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Aus dem Elfenbeinturm Innenstadtpalais der ÖVP – aka ohne zu erröten selbsternannte Wirtschaftskompetenzpartei – dringt die Kunde vom neuesten Public Relations Coup an die mediale Öffentlichkeit:

Wer sich unter der unglaubliche Breite von zehntausenden engagierten Bewerberinnen und Bewerbern als „super-schräge„, „super-innovative“ und supermäßig „nicht angepasste“ Type durchsetzen kann, dieser glücklichen „Unter-Dreißigjährigen“ winkt der heiße Preis eines unbezahlten Praktikums.

Ganz Österreich – also ganz Österreich unter 30 – kaut bereits nervös auf den Fingernägeln herum und fragt sich „bin ich der SuperPraktikant„?

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Am Dienstag, dem 13. Oktober ‘09 ist das 776 Seiten starke „Handbuch Armut in Österreich“ im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Sybille Summer vom Republikanischen Club in Wien und Mitautorin sowie Mitherausgeberin Karin Heitzmann vom Institut für Sozialpolitik der Wirtschaftsuni Wien präsentiert worden.

Stand der Forschung zum Phänomen „Armut“
Das Handbuch Armut in Österreich gibt als Sammelband und Nachschlagwerk mit Beiträgen von 48 ExpertInnen einen umfassenden und systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Armutsforschung in Österreich.

Video-still der Veranstaltung auf ichmachpolitik.at

video handbuch armut in österreich

Sybille Summer und Karin Heitzmann

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Dazu später hier mehr, sowieso die Empfehlung des UG-Novelle Diskussionsarchiv und jetzt aktuell nur dieser ganz aktuelle Hinweis:

Stoppt UG Novelle

Stoppt UG Novelle

Der Augustin veröffentlicht einen Leserinnen-Brief einer durch Arbeitslosigkeit zermürbten, aber erst recht durch das AMS-System schikanierten Leserin.

Der Text enthält eine Vielzahl der bekannten und nichts desto trotz interessanten Symptombeschreibungen eines Systems, das kaum auf Hilfe ausgelegt ist sondern vielmehr auf Erniedrigung und Stigmatisierung:

1. instrumentelle Herablassung und das Fuchteln mit dem Damoklesschwert

Am 1. Februar 2005 erhielt ich von meinem damaligen „Berater“ das Formular für den Pensionsantrag wegen Berufsunfähigkeit mit den Worten: „Sowas wia Ihna kemma do net brauch’n.“

2. Gratisarbeitskräfte, die freilich gern genutzt werden, aber nur solange gratis

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In den letzten Monaten häufen sich Erfahrungen und Erzählungen wie diese:

Ich bin vom AMS gekommen, das Möbelhaus brauche dringend viele neue MitarbeiterInnen. Nach 3 bis maximal 5 Minuten Vorstellungsgespräch wurde schon ein „Schnuppertag“ angeboten. Da kann man auch die Firma kennen lernen und sehen, ob es mir hier gefällt, ob die Arbeit etwas für mich ist. Und man lerne auch die Bewerber besser einzuschätzen.

So, gut und schön. Nur das es sich um ganzes MitarbeiterInnen-Casting gehandelt hat. Wir waren wohl an die hundert, hauptsächlich Frauen. Einige sind vom AMS geschickt worden. Den Meisten von uns hat man die Schnuppertage angeboten, so dass es bald nur mehr um die Einteilungen ging, wer von uns BewerberInnen wann einen Schnuppertag machen sollte.
(Manche haben dann übrigens mehrere gemacht,)

Interessanter Weise hat dann NIEMAND eine Anstellung bekommen!!
Aber klar, das Unternehmen hat alles zusammen viele Arbeitstage des Regal Schlichtens, der Lagerarbeiten, des Aufräumens bekommen, ganz gratis. Das ist doch Betrug!

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Anna Sam „Die Leiden einer jungen Kassiererin“

Anna Sam hat Literatur studiert und war 8 Jahre lang gezwungen, sich als Kassiererin ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Mit trockenem Humor und scharfer Beobachtungsgabe beschreibt sie Szenenbilder, die sich in der Atmosphäre liebloser Achtlosigkeit der Supermärkte entwickeln.

Originaltitel: Les tribulations d’une caissière!
Aus dem Französischen von Elisabeth Liebl
Verlag: Riemann

Zum Buch gibt es beim ShopBlogger einen Eintrag mit Kommentaren und weiteren Rezensionslinks;
z.B. hier ein Artikel in der ZEIT.

Eine Empfehlung! :-)

zuerst zum 2. Dezember. Da findet das Symposium

Prekarisierung – Veränderungen in der Arbeitswelt

Dienstag, 2. Dezember 2008, 9.00 Uhr
AK Bildungszentrum, Großer Saal

Diese Veranstaltung gibt Menschen, die sich in der ArbeitnehmerInnenvertretung, in der Arbeitswelt und in der Wissenschaft mit dem Thema Prekarisierung beschäftigen, Raum für Diskussion, Gedankenaustausch und Vernetzung.
Ziel der Veranstaltung ist, konkrete politische Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Das Programm (pdf) gibt es hier herunter zu laden. Anmeldungen sollten bis zum Di, 25.11. eingehen.

Zwei Tage darauf, am Do, 6.12. gibt es dann eine interessante Buchpräsentation in der ÖGB-Fachbuchhandlung:

Zwischen Wischmopp und Laptop

kommt bekannt vor? Jup, das Buch geht auf eine Veranstaltung zurück und von der wurde hier schon berichtet.

Weitere Informationen zur Buchpräsentation gibt es im Blog der Gewerkschaftsschule Wien!

Das Verteilungsgerechtigkeit-Blog berichtet von einer interessanten Veranstaltung der AG Frauen & Armut der Armutskonferenz:
ein „Studientag“ mit der Möglichkeit, sich intensiv und dicht gedrängt an einem Tag über diesen wichtigen Themenbereich zu informieren, und zwar fundiert, bei Expertinnen und mit viel Diskussionsraum.

Der Studientag

Steuern gegen Frauenarmut

wird am 6. Oktober in Wien stattfinden.

Mindestens 200.000 Frauen in Österreich sind akut von Armut betroffen, rund dreimal so viele armutsgefährdet.
Steuer- und Abgabesysteme könnten als zentrale Instrumente der Armutsbekämpfung wirken und für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für soziale, ökonomische und gesellschaftliche Teilhabe aller Frauen sorgen.

► nähere Infos und die Einladung wie gesagt hier am Verteilungsgerechtigkeits-Blog .

Auf die Veranstaltung wurde hier schon hingewiesen. Auch darauf, dass bei der Veranstaltung ein Reformkatalog vorgestellt werden sollte.

Das ist mittlerweile passiert und zur Unterstützung gibt es nun auch eine Webseite:

Reformkatalog der angewandten Sozialwissenschaften

auf der Webseite wiederum gibt es weiterführende Informationen, die Möglichkeit, eine Unterstützungserklärung abzugeben und ein Diskussionsforum.

Fein übrigens, die Webseite läuft – so wie wir hier – auf WordPress-Blogsoftware und ist damit per rss-feed abonnierbar!

ein Veranstaltungshinweis für Donnerstag, den 18. September, 18:30 Uhr:

Schafft das AMS prekäre Verhältnisse?
Trainer/innen zwischen den Mühlsteinen

eine prominent besetzte Podiumsdiskussion in der Arbeiterkammer Wien,
Theresianumgasse 16–18, 4. Bezirk.

Ich habe Monate gearbeitet und noch immer kein Honorar erhalten.

Hunderte TrainerInnen haben in den letzten Monaten diese Erfahrung machen müssen. Ihre Auftrag- oder Arbeitgeber, die wiederum von Aufträgen des AMS leben, sind plötzlich insolvent geworden.
Wovon lebe ich morgen, was arbeite ich übermorgen?“, fragen sich nun die TrainerInnen.

es diskutieren:

… organisiert wird die Veranstaltung von den Grünen, der AUGE/UG und der Grünen Wirtschaft. Durch die Diskussion führen wird Klaudia Paiha, Bundessprecherin der AUGE/UG.
Die Einladung kann hier heruntergeladen werden (pdf).

fair statt prekär

Ich will per Email am Laufenden gehalten werden.
Heiligenbild

das Gebet an die Schutzheilige

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