kulturschaffenden reagiert?

Eine interessante Veranstaltung in Graz zum Zusammenhang von Wohnen, KünsterInnensein, Arbeiten und Leben:

Prekäre (T)Räume – Kunst in geborgten Häusern.
Freitag, 4. September 2009 um 15:00 -
Sonntag, 6. September 2009 um 02:00
Ort: Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz, Starhemberggasse 4, Graz, Austria
Veranstalterin: Schaumbad

Facebook-Veranstaltungsankündigung

Ein seit den 1980er Jahren international um sich greifender Trend hat nun erstmals auch Graz erreicht: die Gentrifizierung bislang unattraktiver Stadtteile durch mietfreies oder kostengünstiges Ansiedeln von KünstlerInnen in innenstadtnahen ehemaligen Gewerbe- und Industrieanlagen.

Im Gebiet um die Grazer Waagner-Biro Straße reihen sich halb verfallene, desolate Fabriks- und Gewerbegebäude aneinander, machen die Gegend als Wohngebiet unattraktiv, die Mieten sind niedrig. Die verlassenen Gebäude werden teilweise von Immobilien- und Investmentfirmen aufgekauft, in der Hoffnung auf zukünftige Umwidmung in ein Wohngebiet und spätere Gewinne.

Die Aufwertung dieses Viertels wird einerseits durch den Ausbau von FH und Listhalle offiziell betrieben, zwischen diesen Prestigebauten arbeiten seit nunmehr einem Jahr KünstlerInnen zu prekären Konditionen: Das Projekt “Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz” ist ein selbstorganisiertes Atelierhaus mit derzeit 24 KünstlerInnen. Die ca. 3.000 m2 wurden von einer Wiener Investmentfirma auf Basis eines Prekariums (Bittleihe) zur Verfügung gestellt. Die AteliernutzerInnen bezahlen nur die Betriebskosten, sind jedoch jederzeit kündbar.

Prekäre (T)Räume untersucht Arbeitsbedingungen, Chancen und Probleme solcher Konstellationen und intendiert die Standortbestimmung des „Schaumbads“ im Kontext der Grazer Stadtentwicklung, sowie Erfahrungsaustausch und Vernetzung mit unterschiedlich gelagerten, jedoch vergleichbaren europäischen Projekten. Dieser Diskurs soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Freitag 4. 9. 15:00 Uhr:
Christian Nussmüller, Stadtbaudirektion, EU Projekt Graz-West
Ursula Obernosterer
Gottfried Prasenc, GAFT (angefragt)
Daniel Bergmayr, Eva Ursprung, Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz

20:00 Uhr: „Notorious Noise Brigade“ (Konzert)
DJ flo´niel aka traumvogel
bj itsch

Samstag 11:00 Uhr:
Präsentationen selbstorganisierter europäischer Atelierhäuser

Daniel Schörnig – Mitbegründer der Galerie b2, Spinnerei Leipzig (D)
Sandra Jogeva – Art Container / Polymer, Tallinn (EE)
Alena Boika – Divus/Umelec Prag (CZ)
Gotlind Timmermans – Domagk Atelier München (D)
David Mataro, Dajana Menenget – nave j, Barcelona (E)
Borut Savski – Cirkulacija, ROG, Ljubljana (SLO)
Juan Widmer – Rote Fabrik, Zürich (CH)

20:00 Uhr: bj itsch

Street Art Praktikum

Mal ein ganz besonders Praktikumsangebot ;-)
via rebel:art

Von der Konferenz „Prekäre Perspektiven? Zur sozialen Lage von Kreativen“ die am 22. und 23. Juni in der Urania Wien statt fand, (Ankündigung hier) berichtet die Radiosendung Bewegungsmelder Kultur der IG Kultur Österreich, die über die Audiodatenbank der Freien Radios downloadbar ist.

Kunst hilft durch die Krise! Der französische Künstler The Wa hat den Slogan “Bewerbung im öffentlichen Raum” jetzt in Marseille wortwörtlich genommen, die Citylight-Plakate entfernt und durch reale Lebensläufe von Arbeitsuchenden ersetzt. (via rebel:art)

Mehr Bilder …

Der Kulturrat Österreich präsentierte heute die Arbeitsergebnisse zum Thema Arbeitslosenversicherung im ersten Halbjahr 2009. Kunst-, Kultur und Medienschaffende sind am AMS in aller Regel komplizierte Einzelfälle. Nur häufen sich diese Einzelfälle, dass erwerbsarbeitslose Menschen aus der Versicherungsleistung herausfallen. Die Sachlage ist kompliziert, die Betroffenen müssen einstweilen halt mit den Wirrnissen leben (oder auch nicht), die Details sind beim Kulturrat nachzulesen.

Nochmal YouTube-sei-Dank: Auch die Doku “Prekär, frei und Spaß dabei!” (Blogeintrag hier) gibts zum Nachschauen. Diese Dokumentation zeigt künstlerisches Handeln als verantwortungsbewusste Verbindung zwischen Kunst, Gesellschaftskritik und Politik.

Zu den Teilen 2 bis 7 der Doku …

fair statt prekär

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das Gebet an die Schutzheilige

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