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Jetzt komme ich aber ins Schwitzen für wen ich beim superpraktikanten.at voten soll. Die Bewerbung von Niko Alm (Blog), dem „Mann fürs Grobe“, der anbietet beim Rausschmiss der Innenministerin Maria Fekter behilflich zu sein, ist auch hochinteressant – und damit in Konkurrenz zur Bewerbung der Falter Journalistin Barbara Toth. Oder doch einfach die Superpraktikantin.at?

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Zur Dokumentation und Verbreitung hier die Forderungen der Besetzer_innen des Audimax, die das Unipersonal betreffen. Gerade externe Lektor_innen an Universitäten gehören zu den prekarisierten Gruppen in unserem Land.

Beschäftigungsverhältnisse des Lehrpersonals:

Auch für die Studierenden der Universität Wien ist eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und –verhältnisse des gesamten Lehrpersonals von großer Bedeutung, weil dadurch die Qualität und Kontinuität der Forschung gesichert wird und somit auch die Qualität der Lehre steigt.

* Externe LektorInnen sind gleichberechtigte Lehrende und Forschende an der Universität Wien und müssen als solche anerkannt werden.
* Senior Lecturers:

Senior Lecturers Stellen dürfen die LektorInnen nicht ersetzen, sondern sollen diese ergänzen und damit ein vertretbares Betreuungsverhältnis in den einzelnen Studienrichtungen ermöglichen.

Senior Lecturers sollen je nach Fach und Lehrveranstaltungen nicht mehr als 8 Semesterwochenstunden für eine Vollzeitstelle lehren. Der Rest der Zeit soll für die Forschung zur Verfügung stehen.

Senior Lecturers brauchen einen vollwertigen Arbeitsplatz an der Universität.

* Eine adäquate Infrastruktur, entsprechend dem österreichischen Arbeitsrecht, muss für alle Lehrenden, also auch für die LektorInnen zur Verfügung gestellt werden.

Für die damit weiterhin lehrenden LektorInnen verlangen wir, dass diese in länger als jeweils nur 6 Monate dauernde Arbeitsverhältnisse überführt werden. Alternativ dazu könnten auch Arbeitsverhältnisse auf unbestimmte Zeit abgeschlossen werden, wie das der Kollektivvertrag in Aussicht stellt.

* Wir verlangen eine Aufstockung der Gehälter, die dem realen Arbeitsaufwand für gute Lehre entspricht!

Die willkürliche, vom realen Arbeitsaufwand entkoppelte Festlegung der Arbeitszeit für eine Lehrveranstaltung ist nicht angemessen. Insbesondere bei der Vorbereitung neuer Lehrinhalte und bei höheren TeilnehmerInnenzahlen ist der reale Zeitaufwand je Lehrveranstaltung allerdings deutlich höher. Ein Lehrauftrag mit zwei Wochenstunden pro Semester soll einem Teilzeitbeschäftigungsverhältnis im Ausmaß von 10 Wochenstunden (in Ausnahmefällen bei nachweislich geringerem Aufwand 8 Wochenstunden) mit sechs Monaten Gesamtdauer entsprechen.

* Wenn habilitierte UniversitätsdozentInnen im Rahmen ihrer Venia Pflichtlehrveranstaltungen abhalten, fordern wir deren adäquate Abgeltung gemäß dem Kollektivvertrag.
* Die Anstellungen der StudienassistentInnen müssen transparent erfolgen und eine angemessene Bezahlung gewährleistet werden.

Am Freitag, 13. November findet in Wien, Schwedenplatz ab 18.00 Uhr eine berufsgruppenübergreifende Kundgebung und Demonstration zu den anlaufenden Kollektivvertragsverhandlungen im Gesundheitsbereich statt. Dazu ruft die Libertäre Initiative Sozial Arbeitender (LISA), Teil der Förderation der ArbeiterInnen-Syndikate (FAS) auf. Die Kundgebung findet im Rahmen von F13 statt, die „an jedem Freitag den Dreizehnten gemeinsam einen Aktions- und Feiertag, für und mit all jenen, denen mangels Konsumkraft der öffentliche Raum entzogen wird oder die dadurch gesellschaftliche Diskriminierung erfahren veranstalten“.
Mehr Informationen zur Kundgebund und zum Thema gibts es im Blog Lisasyndikat.

Keine Budget-Sanierung auf Kosten des Sozial- und Gesundheitsbereichs!
Der Sozial- und Gesundheitsbereich ist zunehmend gekennzeichnet durch geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeit, Arbeit auf Honorarbasis und befristete Dienstverhältnisse. Befristete Projekte verunmöglichen sichere Jobs. Zu denken gibt zusätzlich, daß der gesamte Sektor nur durch den Zwangsdienst der Zivildiener aufrecht zu erhalten ist. Während Burnout und Unzufriedenheiten zunehmen, sollen die Lohnabhängigen verstärkt ihre Flexibilität und Belastungsfähigkeit unter Beweis stellen. Krankenstände sind aufgrund von mangelhafter Personaldichte kaum oder gar nicht kompensierbar. Auch PraktikantInnen werden mittlerweile als Systemerhalter am Arbeitsplatz eingesetzt.

Zeitgleich mit den Protesten an den österreichischen Unis streiken in Deutschland die Gebäudereiniger_innen und die Studierenden der TU Berlin haben sich solidarisiert. Mehr Infos auf Antifa-Sozialbetrug, via Antifanews. Wie schön! Auch ein Beginn für mehr ….

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Der Audimax der Uni Wien ist besetzt von Studierenden, die gegen die Ökonomisierung der Bildung protestieren. Die IG Externe LektorInnen und Freie WissenschafterInnen solidarisiert sich mit den Forderungen der Studierenden. Da geht es auch um „Schluss mit prekären Dienstverhältnissen für Lehrende, Angestellte und ArbeiterInnen!“, aber noch um viel, viel mehr. Aber das freut Santa Precaria natürlich besonders ;-)

Aktuelle Infos:
Der Standard.at berichtet recht fein und super-aktuell.
Twitter: http://twitter.com/unibrennt bzw. einfach Suche nach #unibrennt OR #audimax
Facebook-Page – Fan werden!
Informationen über die Besetzung der Akademie der bildenden Künste Wien und geplante Aktionen unter: http://www.malen-nach-zahlen.at/.

BBADie heurigen Nominierungen für den Big Brother Award, den Negativ-Preis zum Thema Datenschutz, sind auch aus Perspektive der Santa Precaria interessant. So sind nominiert:

Clemens Steiner, Geschäftsführer Tiger Lacke: Zufriedenheit durch Überwachung

„Im Sinne des Erhalts der Zufriedenheit der Belegschaft“ und um „Verbesserungen frühzeitig durch geeignete Maßnahmen einleiten zu können“ habe die Geschäftsführung des Welser Unternehmens Tiger Coatings „regelmäßig die Kommunikation mit den betreffenden Mitarbeitern gesucht“. Dieser glanzpolierte O-Ton der Geschäftsführung hat zum weniger glatten Inhalt: Mitarbeiter wurden – natürlich stets „auf freiwilliger Basis“ – systematisch vorgeladen und nach den Gründen für ihren Krankenstand befragt.

Um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter war die Geschäftsführung ebenso bemüht. Deshalb wurde in Hallen, Büros und Müllraum ein vernetztes System von rund 20 Kameras samt Aufzeichnungsanlage verdeckt installiert. Dies geschah, „um Arbeitsplätze zu sichern“, zumal ein „existenzbedrohlicher Abgang von Pulverlacken“ vorlag. Der stellte sich später laut Geschäftsführung als Irrtum der Buchhaltung heraus. Die Überwachung des E-Mail-Verkehrs war nur ein „Einzelfall“, wie auch der Kameraexzess in den Büroräumen dem Übereifer eines nicht dazu autorisierten ehemaligen Mitarbeiters zuzuschreiben sei – so hieß es in wasserfestem Newspeak seitens der Geschäftsführung der Firma Tiger Lacke, die nicht zuletzt für die glitschigsten Ausreden seit Orwells Gedenken nominiert wird.

Peter Klugar, ÖBB-Chef: Erst überwachen, dann vertuschen

Die Aufrüstung der Bahnhöfe mit überdimensionierten, vernetzten Kamerasystemen, die mindestens 20 Millionen Euro teure Aufrüstung von hunderten Nahverkehrszügen mit Video-Aufzeichnungsanlagen waren nur die nach außen sichtbaren Symptome. Im Jahr 2009 kam heraus, dass der ÖBB-Konzern zur gleichen Zeit auch intern auf totale Überwachung setzte, die Frage der Legalität war sekundär. Systematisch wurden Krankenakten über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angelegt, erst geschah das relativ offen durch ein entsprechendes Feld in der Personaldatenbank. Nach einem Einspruch des Betriebsrats gingen dieselben Praktiken auch unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Peter Klugar unverändert weiter, nur eben verdeckt.

Sehr schön in dieses unternehmenskulturelle Sittenbild passt da ein Leitfaden für den ÖBB-internen Gebrauch. Verschärfte Krankenstandskontrollen durch Detektivbüros sind da ebenso vorgesehen wie Tipps zur Befragung der Lebensgefährten von Beschäftigten mit langen Fehlzeiten. Als das durch Medienberichte bekannt wurde, hat das ÖBB-Management blitzschnell reagiert, um den Fall aus der Welt zu schaffen. Dies geschah nicht etwa durch eine genaue Untersuchung der Umstände und Verantwortlichkeiten, sondern durch das Tilgen aller Spuren. Laut Aussagen der ÖBB wurde die illegale Datensammlung gelöscht.

BFI Oberösterreich: „Sozial-Anamnese“ für Kursteilnehmer

Wer als Arbeitslose/r einen Kurs im Berufsförderungsinstitut Oberösterreich [BFI] besuchen will, muss vorher einen Fragebogen ausfüllen, in dem Fragen sehr intimer Art gestellt werden.

„Befanden Sie sich während der letzten fünf Jahre oder sind Sie derzeit in psychiatrischer Behandlung? Nehmen Sie regelmäßig Alkohol, Medikamente oder Drogen?“, wird ebenso gefragt, wie nach Wohnumständen, „finanziellen Schwierigkeiten“, oder Kontakt mit anderen Einrichtungen wie Schuldnerberatung oder Pro Mente.

Diese sogenannte Sozial-Anamnese sei im Interesse der Kursteilnehmer, sagte Gerald Roithmeier, Regionalleiter des BFI Oberösterreich, auf Anfrage. Die Schulungsprogramme zielten darauf ab, die Arbeitslosen für offene Stellen zu qualifizieren und daher werde auch die „Belastungssituation des Arbeitslosen eruiert“.

In der Arbeitskammer Niederösterreich wird am 22. Oktober zum Thema „Licht in der Arbeitsmarktkrise“ diskutiert. Schwerpunkt ist die Bedeutung der sozioökonomischen Betriebe für den Arbeitsmarkt und die gesamte Gesellschaft.

Am Podium:
AKNÖ-Präsident Hermann Haneder
WKNÖ-Vizepräsident Dr. Christian Moser
AMS-Landesgeschäftsführer Mag. Karl Fakler
Wirtschaftsforscherin Mag. Hedwig Lutz (WIFO)
Transjob-Geschäftsführer Werner Pitzl

Podiumsdiskussion „Licht in der Arbeitsmarktkrise“
Zeit: 22. Oktober 2009, 18.30 Uhr
Ort: Saal der AKNÖ-Bezirksstelle St. Pölten, Gewerkschaftsplatz 2, 3100 St. Pölten

Via Ceiberweiber

Ich persönlich bin ja da ziemlich skeptisch. Die Rahmenbedingungen heutiger sozialökonomischer Betriebe sind gänzlich andere als früher, als sie erfunden wurden und eine wirkliche Alternative als Übergangslösung für arbeitslose Menschen dargestellt haben. Heute dienen sie vielfach nur der Statistik, ähnlich wie die AMS-Kurse. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass ich in einem sozialökonomischen Betrieb als Altkleiderverkäuferin vermittelt worden wäre – wenige Wochen später habe ich meinen jetztigen Halbtagsjob als Community-Managerin und Online-Redakteurin (für ThemaTisch) begonnen. Mit im Reportaire der sozialökonomischen Betreuung wäre u.a. ein Einstiegskurs in Word gewesen. Hätte ich wohl dringend gebraucht ;-)

Schon vor dem Sommer haben wir berichtet, dass es Zeit für einen Kindergartenaufstand ist. Nun ist es soweit, mehr als 2000 Menschen waren heute bei der Demo in Wien. Gut so!

Informationen der Initiative gibt es hier, auf FM4 war ein guter Beitrag zu hören.

Über den Arbeitsklima-Index der AK Oberösterreich berichtet das Blog Arbeitsklimawandel.

Der Motivationsverlust nimmt mit der Dauer der Beschäftigung zu und ist in Kleinbetrieben höher als in Grossbetrieben: In Betrieben mit bis zu vier Beschäftigten beträgt der Anteil der völlig Resignierten rund 14 Prozent, in Großbetrieben (ab 500 Beschäftigten) neun Prozent.

Dort finden sich auch Hinweise zum Thema überwachte Belegschaft. Dazu passt die Information, dass die Textilhandelkette KIK ihren MitarbeiterInnen 49.00 Mal hinterherschnüffelte.

Etwas verfrüht, weil der ja erst am 27. September ist, geht es in der Belvederegasse um den Equal-Pay-Day, den Tag, aber dem Frauen wegen ihrer geringeren Einkommen gratis arbeiten.

Robert Misik schreibt über Ungerechtigkeit, die Großen und die Kleinen: Gekündigt wegen Bagatelldelikt: Name and Shame them!

In einem dreiteiligen Interview mit Claudia Daseking und Solveig Koitz geht es bei Telepolis um die rechtswidrige Hartz IV-Sanktionspraxis: Aushungern und Fordern, „Materielle Not bis hin zur Todesangst“, Sparen statt Fördern. (via Das Unterschichtenblog)

Im Blog Mitten am Rand berichtet Tobias darüber, dass die Stromkosten zu teuer für HartzIV sind.

Vom Alltag mit dem Arbeitsamt schreibt die Geheimrätin bei Duckhome: Wutentbrannt und fern der Heimat und
Geh doch putzen, du Schlampe.

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
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das Gebet an die Schutzheilige

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