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Am 28. Oktober findet um 19:00 Uhr in der KAPU, Linz, eine Buchpräsentation mit Arndt Neumann statt. VeranstalterInnen sind MAIZ und der Infoladen Treibsand.
»Wir arbeiten mehr als je zuvor, schaffen bis zu 14 Stunden am Tag, und die Arbeit macht uns bei weitem nicht so kaputt wie die ›nur‹ acht Stunden vorher im Betrieb. Das liegt ganz eindeutig daran, dass uns der Sinn der Arbeit klar ist …« 1976 veröffentlicht die Arbeiterselbsthilfe Frankfurt dieses Selbstverständnis. Heute könnte es als Leitspruch der „neuen Selbständigen“ und neoliberaler Managementkonzepte gelten. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten hat sich die Bedeutung von „Autonomie“ grundlegend gewandelt.
Was bedeutet es also heute, für autonomes und selbstbestimmtes Arbeiten einzutreten? Ist die These berechtigt, dass die Autonomiebewegung eine Wegbereiterin des Neoliberalismus war?
Am Dienstag, dem 13. Oktober ‘09 ist das 776 Seiten starke „Handbuch Armut in Österreich“ im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Sybille Summer vom Republikanischen Club in Wien und Mitautorin sowie Mitherausgeberin Karin Heitzmann vom Institut für Sozialpolitik der Wirtschaftsuni Wien präsentiert worden.
Stand der Forschung zum Phänomen „Armut“
Das Handbuch Armut in Österreich gibt als Sammelband und Nachschlagwerk mit Beiträgen von 48 ExpertInnen einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich.
Video-still der Veranstaltung auf ichmachpolitik.at

Sybille Summer und Karin Heitzmann
Dazu später hier mehr, sowieso die Empfehlung des UG-Novelle Diskussionsarchiv und jetzt aktuell nur dieser ganz aktuelle Hinweis:
Im folgenden dokumentieren wir eine Pressemitteilung des Kulturrat Österreichs, des Dachverbands der österreichischen Kulturschaffenden zu einer Diskussionsveranstaltung.
Santa Precaria hat über das Thema schon berichtet.
Die Regierungsparteien unisono: Es wird keine Sofortmaßnahmen geben
Kulturrat Österreich hat VertreterInnen der Regierungsparteien zu einer Podiumsdiskussion über die (Nicht)Vereinbarkeit von selbstständiger/unselbstständiger Arbeit und Arbeitslosenversicherung eingeladen.
Die auf diesem blog angekündigte Diskussion derStand.punkt widmete sich diesmal dem Thema „Endstation Armut – Sozialstaat in der Krise?“
Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. Und dennoch leben eine Million Menschen trotz Erwerbstätigkeit an oder unter der Armutsgefährdungsschwelle. Fast eine halbe Million Menschen leben in manifester Armut. „Ist etwas faul im Sozialstaate Österreich?“ Diese Fragen stellten sich Moderatorin Anita Zielina und ihre Gäste bei der dritten Diskussionsrunde von derStand.punkt auf okto und derStandard.at.
Einen Bericht der Veranstaltung mit Video findet ihr hier.
Wenn prekär normal ist – und was frau dagegen tun kann
„Santa Precaria“ ist die weibliche Form einer Kunstfigur, die von jungen Leuten in Italien als „Beschützerin aller prekär Beschäftigten“ kreiert wurde. Diese werden auch in Österreich immer mehr. Einen gesicherten Arbeitsplatz und ausreichendes Einkommen zu haben gilt fast schon als Privileg angesichts der wachsenden Zahl von Menschen in Leiharbeit, befristeter oder geringfügiger Beschäftigung, (Schein)-Selbständigkeit, Ich-AGs und Mini-Jobs. Prekär und atypisch zu arbeiten ist für viele Frauen eigentlich normal. Hintergründe und Ursachen, Zahlen und Fakten, Folgen und langfristige Konsequenzen für die Einzelnen und die Gesellschaft sind Themen dieses Abends, ebenso aber auch die möglichen und nötigen Handlungsfelder für eine Veränderung in Richtung GUTE ARBEIT für alle.
Termin: Di 28.04.2009, 19:00 – 21:30 Uhr
Referentin: Mag.a Anna Wall-Strasser
Leiterin der Betriebspastoral OÖ
Kosten: EUR 8,-
Kooperation: Haus der Frau & KAB
Informationen und Anmeldung: http://www.hausderfrau.at
Die IG Freie Theaterarbeit lädt zu einer Präsentation mit Pressegespräch und Open Space: Prekäre Freiheiten / Arbeit im freien Theaterbereich in Österreich. Die Veranstaltung findet am 18. Februar 2009 von 10-18 Uhr im DSCHUNGEL Wien, 1070 Wien, Museumsplatz 1 statt. Die IG Freie Theater hat sich damit eine neue, ungewöhnliche Form überlegt eine Broschüre verfasst von Sabine Kock vorzustellen und deren Inhalte öffentlich zu diskutieren.
Die Probleme sind bekannt: Kurzfristig wechselnde Beschäftigungsverhältnisse und eine bereits dominierende und weiter wachsende Zahl selbstständiger Tätigkeiten mit immer wieder und immer öfter dazwischen liegenden Zeiten der Arbeitslosigkeit bzw. ohne Einkommen machen Kunst und Kultur gegenwärtig zu einer seltsam erprobten Avantgarde prekärer Arbeitsverhältnisse, obwohl das seit 1922 geltende Schauspielergesetz Anstellungen auf der Bühne generell vorschreibt.
Künstlerisches Einkommen ist unbeständig und reicht für viele insgesamt kaum noch zum Erhalt der Existenz.
Mehrfachversicherungen verkomplizieren die Situation und vielfach haben Theaterschaffenden an den Leistungen der Systeme, in die sie doppelt einzahlen, keinen Anteil.
Förderungen im freien Theaterbereich bewegen sich zwischen einem Zehntel und einem Tausendstel der Förderung für große Institutionen – legale Anstellungsverhältnisse sind damit nicht zu realisieren. Gleichzeitig führen rückwirkende Prüfungen von Gebietskrankenkassen zu empfindlichen Nachzahlungen und Strafen für einzelne Gruppen und Häuser. Hier liegt ein grundlegendes Strukturproblem vor. Die Gesamtsituation der Sparte ist unhaltbar geworden und erfordert dringendes Handeln auf allen politischen Ebenen.
Mehr Infos und Anmeldemöglichkeit gibt es auf der Homepage der IG Freie Theaterarbeit.

Im Rahmen des Weiterbildungsprojekt NEEDful things von KUPFakademie, FIFTITU% – Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur OÖ sowie des Forums der AbsolventInnen der Kunstuniversität Linz gibt es 2009 ein vielfältiges Angebot für KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen, das an der Arbeitsrealität im Kulturbereich anknüpft, die oftmals von Prekarität geprägt ist. Fünf Info-Abende informieren über relevante Themen von Steuerrecht bis Sozialversicherung und im Rahmen von drei Seminaren haben TeilnehmerInnen die Möglichkeit, relevante Skills zu vertiefen. Ziel ist neben praktischen Informationen auch Raum für die Reflexion der eigenen Arbeitsrealität im Kulturbereich zu schaffen. Das Projekt wird im Herbst 2009 fortgesetzt. Die Infoabende und Workshops sind für alle Interessierten zugänglich und werden möglichst kostengünstig angeboten. Eine Anmeldung ist erforderlich und auf http://www.kupfakademie.at möglich.
Infoabende – Praktische Infos für den künstlerischen Berufsalltag
Beschäftigungsformen
Steuerrecht für Selbstständige
Prekäres Arbeiten – Ein Blick auf Ressourcen
UrheberInnenrecht
Sozialversicherung für KünstlerInnen
Seminare
Geschlechterrollen im Kulturverein
KünstlerInnen als UnternehmerInnen – Das Leben ist kein Butterbrot
Frau Mayer bitte zum Mikrophon

Letztes Wochenende ging die Verstaltung „Freiheit und Prekarität“, auf die ich in diesem Blogbeitrag hingewiesen habe, über die Bühne. Am Vernetzungstag kulturschaffender Frauen und beim Symposium der feministischen Wissenschaftlerinnen ging es um die aktuelle Lebensituation von Frauen in Kunst, Kultur und Wisssenschaft, die weitreichend von Prekarität geprägt ist.
Alle, die nicht dabei waren, können die Ergebnisse bei den Freien Radios nachhören; das ergibt eine kräftige Podcast-Füllung zum Thema:
- Umfangreiches FROzine-Interview nach der Veranstaltung mit Mag.a Roswitha Kröll, einer der MitveranstalterInnen
- Ausführliche Veranstaltungsankündigung im Bewegungsmelder Kultur der IG Kultur Österreich. In diesem Beitrag wird auch die BMUKK-Studie zur sozialen Lage der KünstlerInnen näher erläutert.
- Beim Portrait anlässlich von 10 Jahre FIFTITU% von Radio KUPF wird diese Veranstaltung auch angekündigt und inhaltlich besprochen
Eine schriftliche Dokumentation stellen die VeranstalterInnen für Frühjahr 2009 in Aussicht.
zuerst zum 2. Dezember. Da findet das Symposium
Prekarisierung – Veränderungen in der Arbeitswelt
Dienstag, 2. Dezember 2008, 9.00 Uhr
AK Bildungszentrum, Großer Saal
Diese Veranstaltung gibt Menschen, die sich in der ArbeitnehmerInnenvertretung, in der Arbeitswelt und in der Wissenschaft mit dem Thema Prekarisierung beschäftigen, Raum für Diskussion, Gedankenaustausch und Vernetzung.
Ziel der Veranstaltung ist, konkrete politische Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Das Programm (pdf) gibt es hier herunter zu laden. Anmeldungen sollten bis zum Di, 25.11. eingehen.
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Zwei Tage darauf, am Do, 6.12. gibt es dann eine interessante Buchpräsentation in der ÖGB-Fachbuchhandlung:
Zwischen Wischmopp und Laptop
kommt bekannt vor? Jup, das Buch geht auf eine Veranstaltung zurück und von der wurde hier schon berichtet.
Weitere Informationen zur Buchpräsentation gibt es im Blog der Gewerkschaftsschule Wien!
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