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Eine interessante Veranstaltung, besonders für im Kulturbereich Beschäftigte:

„Freie Dienstverträge und andere Arbeitsverhältnisse im Kulturbereich“
Montag, 16. November 2009 , 17.00 GPA (Gewerkschaft der Privatangestellten), GPA-djp-Service-Center, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 Wien

In der Kunstvermittlung gibt es wenig fixe Anstellungsverhältnisse. Die meisten VermittlerInnen arbeiten als freie DienstnehmerInnen. Bei diesen Dienstverhältnissen tauchen oft Fragen bezüglich Versicherung und Abgaben auf. Der Verband für Kulturvermittlung bietet daher einen Gratis-Info-Termin für alle freien DienstvertragsnehmerInnen an.

Anmeldung bei Brigitte Hauptner: b.hauptner@belvedere.at

via Kunstvermittlungs-Blog

Die KUPFakademie, FIFTITU% und das Forum der AbsolventInnen der Linzer Kunstuniversität veranstalten am Mi. 18. November einen Workshop „Prekäres Arbeiten – Ein Blick auf Ressourcen“. Für KünstlerInnen, KulturarbeiterInnen und alle anderen Betroffenen besteht dabei die Möglichkeit, sich über ihre Situation auszutauschen und individuelle wie kollektiv-politische Bewältigungsstrategien zu erarbeiten.

Ich, Andrea, habe in diesem Workshop Gelegenheit mal nicht nur übers Thema zu bloggen, sondern als Leiterin gemeinsam mit den TeilnehmerInnen, ganz konkret am Thema zu arbeiten. Ich würde mich freuen, vielleicht den/die eine oder andere Leser_in dieses Blogs zu treffen!

Die Vorträge der Konferenz „Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich“ (Ankündigung bei Santa Precaria) sind nun vom BMUKK online gestellt worden (via Das Kulturmanagement Blog). Hintergrund dieser Konferenz ist eine Studie zum Thema, die die desaströse Situation deutlich macht. Was folgt? Wann wird auf die Forderungen der Interessensvertretungen der Kulturschaffenden reagiert?

Im PrekärCafé gibt es am Dienstag, 1. September 2009 (Café ab 18 Uhr, Veranstaltungsbeginn 20 Uhr) gibt es im W23, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien einen Filmabend. Die Ankündigung:

Im letzten Prekärcafe dieses Sommers gehen wir es mit gemeinsamen Filmschau’n, Popcorn & Bier noch einmal gemütlich an: Das Thema des Abends ist Film als politisierendes Medium — und das wollen wir dabei konkret
anhand von filmischen Umsetzungen von militanten (Selbst-)Untersuchungen diskutieren. Die Grundfrage wird dabei sein, inwieweit solche Untersuchungen im Film politisierend wirken können. Wir werden uns dazu (Selbst-)Untersuchungen anschauen, bei denen Leute zu ihren Lebens- und Arbeitsverhältnissen interviewt werden bzw. sich selbst interviewen, politische Interventionen und Aktionen dokumentieren, reflektieren etc. Die verschiedenen Ansätze sollen dann im Anschluss an die Filme diskutiert werden. Dafür werden Ausschnitte u. a. aus folgenden Dokus und Kurzfilmen gezeigt:

- N.N. (Wien): Freundliche Nasenlöcher machen – Frauen zu (Lohn-)Arbeit, Widerstand und Utopien (8. März-Demo 2006)
- K.U.U.G.E.L. (Innsbruck): Militante Untersuchung. 15 Minutes of Fame & Work (Galerie im Taxispalais 2005)

Darüber hinaus sollen auch Ausschnitte eines Filmprojekts des Prekärcafé-Wien zu Erfahrungen, Strategien, Austausch und Vernetzung mit Erwerbslosen im Kontext des AMS gezeigt und im Hinblick auf folgende Fragen diskutiert werden:

Inwieweit kann Film ein Medium sein, das politisierend wirkt und wie? Was funktioniert bzw. was nicht und warum? Eine filmische Intervention ist eigentlich ein Gruppenprozess, was passiert daher mit den Beteiligten? Wie nehmen Interviewte und Durchführende den Prozess wahr und wird das im Film ersichtlich bzw. wie könnte es dokumentiert werden? Was löst die Untersuchung bei den ZuseherInnen aus? Gibt es Anknüpfungspunkte für das eigene Leben und / oder Anregungen für die eigene politische Praxis? Geht die Untersuchung irgendwie über eine Situationsbeschreibung und eine Darstellung verschiedener Strategien hinaus und weist damit in eine utopische Richtung? Kann eine militante Untersuchung auch in die Hose gehen bzw. eigentlich den gegenteiligen Effekt von dem intendierten erzeugen (z.B. Frust statt Lust darauf, sich zu organisieren und politisch aktiv zu werden)? Was ist eigentlich das Aktivierende bei Filmen?

Das Prekärcafé lädt alle Interessierten zum Filmschauen und einem Austausch darüber und über eigene Erfahrungen mit Film als politische Aktionsform und militanten (Selbst-)Untersuchungen ein.

Informationen auf MySpace

Eine interessante Veranstaltung in Graz zum Zusammenhang von Wohnen, KünsterInnensein, Arbeiten und Leben:

Prekäre (T)Räume – Kunst in geborgten Häusern.
Freitag, 4. September 2009 um 15:00 -
Sonntag, 6. September 2009 um 02:00
Ort: Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz, Starhemberggasse 4, Graz, Austria
Veranstalterin: Schaumbad

Facebook-Veranstaltungsankündigung

Ein seit den 1980er Jahren international um sich greifender Trend hat nun erstmals auch Graz erreicht: die Gentrifizierung bislang unattraktiver Stadtteile durch mietfreies oder kostengünstiges Ansiedeln von KünstlerInnen in innenstadtnahen ehemaligen Gewerbe- und Industrieanlagen.

Im Gebiet um die Grazer Waagner-Biro Straße reihen sich halb verfallene, desolate Fabriks- und Gewerbegebäude aneinander, machen die Gegend als Wohngebiet unattraktiv, die Mieten sind niedrig. Die verlassenen Gebäude werden teilweise von Immobilien- und Investmentfirmen aufgekauft, in der Hoffnung auf zukünftige Umwidmung in ein Wohngebiet und spätere Gewinne.

Die Aufwertung dieses Viertels wird einerseits durch den Ausbau von FH und Listhalle offiziell betrieben, zwischen diesen Prestigebauten arbeiten seit nunmehr einem Jahr KünstlerInnen zu prekären Konditionen: Das Projekt “Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz” ist ein selbstorganisiertes Atelierhaus mit derzeit 24 KünstlerInnen. Die ca. 3.000 m2 wurden von einer Wiener Investmentfirma auf Basis eines Prekariums (Bittleihe) zur Verfügung gestellt. Die AteliernutzerInnen bezahlen nur die Betriebskosten, sind jedoch jederzeit kündbar.

Prekäre (T)Räume untersucht Arbeitsbedingungen, Chancen und Probleme solcher Konstellationen und intendiert die Standortbestimmung des „Schaumbads“ im Kontext der Grazer Stadtentwicklung, sowie Erfahrungsaustausch und Vernetzung mit unterschiedlich gelagerten, jedoch vergleichbaren europäischen Projekten. Dieser Diskurs soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Freitag 4. 9. 15:00 Uhr:
Christian Nussmüller, Stadtbaudirektion, EU Projekt Graz-West
Ursula Obernosterer
Gottfried Prasenc, GAFT (angefragt)
Daniel Bergmayr, Eva Ursprung, Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz

20:00 Uhr: „Notorious Noise Brigade“ (Konzert)
DJ flo´niel aka traumvogel
bj itsch

Samstag 11:00 Uhr:
Präsentationen selbstorganisierter europäischer Atelierhäuser

Daniel Schörnig – Mitbegründer der Galerie b2, Spinnerei Leipzig (D)
Sandra Jogeva – Art Container / Polymer, Tallinn (EE)
Alena Boika – Divus/Umelec Prag (CZ)
Gotlind Timmermans – Domagk Atelier München (D)
David Mataro, Dajana Menenget – nave j, Barcelona (E)
Borut Savski – Cirkulacija, ROG, Ljubljana (SLO)
Juan Widmer – Rote Fabrik, Zürich (CH)

20:00 Uhr: bj itsch

Street Art Praktikum

Mal ein ganz besonders Praktikumsangebot ;-)
via rebel:art

Von der Konferenz „Prekäre Perspektiven? Zur sozialen Lage von Kreativen“ die am 22. und 23. Juni in der Urania Wien statt fand, (Ankündigung hier) berichtet die Radiosendung Bewegungsmelder Kultur der IG Kultur Österreich, die über die Audiodatenbank der Freien Radios downloadbar ist.

Kunst hilft durch die Krise! Der französische Künstler The Wa hat den Slogan „Bewerbung im öffentlichen Raum“ jetzt in Marseille wortwörtlich genommen, die Citylight-Plakate entfernt und durch reale Lebensläufe von Arbeitsuchenden ersetzt. (via rebel:art)

Mehr Bilder …

Der Kulturrat Österreich präsentierte heute die Arbeitsergebnisse zum Thema Arbeitslosenversicherung im ersten Halbjahr 2009. Kunst-, Kultur und Medienschaffende sind am AMS in aller Regel komplizierte Einzelfälle. Nur häufen sich diese Einzelfälle, dass erwerbsarbeitslose Menschen aus der Versicherungsleistung herausfallen. Die Sachlage ist kompliziert, die Betroffenen müssen einstweilen halt mit den Wirrnissen leben (oder auch nicht), die Details sind beim Kulturrat nachzulesen.

Nochmal YouTube-sei-Dank: Auch die Doku „Prekär, frei und Spaß dabei!“ (Blogeintrag hier) gibts zum Nachschauen. Diese Dokumentation zeigt künstlerisches Handeln als verantwortungsbewusste Verbindung zwischen Kunst, Gesellschaftskritik und Politik.

Zu den Teilen 2 bis 7 der Doku …

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

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