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Mit der Mindestsicherung wird jetzt das Sozialsystem armutsfest gemacht. Sagen die einen. Jetzt wird ja keiner mehr arbeiten gehen. Sagen die anderen. Nichts von beiden wird eintreten …,
beginnt eine sehr schöne Presseaussendung der Armutskonferenz, in der sie mit Mythen zur Mindestsicherung aufräumt und die unseriösen Beispiele aus dem Finanzministerium dazu kritisiert.
Mit der so genannten Mindestsicherung werden
völlig falsche Erwartungen geweckt. (…) Es wird über etwas diskutiert, das es so gar nicht gibt.
Und zur Absicht, die geplante Mindestsicherung nur 12 Mal im Jahr auszuzahlen und damit noch einmal zu reduzieren, wird ausgeführt:
Wenn nun der Finanzminister darüber streitet, ob die Sozialhilfe innerhalb eines Jahres 12 Mal oder 14 Mal ausbezahlt wird, dann heißt das auch: Es wird derzeit darüber gestritten, ob Kindern ein monatliches Sozialhilfe-Existenzminimum in der Höhe von 220 oder aber max. 257 Euro zugestanden werden soll, von dem alle anteiligen Kosten – auch die Miete – bezahlt werden müssen.
Gegen die Reduktion auf 12 x im Jahr und darüber hinaus für eine weitreichendere Grundsicherung, die u.a. auch eine Sockelung von Arbeitslosengeld und Notstandshilfe, einen Mindestlohn von 7,50 EUR und ausbau von Infrastruktur beinhaltet, sprechen sich übrigens auch Anträge der AUGE/UG an die AK-Wien aus, über die bei der Vollversammlung am 3. November abgestimmt wird.
Am Dienstag, dem 13. Oktober ‘09 ist das 776 Seiten starke „Handbuch Armut in Österreich“ im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Sybille Summer vom Republikanischen Club in Wien und Mitautorin sowie Mitherausgeberin Karin Heitzmann vom Institut für Sozialpolitik der Wirtschaftsuni Wien präsentiert worden.
Stand der Forschung zum Phänomen „Armut“
Das Handbuch Armut in Österreich gibt als Sammelband und Nachschlagwerk mit Beiträgen von 48 ExpertInnen einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich.
Video-still der Veranstaltung auf ichmachpolitik.at

Sybille Summer und Karin Heitzmann
Dazu später hier mehr, sowieso die Empfehlung des UG-Novelle Diskussionsarchiv und jetzt aktuell nur dieser ganz aktuelle Hinweis:

Die Kampagne Clean-IT von Südwind
informiert über die Arbeitsbedingungen in der Computerproduktion und schafft Bewusstsein für die problematischen Auswirkungen auf Umwelt und Menschen. Wir fordern KonsumentInnen und öffentliche BeschafferInnen in Gemeinden, Ländern und Universitäten auf, ihre Kaufkraft zu nutzen um soziale und ökologische Mindeststandards einzufordern.
In der schnell wachsenenden Computerindustrie mangelt es an vielem: keine festen Beschäftigungsverhältnisse, keine existenzsichernden Löhne, Zwangsüberstunden, die Unterbindung gewerkschaftlicher Interessensvertretung oder auch mangelnde Sicherheitsvorkehrungen bei der Arbeit mit giftigen Chemikalien.
Am 9.Juni findet in Wien eine Veranstaltung „Von Nähstuben und High-Tech-Fertigung“ statt, wo eine AK-Studie zum Thema “ArbeitnehmerInnenrechte in globalen Produktionsnetzwerken am Beispiel des rumänischen Bekleidungs- und Elektroniksektors” präsentiert wird.
Am Montag, den 22. und Dienstag, den 23. Juni 2009 findet in der Wiener Urania die Konferenz „Prekäre Perspektiven? Zur sozialen Lage von Kreativen“ (Programm und Anmeldung) statt, verstaltet von Kunstministerium. Die Konferenz ist nun jene Diskussion, die BMin. Schmied nach der Studie zur sozialen Lage der KünstlerInnen, versprochen hatte (Santa Precaria berichtete). In dieser Studie wurde deutlich, wie prekär die Lage der Kulturschaffenden ist – was die Interessensvertretungen sowieso schon seit Jahren betonen. Erfreundlich ist, dass diese stark ins Konferenzprogramm eingebunden sind – das lässt hoffen, dass diese Konferenz wirklich ein Schritt sein könnte, dass endlich etwas passiert! Zeit wirds!
So, 26.4.2009, ab 10 Uhr
AUGE/UG – Filmmatinee: „It s a free world“
im Admiral-Kino, 7., Burggasse 119
AUGE/UG und die Grünen Wien laden ein zur Filmmatinee zum Auftakt der Filmtage im Vorfeld des Tags der Arbeitslosen am 30.4.
Programm:
- ab 10 Uhr: Come together und Frühstück
- ab 11 Uhr: Filmbeginn von „It s a free world“
Kaum einem Regisseur gelingt es zur Zeit so konsequent, in seinen Geschichten die Strukturen einer Welt offenzulegen, in der Verantwortung und Solidarität verschwunden sind. Packend und eindringlich erzählt Ken Loach ein hervorragend besetztes Drama zwischen Wirtschaftskrimi und Familiengeschichte.
- im Anschluss: Diskussion unter dem Thema „Mehr Gerechtigkeit im Börsel“ mit:
Kathrin Pelzer (Frauensolidarität)
Klaudia Paiha (AUGE/UG)
Karl Öllinger (Grüne, Abg. zum Nationalrat)
David Ellensohn (Grüne, Stadtrat Wien)
Eintritt frei!
Am Samstag, 28. März 2009 findet ein internationaler Aktionstag unter dem Motto „WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE! Für eine demokratische und solidarische Gesellschaft“ statt. In Wien ist eine Demonstration geplant: Treffpunkt ist um 13.00 Uhr am Westbahnhof, die Schlusskundgebung ist um 16.00 Uhr vor dem Parlament.
Die schwerste Krise des Kapitalismus seit 1929 betrifft uns alle: massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, verlorene Häuser und Geldanlagen, teure Energie und Lebensmittel. Weltweit verlieren Menschen ihre Existenzgrundlagen und Lebensperspektiven. Die Regierungen, die die Krise durch die Entfesselung der Finanzmärkte wesentlich zu verantworten haben, retten jedoch vorrangig die Banken und die Reichen mit unseren Steuergeldern. Dagegen wehren wir uns!
Nur wenn sich viele Menschen solidarisieren und gemeinsam agieren, wird sich etwas ändern!
Zahlreiche Freund_innen der Santa Precaria sind unter dem Aufrufer_innen, nähere Informationen gibt es auf http://www.28maerz.at/.
Präsentation und Diskussion des ksoe-Dossiers
Prekäre Zeiten für Frauen
Mittwoch, 4.3.2009, 19.00 – 21.00 Uhr
Otto-Mauer-Zentrum, Währinger Str. 2- 4, 1090 Wien
Um die Umsetzung von erweiterten Öffnungszeiten oder der Sonntagsöffnung (z.B. auf Bahnhöfen und Flughäfen) realisieren zu können, werden vor allem Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte angestellt. Bei diesen „A-typischen“ handelt es sich sehr häufig um Frauen, die mit prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen konfrontiert sind.
Wie kann die Situation dieser Frauen verbessert werden? Was sind qualitätsvolle Arbeitsbedingungen im Handel? Was sind die Folgen einer Sonntagsöffnung für die Handelsangestellten und für andere Branchen?
mit:

Der Verein SOHO IN OTTAKRING sucht für das kommende Festival SOHO IN OTTAKRING (16. bis 30. Mai 2009) zum Themenschwerpunkt „arbeiten oder nicht arbeiten“ Projektvorschläge. Bis zum 15. Januar 2009 ist es für einzelne, in Gruppen oder in einem Verein arbeitende KünstlerInnen, Kulturschaffende bzw. Personen, die auch in anderen Feldern tätig sind und sich für den Themenschwerpunkt interessieren, möglich, Projekt- und Ausstellungsideen einzureichen. Detaillierte Informationen zum Themenschwerpunkt, über die Ausschreibung und zu SOHO IN OTTAKRING allgemein sind auf http://www.sohoinottakring.at/blog/
SOHO IN OTTAKRING ist ein im Jahre 1999 aus einer Künstlerinneninitiative entstandenes Kunst- und Stadtteilprojekt, welches sich über das Brunnenviertel von Ottakring, 16. Wiener Gemeindebezirk, ausdehnt.
zuerst zum 2. Dezember. Da findet das Symposium
Prekarisierung – Veränderungen in der Arbeitswelt
Dienstag, 2. Dezember 2008, 9.00 Uhr
AK Bildungszentrum, Großer Saal
Diese Veranstaltung gibt Menschen, die sich in der ArbeitnehmerInnenvertretung, in der Arbeitswelt und in der Wissenschaft mit dem Thema Prekarisierung beschäftigen, Raum für Diskussion, Gedankenaustausch und Vernetzung.
Ziel der Veranstaltung ist, konkrete politische Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Das Programm (pdf) gibt es hier herunter zu laden. Anmeldungen sollten bis zum Di, 25.11. eingehen.
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Zwei Tage darauf, am Do, 6.12. gibt es dann eine interessante Buchpräsentation in der ÖGB-Fachbuchhandlung:
Zwischen Wischmopp und Laptop
kommt bekannt vor? Jup, das Buch geht auf eine Veranstaltung zurück und von der wurde hier schon berichtet.
Weitere Informationen zur Buchpräsentation gibt es im Blog der Gewerkschaftsschule Wien!
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