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Auf der Website von EAPN, dem The European Anti-Poverty Network, an dem auch die österreichische Armutskonferenz beteiligt ist, findet sich (in englischer Sprache) ein aufschlussreicher Vergleich der Mindestsicherungssysteme europäischer Länder.
Telepolis schreibt:
Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) kommt zu dem Ergebnis, dass die von der Bundesagentur für Arbeit in den letzten Jahren für „Bewerbungstrainings“ von ALG-II-Empfängern ausgegebenen Gelder sinnlos verbrannt wurden, weil solche Maßnahmen keinerlei Auswirkungen auf die Beschäftigungsaussichten haben.
Na, da möchte ich wetten, dass das auch für Österreich gilt.
Die Interessensgemeinschaft work@education bietet zwei neue Broschüren für Lehrende, Vortragende, Trainer_innen an, die besonders auch für prekär Beschäftigte in diesem Feld von Interesse sind:
Honorarbarometer 2009
Zum vierten Mal konnten uns TrainerInnen, Vortragende und Lehrende ihre Honorar- und Vertragsbedingungen anonym per Online-Befragung zur Verfügung stellen. Diese Daten wurden in den Bereichen Einkommensentwicklung, Vertragsbedingungen, AMS-Maßnahmen… ausgewertet. [...] Das Honorarbarometer 2009 zeigt erneut auf, dass die Honorare stagnieren bzw. real sinken, der Trend zum einheitlichen Stundenhonorar weiter geht, Erfahrung bei der Höhe der Honorare keine Rolle spielt und vieles mehr
Broschüre zur Beschäftigung in privaten Bildungseinrichtungen: Rechtsgrundlagen – Vertragsarten – Einkommen.2009
Wir, als GPA-djp, stehen und treten für arbeits-, sozialversicherungs- und steuerrechtlich korrekte Rechtsverhältnisse ein. In den letzten Monaten wurde viel über dieses Thema diskutiert und einige Fragen sind aufgetaucht. Mit unserer Informationszeitung wollen wir die vielen, teils stark
verunsicherten, KollegInnen über die rechtlichen Rahmenbedingungen aufklären und zur Diskussion über die unterschiedlichen Verträge und Mindestnormen einen -rechtlich- korrekten Beitrag leisten.
Beide Broschüren können bei der GPA-djp Interessensgemeinschaft work@education leider ziemlich umständlich bestellt werden.
Ein interessanter Beitrag, gerade im Kontext der Proteste an den Universitäten, auf science.orf.at: Was man gegen Prekarisierung tun könnte
Projektorientierung, befristete Verträge, keine Anstellungen: Die Prekarisierung der Arbeit schreitet auch in der Wissenschaft voran. Was man aus Sicht der Betroffenen dagegen tun kann, hat eine aktuelle Studie untersucht.
Am Dienstag, dem 13. Oktober ‘09 ist das 776 Seiten starke „Handbuch Armut in Österreich“ im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Sybille Summer vom Republikanischen Club in Wien und Mitautorin sowie Mitherausgeberin Karin Heitzmann vom Institut für Sozialpolitik der Wirtschaftsuni Wien präsentiert worden.
Stand der Forschung zum Phänomen „Armut“
Das Handbuch Armut in Österreich gibt als Sammelband und Nachschlagwerk mit Beiträgen von 48 ExpertInnen einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich.
Video-still der Veranstaltung auf ichmachpolitik.at

Sybille Summer und Karin Heitzmann
Das Institut für Kinderrechte und Elternbildung führt derzeit eine Studie zum Thema *Kinderarmut* durch und sucht dafür Kinder zwischen 8-12 Jahren und deren Eltern bzw. ein Elternteil, die von Armut betroffen sind und bereit zu einem ca. ein- bis zweistündiges Gespräch sind.
Die Studie will sich der Themenstellung aus Kinderperspektive nähern und von Armut betroffene Kinder selbst zu Wort kommen lassen. Dabei wird unter Armut nicht nur einen Mangel an materiellen Ressourcen verstanden, sondern auch soziale, psychische und gesundheitliche Aspekte miteinbezogen.
Den Fokus der Studie bildet die Frage, wie Kinder, die in irgendeiner Form von Armut betroffen sind, ihre Situation wahrnehmen und welche Bewältigungssstrategien sie im Umgang damit entwickeln. Besonderes Augenmerk soll auf die Frage gelegt werden, inwiefern sich Armutserfahrungen auf die Persönlichkeitsentwicklung der befragten Kindern auswirken und welche Rolle hierbei das Gefühl der Selbstwirksamkeit spielt. Read the rest of this entry »

Über eine interessante Studie berichtet das Blog Lisi’s Merkzettel: Für Frauen mit Kindern kann der Zeitvorteil einer Teilzeitbeschäftigung die Nachteile (schlechtere Bezahlung, weniger interessante Arbeit, verringerte Aufstiegschancen) nicht aufwiegen. Mütter mit Teilzeitbeschäftigung sind zwar zufriedener als jene, die nicht erwerbstätig sind. Aber es zeigt sich auch, dass es den Müttern, denen es gelingt Vollzeit erwerbstätig zu sein, am besten geht.
Dieses Ergebnis liefern Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), einer repräsentativen Umfrage aus der BRD.
Der bernische Regierungsrat Philippe Perrenoud (SP) will Zeichen setzen. Es scheint Perrenoud mit der Bekämpfung der Armut im Kanton ernst zu sein. Sein Ziel ist erklärtermassen die «Halbierung der Armut im Kanton Bern innerhalb der nächsten 10 Jahre». Perrenoud stammt selbst aus einer Arbeiterfamilie und aus ärmlichen Verhältnissen.
Diese Erfahrung des Mangels und der Ungleichheit habe ihn, der vormals als Arzt praktizierte, schliesslich zur Politik geführt.
Alarmierende Zahlen
Perrenouds Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) verwendete für ihren Sozialbericht 2008 primär Steuerdaten, was ermöglichte, ein sehr genaues und umfassendes Bild der Lage im Kanton zu erheben. Die erhobenen Daten sind erschreckend. In der reichen Schweiz sind 7 % der Bevölkerung arm (bis 50 % des mittleren Einkommens) und weitere 5 % (50 bis 60 % des mittleren Einkommens) sind akut armutsgefährdet. In Franken gerechnet ist der Unterschied gering. Es handelt sich um eine Differenz im Einkommen von 350 Franken pro Monat und Person. Diese Grenzen sind rein mathematisch und somit willkürlich. Ein menschenwürdiges Leben lässt sich mit diesen Beträgen in der Hochpreisinsel Schweiz nicht realisieren. Eine Langzeitstudie zeigte, dass 20 % der Menschen hierzulande zumindest vorübergehend auf Zusatzleistungen angewiesen sind. Jedes 10. Kind von 0 – 5 Jahren ist im Kanton Bern über seine Eltern auf Sozialhilfe angewiesen.
Parteien ignorieren Probleme
Die Studie der GEF ist plausibel aufgebaut, die Problemfelder sind klar dokumentiert. Und in einem geht der Bericht gar völlig neue Wege:
In einem separaten Band befinden sich zehn ausführliche Interviews mit betroffenen Menschen. Damit wird die Statistik aufgebrochen, erhalten die abstrakten Zahlen ein Gesicht. Es müsse daran erinnert werden, dass es beim Thema Existenzsicherung um Menschen gehe, «weil die Armen keine Lobby haben», sagt Perrenoud. Und:
«Es gibt keine Partei der Armen. Die bestehenden Parteien, sogar die Linksparteien, kennen die Armut schlecht und stellen deren Bekämpfung nicht ins Zentrum ihrer Programme.»
Als Santa Precaria Bloggerin muss ich immer aufpassen, dass ich nicht völlig abrutsche in eine depressive Stimmung, denn viel Gutes gibt es von Schutzbefohlenen der Santa Precaria nicht zu berichten.
Heute habe ich wenigstens gelesen, dass Frauen in der britischen Spieleindustrie besser verdienen als Männer. Na, wenigstens irgendwo.
Frauen sind es aber auch, die primär von den Arbeitsbedingungen im Einzelhandel betroffen sind.
Im Blog ArbeitsKlimaWandel findet sich eine Zusammenfassung einer Umfrage der GPA-djp zu den Arbeitsbedingungen bei Schlecker, die mit geordneten Arbeitsverhältnissen eigentlich gar nichts mehr zu tun haben.
Und: 76% der Befragten geben an, dass sie beim Verlassen der Filiale kontrolliert werden.
Betroffene können sich in der von der GPA-djp eingerichteten Erfahrungsbörse austauschen.
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Eine Umfrage der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp und der Mediengruppe Online zeigt, dass eine große Mehrheit der Online-Journalist_innen redaktionell tätig ist und eigene Geschichten produziert, aber vertraglich nicht als RedakteurInnen anerkannt wird.
Ermöglicht wird das v.a. durch die Ausgliederung der Online-Redaktionen aus den Medienhäusern, was eine „Kollektivvertragsflucht“ ermöglich. Die berüchtigten „Freien Dienstverträge“ dominieren den Online-Journalismus.
Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp kommentiert:
Die unfaire und inadäquate Behandlung der Kolleginnen und Kollegen in den Online-Redaktionen greift nicht nur deren wirtschaftliche Basis an, sondern stellt auch eine ernste Bedrohung für die Meinungsfreiheit in Österreich dar.
Informationen zur Studie gibt es bei der GPA-djp. Interessant ist auch das Blog der Mediengruppe Online, in dem unter anderem zu erfahren ist, dass bei einem schwedischen Online-Portal Journalist_innen nach Klicks bezahlt werden. Na, danke!




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